HTC Vive: Wird die VR-Brille etwa noch viel teurer als wir dachten?

Marco Schabel 4

Nachdem die Oculus Rift nicht eben erschwinglich wird und es bereits Gerüchte um den Preis der PlayStation VR gab, könnte auch die HTC Vive deutlich teurer ausfallen als bislang angenommen.

HTC Vive.

Die virtuelle Realität könnte schon gescheitert sein, bevor sie überhaupt begonnen hat. Grund ist der hohe Preis der erforderlichen Headsets. 599 Dollar oder noch unerschwinglichere 699 Euro verlangen Oculus VR und Facebook für die Oculus Rift, die Speerspitze der VR-Headsets. Wenig später gab es Berichte, dass auch die PlayStation VR, die ohnehin keine Konkurrenz ist, mit um die 800 Dollar daherkommt. Grund genug für die Annahme, dass die Technologie schon begraben sein könnte, bevor sie überhaupt wirklich angekommen ist. Und Grund genug die Hoffnungen in das dritte Headset im Bunde zu stecken, die von Valve und HTC entwickelte HTC Vive. Ab Februar kann diese vorbestellt werden, während noch kaum etwas zum Preis bekannt ist. Neuen Vermutungen zufolge könnten wir diese Hoffnung aber ganz schnell begraben.

Ist VR eine Totgeburt?

Die HTC Vive ist der Hauptkonkurrent der Oculus Rift, da beide Headsets für den PC ausgelegt sind. In der vergangenen Woche startete die Vorbestellungsphase für das von Facebook subventionierte und nur deswegen so „günstige“ Gerät. Auch wenn die Vorräte der ersten Lieferung bereits schnell erschöpft waren und aktuelle Besteller bis in den Sommer auf ihre Oculus Rift warten müssen, sind viele Interessenten bereits abgesprungen. Sie können es sich einfach nicht leisten. Schnell gab es viele, die lieber auf die PlayStation VR warten wollen, bis auch hier ein Preispunkt jenseits der Erschwinglichkeit aufkam. Letzte Chance: HTC Vive. Die könnte aber noch einmal einen drauflegen, und um die 1.500 Dollar kosten. Ohne PC.

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Kostet die HTC Vive 1.500 Dollar?

Das behauptet jetzt zumindest Focus Taiwan, die kurz nach der Ankündigung der Vorbestellungen die HTC Vive analysierten und den finalen Preis schätzten. Dieser basiert vor allem auf der verbauten Technik, die laut den Taiwanern noch etwas teurer ist als die der Oculus Rift. Demnach besitzt die HTC Vive eine kostspieligere Tracking-Technologie (unter anderem aufgrund von zwei im Paket enthaltenen Sensoren), die die Bewegungen und Position der Spieler besser einfängt. Hinzu kommen zwei kabellose Motion-Controller und eine zusätzliche Frontkamera, die den Preis ebenfalls in die Höhe treiben. Die Oculus Rift wird zwar ebenfalls mit einem Controller geliefert, dabei handelt es sich allerdings lediglich um ein gewöhnliches Xbox One-Pad, welches keine Motion-Technik besitzt.

Klingt zwar plausibel, ob dadurch aber tatsächlich ein deutlich höherer Preis zustande kommt und ob sich dann noch irgendjemand die HTC Vive kaufen möchte, erfahren wir wohl spätestens am 29. Februar, wenn auch dieses Headset vorbestellt werden kann. Alternativ gibt es natürlich noch immer die Samsung Gear für Android-Smartphones oder eine Pappschachtel.

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