Bislang hat Apple weder ein Wort über die iWatch verloren, noch sind Bauteile des vermuteten Geräts aufgetaucht. Wirft man aber einen Blick darauf, welche Mitarbeiter das Unternehmen angeheuert hat, wird klar: ein smartwatchähnliches Gerät kann so weit nicht weg sein. 

 

Apple Watch

Facts 

Wenn man bei großen Unternehmen erahnen möchte, was sie als nächstes planen, ist es eine gängige Praxis, auf die Neueinstellungen an Mitarbeitern zu achten. Apples Abwerbungen hochrangiger Angestellter (bspw. von Nike und Tag Heuer) lässt den Schluss zu: Das Unternehmen trommelt ein Team zusammen, das sich um ein tragbares und modisches Stück Technik kümmern soll. Seit Monaten wird über ein iWatch spekuliert, die viele Funktionen im Gesundheits- und Fitnessbereich haben soll.

Chart via MatthewPhillips on Twitter.

Die Liste von Morgan Stanley (via @Matthew Phillips) zeigt 17 Anstellungen von Apple in den letzten anderthalb Jahren. Der Großteil der neu angeworbenen Mitarbeiter hat Erfahrungen im Bereich Gesundheit, Sensorik oder Mode.

Eine Schlüsselrolle für Apples vermutete iWatch könnten die beiden von Nike abgeworbenen Mitarbeiter Jay Blahnik und Ben Shaffer sein. Diese kümmerten sich bei Nike um das Fuelband, das lange Zeit ausschließlich mit iOS-Unterstützung erschien. Sie besitzen ein großes Know-How über Fitnessarmbänder. Wie wichtig die beiden ehemaligen Nike-Mitarbeiter waren, zeigt auch der Umstand, dass der Sportartikelhersteller vor wenigen Monaten angekündigt hat, die Entwicklung des Fuelbands einzustellen (wir berichteten). Stattdessen will sich Nike auf eine Entwickler-Schnittstelle für seine Fitnessdienste konzentrieren. Gut denkbar, dass Nike und Apple enger miteinander zusammenarbeiten, wenn die iWatch veröffentlicht wurde.

Neben den ganzen Mitarbeitern mit einem medizinischen Hintergrund, die in ihren vorherigen Jobs für Blut-, Atem-, und Schlafforschung zuständig waren, fällt auch Paul Deneve auf. Er war zuvor CEO beim französischen Modeunternehmen Yves Saint Laurent und gab seine hochrangige Stelle für seinen neuen Job bei Apple auf, wo er für „spezielle Projekte“ zuständig sein soll. Nun kann man natürlich viel darüber spekulieren, was unter „spezielle Projekte“ zu verstehen ist, aber mit dem Background von Deneve liegt der Verdacht nah, dass die iWatch in seinen Aufgabenbereich fällt.

Ein weiterer deutlicher Hinweis, dass Apple „irgendwas mit Uhren“ plant, könnte die Einstellung von Patrick Pruniaux sein. Auch er hatte bei seinem vorherigen Arbeitgeber einen attraktiven Posten. Pruniaux war Vice President beim Luxusuhrenhersteller Tag Heuer und es wird vermutet, dass er bei Apple nun eine entscheidende Rolle für die Vermarktung der iWatch spielen wird.

Dies sind natürlich keine handfesten Beweise, dass Apple tatsächlich eine iWatch plant. Einige der Abwerbungen könnten auch durchaus für die Health-App zuständig sein, die ihren Fokus ebenfalls auf Gesundheits- und Fitnessdaten legt. Doch angesichts der Kombinationen aus Gesundheit und Mode der Abwerbungen, wäre es fast schon eine Überraschung, wenn man in Cupertino nicht schon längst an einem smartwach- oder fitnessbandähnlichem Produkt arbeite.