HTC: In vier Jahren werden mehr VR-Brillen als Smartphones verkauft

Rafael Thiel 6

Die virtuelle Realität soll es für HTC richten: Das taiwanische Unternehmen setzt nämlich offenbar vollends auf die eigene VR-Brille. Auf einer Konferenz prognostizierte der leitende Manager der HTC Vive gar, dass Virtual Reality bis 2020 die Smartphone-Verkäufe in den Schatten stellen wird.

HTC: In vier Jahren werden mehr VR-Brillen als Smartphones verkauft

In spätestens vier Jahren soll die HTC Vive (Test) zum neuen Kerngeschäft des Unternehmens avancieren. So die Quintessenz der Aussagen, die Wang Tsung-ching, seines Zeichens Leiter der Vive-Sparte bei HTC China, auf einer firmeninternen Konferenz zu Protokoll gegeben haben soll. Denn seiner Meinung nach habe der Smartphone-Markt seinen Höhepunkt bereits erreicht, die durchschnittlichen Verkaufszahlen sinken demnach bereits. Das nimmt Wang zum Anlass, ebenjene These in den Raum zu stellen: Virtual Reality-Headsets werden bis 2020 den größten Markt im Technologie-Sektor darstellen.

Virtual Reality wird erfolgreich — aber Smartphones übertrumpfen?

Es überrascht weniger, dass HTC sich nach alternativen Marktsegmenten umschaut, hat der Hersteller im Smartphone-Bereich doch beinahe den Anschluss verloren und mit roten Zahlen zu kämpfen. Zudem ist es unbestritten, dass sich Virtual Reality auf einem aufstrebenden Ast befindet — das haben schon diverse Firmen erkannt. Die ersten Verkaufszahlen der HTC Vive ließen die Unternehmensaktien in Höhe schnellen, doch reicht das? Die Technologie steckt noch in den Kinderschuhen und ist für die breite Masse obendrein (noch) äußerst kostspielig in der Anschaffung.

Natürlich kann in vier Jahren eine Menge passieren – die gleiche Devise gilt aber ebenso für Smartphones. Mit Indien erschließen die etablierten Hersteller gerade erst einen gigantischen Markt, der vor Potenzial nur so strotzt. Ähnliches gilt für andere Entwicklungs- und Schwellenländer. Zumal die Verkaufszahlen von Smartphones tendenziell eher steigen; vielleicht nicht im High-End-Segment, wohl aber in den erschwinglicheren Preisklassen.

Wir sind also gespannt, was die kommenden Jahre für HTC und den Markt insgesamt so bringen werden. Doch eine Sache steht fest: Der VR-Markt wird in wenigen Jahren mindestens genauso umkämpft sein, wie es aktuell bei Smartphones der Fall ist.

Quelle: Focus Taiwan via Android Authority

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