Die LG Watch Urbane braucht sich mit ihrem Design wahrlich nicht zu verstecken. Der Hersteller zeigt sich vom Konzept derartig überzeugt, dass er jetzt sogar eine LTE-Version mit NFC nachreicht. Mit dieser kann nicht nur in bester Michael Knight-Manier am Handgelenk mit der Uhr telefoniert, sondern auch freihändig bargeldlos bezahlt werden. Als Software dient jedoch nicht Android Wear sondern das unternehmenseigene WebOS.

Eine autarke Smartwatch hatte bereits Samsung mit der Gear S vorgestellt, doch kann sich diese hinsichtlich ihres Erscheinungsbilds freilich nicht mit der LG Watch Urbane LTE messen. Das südkoreanische Unternehmen hat keine zwei Wochen nach der Vorstellung der schicken Uhr eine LTE-Variante mit NFC nachgereicht. Dadurch kann sich vom Handgelenk ins Mobilfunknetz eingewählt und aufs Internet zugegriffen werden. Allerdings muss aufgrund der erweiterten Funktionalität von Android Wear auf WebOS umgestiegen werden.

Das Design der Watch Urbane LTE entspricht weitgehend dem zuvor veröffentlichten Modell. Auf der rechten Seite sind lediglich nunmehr drei Knöpfe zur Bedienung positioniert anstatt eines. Ebenso sind die Spezifikationen bis auf marginale Details identisch: Der gewählte Prozessor ist ein Snapdragon 400 von Qualcomm, der von 1 GB Arbeitsspeicher unterstützt wird. Im internen Speicher stehen 4 GB für Musik und Apps zur Verfügung. Das Display misst 1,3 Zoll in der Diagonale, löst mit 320 x 320 Pixeln auf, basiert auf der P-OLED-Technologie – und ist weiterhin rund. Die Pixeldichte liegt bei 245 ppi.

LG-Watch-Urbane-LTE-Seite

Aufgrund der unterstützten LTE-Konnektivität wurde der Akku bei dem autarken Modell auf 700 mAh erhöht. Ebenfalls zur Verbindung herangezogen werden können WLAN nach b-, g- und n-Standard, Bluetooth 4.0 LE sowie NFC. Außerdem ist die Smartwatch nach IP 67-Standard wasser- und staubgeschützt und verfügt zum Telefonieren über Lautsprecher und Mikrofon. Die Uhr wird es zunächst lediglich in der Farbe Silber geben. Bislang ist unklar, ob sich die Watch Urbane LTE mit einem Smartphone koppeln lassen wird.

Dennoch ein schickes Gadget, das LG vorgestellt hat. In der Pressemitteilung weist das Unternehmen darauf hin, dass die Smartwatch Push-to-Talk unterstützt, wodurch sie sich, sofern der jeweilige Mobilfunkanbieter das erlaubt, als Walkie Talkie nutzen lässt – am Handgelenk! Mit Android Wear wäre das nicht möglich gewesen, da Google sein OS als Ergänzung zum Android-Smartphone oder -Tablet konzipiert hat – Web OS macht's aber möglich. Das unternehmenseigene Betriebssystem adaptiert einige Features der Google-Software wie etwa den Ambient-Mode oder die Auswahl der Ziffernblätter. Darüber hinaus sind Herzfrequenzmesser und Bewegungssensor mit an Bord.

LG-Watch-Urbane-LTE-Front

Die drei Knöpfe gewährleisten derweil eine frustfreie Bedienung infolge der dazugekommenen Features. Über den obersten Button gelangt man zu den Schnelleinstellungen, wo Batterienutzung, Bildschirmhelligkeit, Lautstärke und Konnektivität eingesehen beziehungsweise geändert werden können. Der mittlere Knopf fungiert als Bedienelement zum Multitasking und ermöglicht den Wechsel zwischen Ziffernblatt und Apps. Derweil kann über den untersten Knopf bei kurzem Drücken zurück navigiert werden. Durch langes Drücken kann der eigene Standort abgesetzt sowie eine vorgewählte Nummer angerufen werden – praktisch ein Notfall-Knopf.

Zum Preis oder der Verfügbarkeit der Watch Urbane LTE äußerte sich LG derweil noch nicht. Auf dem MWC 2015 plant das Unternehmen die Smartwatch in natura noch einmal vorzustellen. Wir von GIGA werden natürlich vor Ort sein und euch mit Bild- und Videomaterial versorgen.

Quelle: LG Pressemitteilung