15 Jahre iSub (SoundSticks): Design-Ikone im Wandel der Zeit

Sven Kaulfuss 8

Der iSub – gestaltet von Apple, produziert von Harman/Kardon. Auch heute – fast 15 Jahre später – gibt es ihn als Teil der noch immer zu kaufen. Zudem erlebt er eine Wiedergeburt als „Aura“ – ein kurzer Überblick der Entwicklungsgeschichte.

15 Jahre iSub (SoundSticks): Design-Ikone im Wandel der Zeit

iSub: Aktiver Subwoofer designed by Apple (1999)

Im Herbst 1999 präsentiert Steve Jobs der staunenden Menge den iMac der zweiten Generation. Dank FireWire und dem neu vorgestellten iMovie, ist es nun auch Privatanwendern möglich ihre Home-Videos auf einfache Weise zu schneiden. Zudem spendierte man den Top-Modellen ein DVD-Laufwerk. Ein Bonbon hebt sich der Apple-Chef jedoch bis zum Schluss auf. Zusammen mit den Soundspezialisten von Harman/Kardon entwickelte man – exklusiv für den neuen iMac – den iSub. Ein aktiver Subwoofer, angeschlossen per USB. Das Design stammt vom Kulthersteller aus Kaliforniern. Klangtechnik und Produktion obliegen hingegen Harman/Kardon.

Die erfrischende und organische Form spielt gezielt mit der Transparenz des damaligen iMac. Mitnichten eine Eintagsfliege, selbst in die Dauerausstellung des MoMa (Museum of Modern Art) schafft es die Klangskulptur. Interessant: Auf dessen Seite wird explizit auch Jony Ive namentlich als Designer erwähnt.

isub_1999

Doch der iSub hat einen großen Nachteil: Allein der neue iMac und später wenige andere Rechner aus dem Hause Apple (Power Mac G4) können den Subwoofer auch tatsächlich nutzen. Bei Harman/Kardon ist man sich dessen bewusst. Kein Jahr später gibt es für die lechzenden Kaufinteressenten Abhilfe.

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Schöne alte Technik: Diese Retro-Designklassiker sollte jeder kennen.

SoundSticks: Komplettsystem von Harman/Kardon (2000)

Im Sommer des Jahres 2000 ist es soweit. Harman/Kardon erweitert den iSub um zwei Satellitenlautsprecher – ein nunmehr komplettes Soundsystem namens SoundSticks. Angeschlossen wird dieses noch immer per USB, nun jedoch für alle Macs geeignet. Der iSub kann allerdings nach wie vor separat erworben werden. Aufgrund der USB-Verbindung bleiben den SoundSticks dagegen alternative Audioquellen (MP3-Player etc.) verschlossen. Bis zum nächsten Update vergehen weitere vier Jahre.

SoundSticks II: Jetzt mit Klinke (2004)

Anfang 2004 präsentiert Harman/Kardon die zweite Generation. Die SoundSticks II werden fortan per Klinkenkabel (3,5mm) angeschlossen. Nunmehr können nicht nur Macs verbunden werden. Gleich ob PCs, iPods und weitere Audioquellen – die SoundSticks II sind universell. Der Autor dieser Zeilen nutzte beispielsweise über mehrere Jahre die SoundSticks II als Audiosystem fürs eigene Heimkino – angeschlossen mittels Cinch-Adapter am DVD-Player. Kleines Manko: Das Audiokabel war fest mit dem Subwoofer verbunden. Man musste also besonders sorgsam damit umgehen. Schon der kleinste Kabelbruch führte sonst zu einem größeren Servicefall, denn ein einfacher Austausch des Kabels war so nicht vorgesehen.

SoundSticks III: Detailverbesserungen (2010)

Mit den SoundSticks III – vorgestellt im Jahr 2010 – beseitigte Harman/Kardon diesen Makel. Das Audiokabel konnte nunmehr ausgetauscht werden. Des Weiteren nahm der Hersteller Verbesserungen beim Klang und minimale Änderungen beim Design vor. Die vormals silbernen „Donuts“ (Ständer für die Satellitenlautsprecher) setzten schwarze Akzente, die LEDs leuchteten weiß, nicht mehr blau. Auch heute noch gibt’s die SoundSticks III zu kaufen. Mit einem Marktpreis von auch nicht allzu teuer für einen solch klanggewaltigen Designklassiker.

Damit ist die Entwicklung des iSub noch lange nicht abgeschlossen. Auf der zweiten Seite präsentieren wir die aktuellen Produkte aus dem Jahr 2012 und 2014.

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