HTC Vive: Soll auch auf schwächeren PCs zum Laufen gebracht werden

Marco Schabel

Im Gegensatz zur PlayStation VR werden für die High-End-VR-Headsets Oculus Rift und HTC Vive teure und potente PCs benötigt. Valve und HTC wollen aber dafür sorgen, dass auch veraltete Grafikkarten mit der Gerätschaft zurechtkommen.

HTC Vive ausprobiert: Aufsetzen, abtauchen und nur schwer loslassen.

Nach dem Konsolenkrieg kommt offenbar der VR-Krieg. Bereits jetzt, nur wenige Tage, bevor das erste VR-Headset in den offiziellen Verkauf geht, entbrennen Diskussionen darüber, welcher Anbieter das beste Paket liefert. In Anbetracht der sehr hohen Preise sicher nicht die schlechteste Diskussion. So ist die Technik der PlayStation VR – die mit allem nötigen und sinnvollen Zubehör 500 Euro kosten wird – zwar schwächer, als die der Konkurrenz, dafür sorgt aber der Preis für Selbstvertrauen. Die Oculus Rift, die (einschließlich Versand und Steuern) mit 740 Euro zu Buche schlägt und die HTC Vive, die mit mehr als 900 Euro einschlagen wird, haben ihre eigenen Vor- und Nachteile. Klarer Vorteil sind die vielfältigeren Einsatzmöglichkeiten, die bessere Technik und die Open Source-Plattform PC, die unendlich Spiele und Anwendungen verspricht – dieser ist aber auch der größte Nachteil, denn ein entsprechender PC kostet eine Menge Geld. Außer natürlich, es werden Wege gefunden.

Ist euer PC VR-Ready? Erfahrt es hier*

So soll die HTC Vive auch auf Durchschnitts-PCs landen

Bilderstrecke starten(11 Bilder)
Gamer, die durch Videospiele richtig fit wurden

HTC-Vive-Pre

Und genau diese Wege scheinen HTC und Valve jetzt für die HTC Vive finden zu wollen. Wie Valves Alex Vlachos im Rahmen der GDC in der vergangenen Woche wissen ließ, ist das VR-Headset zwar aktuell sehr fordernd, es wird aber gehofft, schon bald eine zusätzliche Recheneinheit für Unity veröffentlichen zu können. Diese soll die Berechnungen der Brille effizienter gestalten und so ermöglichen, dass auch alte Grafikkarten verwendet werden können. Selbst solche, die schon vier Jahre auf dem Buckel haben. Die einzige Voraussetzung wäre, dass die Karten 45 Hz schaffen. Empfohlen werde zwar weiterhin eine GTX 970 (oder besser), aber es sei der Wunsch, dass auch schwächere GPUs eine Chance haben und so die Kosten gesenkt werden. Die Grafikkarte ist bekanntlich das wohl Teuerste an einem PC.

Entwickler warnen: VR-Horror ist lebensgefährlich*

Eine zusätzliche Recheneinheit ist jedoch nicht alles, was älteren Setups die Nutzung eines VR-Headsets wie der HTC Vive ermöglichen soll. Wie Vlachos weiter ausführte, könne auch eine entsprechende Optimierung von Vorteil sein. Dazu gehöre auch, dass nur jene Bilder, die sich tatsächlich vor euren Augen befinden, scharf dargestellt werden, nicht jedoch jene in eurem peripheren Blickfeld. VR-Spiele seien zudem generell keine grafische Erfahrung, wie es High-End-Spiele sind. Effizientere Rendertechniken sollten demnach auch schwächere PCs mit der HTC Vive nicht überfordern.

Ob ihr letztlich aber in der Lage sein werdet, auch ohne PC-Upgrade in die Virtuelle Realität einzutauchen, wird die Zeit zeigen. Schließlich habt auch ihr sicher gewisse Ansprüche an ein VR-Game. Die HTC Vive kann bereits vorbestellt werden und erscheint bereits Anfang April, nur kurz nach der Oculus Rift.

Hier könnt ihr die HTC Vive vorbestellen*

Hat dir dieser Artikel gefallen? Schreib es uns in die Kommentare oder teile den Artikel. Wir freuen uns auf deine Meinung - und natürlich darfst du uns gerne auf Facebook oder Twitter folgen.

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

* Werbung