Schlaf-Analyse des Jawbone UP3

Im Gegensatz zum UP2 bietet das UP3 ein erweitertes Schlaf-Tracking mit Ruhepuls – der letzte Wert vor dem Aufwachen am morgen. Schlafschädliche Abendaktivitäten lassen sich damit identifizieren, zudem gibt er langfristig Aufschluss über Fitness-Verbesserungen. Die App unterscheidet REM-Schlaf, Leicht- und Tiefschlafphase.

Die Herzfrequenzmessung erfolgt nicht mit LEDs, sondern mit Elektroden. Das schont den Akku, macht das Armband schlank und es muss nicht fest und lichtdicht am Arm sitzen. Nachteil dieser Lösung: Keine Herzfrequenzmessung am Tag und bei Sport! Nur der Ruhepuls wird über die Nacht eruiert.

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Was viele andere Tracker nicht bieten, ist der Smart Alarm, der eingebaute Vibrations-Wecker: Wir geben dem Armband einen bis zu 30 Minuten langen Slot, in dem es uns aufwecken soll – möglichst in einer Leichtschlafphase, um nicht zu gerädert aus dem Bett zu fallen. Jetzt im Sommer habe ich das nur selten nutzen können (war meist vor dem Wecker wach...), es scheint mir aber dennoch gut zu funktionieren.

Im Gegensatz zum Fitbit Charge erkennt das UP3 nicht automatisch den Schlaf – man muss durch Klopfzeichen das Band manuell in den Modus versetzen. Das ist nicht ideal gelöst, denn vereinzelt habe ich den Schlafmodus schon aus Versehen eingeschaltet, vereinzelt habe ich es am Abend erst bei dem dritten Anlauf geschafft, ihn zu aktivieren. LEDs geben Rückmeldung. Übrigens: Vergisst man die Umstellung, identifiziert das Band meist dennoch den Schlaf und fragt:

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Test-Fazit zum Jawbone UP3

Das Jawbone UP3 bietet nicht alles – wer ein Display oder eine Herzfrequenzmessung bei Aktivitäten möchte, muss sich bei Konkurrenten umsehen. Das kann man dem Tracker aber nicht zum Vorwurf machen – es ist eben als (modisches?!) Armband denn als Mini-Digitaluhr konzipiert. Der potentielle Käufer sollte sich dessen bewusst sein.
Die Funktionen, die das Jawbone UP3 bietet, sind sehr gut und konsequent umgesetzt. Noch keinen anderen Aktivitätstracker im Test habe ich so gern und intensiv genutzt.

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Zusammenfassung des Jawbone UP3-Tests:

Vorteile
+ Hardware trägt sich sehr angenehm
+ Ruhepulsmessung komfortabel umgesetzt
+ Daten werden gut ausgewertet
+ Hilfreiche Tipps und Informationen in der App
+ Lange Akkulaufzeit

Nachteile
- Umstellung von Aktivitäts- in Nachtmodus fehlerbehaftet
- Armband-Verschluss ist potentielle Schwachstelle
- Preis des UP3 (weit günstiger: UP2 ohne Puls-Sensor)

Fehlende Ausstattung: Display, Herzfrequenzmessung beim Sport, Wasserdichtigkeit.

Testurteil: 4 von 5 Sterne

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