H10 von Luxa²: Fahrradhalterung für iPhone im Test

Sebastian Trepesch 6

Welchen Anforderungen muss eine Fahrradhalterung für das iPhone genügen? Sie muss das Handy sicher am Lenker halten, spritzwassergeschützt sein und trotzdem das iPhone voll bedienbar lassen. von Luxa² ist ein vielversprechender Kandidat. Wir haben das Produkt deshalb getestet.

Wozu benötigt man ein iPhone am Fahrradlenker? In erster Linie als Landkarte, Navigationsgerät oder Motivationstrainer, mit entsprechenden Apps. Schon beim Auspacken von Luxa² H10 wird klar: Hier handelt es sich nicht um Billigplastik, und die Funktionen und Möglichkeiten sind wirklich durchdacht.

Die Handhabung der iPhone-Halterung von Luxa²

H10 ist ein Klapp-Case. Im Inneren liegt eine Silikonhülle für iPhone 4 beziehungsweise iPhone 4S, die gegen eine Einlage für iPhone 3GS und 3G ausgewechselt werden kann.

Die zwei Verschlüsse können bequem geöffnet werden. Ein iPhone (ohne Hülle oder Bumper) kann man somit schnell einlegen und wieder herausnehmen – sehr praktisch. Außerdem im Lieferumfang: Ein kleiner Klipp für den Gürtel.

Die Halterung wird an das Fahrrad geschraubt, Werkzeug ist hierfür nicht notwendig. Hierauf wird dann das Case geschoben. Das hält? Offensichtlich. Auch beim Radeln über holprige Pflastersteine hielt alles fest. Den Überschlag mit dem Fahrrad habe ich mir allerdings erspart… (Update: Der Hersteller hat uns informiert, dass nach mehrmaliger Nutzung das Case besser in die Halterung einrastet.)

Sofern die Klingel Platz lässt, kann das iPhone auch in den Landscape-Modus gedreht werden.

Bedienbarkeit des iPhones

Obwohl das iPhone in einem robusten Case ist, lässt es sich gut bedienen: Tasten für Homebutten, Lautstärke und Einschaltknopf sind in H10 angebracht, lediglich das Stummschalten über den Schalter ist nicht möglich. Durch die Plastikabdeckung ist Multitouch-Bedienung möglich. Selbstverständlich fühlt das sich aber nicht so gut an, wie auf dem hochwertigen iPhone-Glas.

Sogar an Aussparungen für die Kamera hat Luxa² gedacht. Die Folie verschlechtert ein klein wenig die Bildqualität. Das nimmt man gerne in Kauf, wenn die Hülle dafür spritzwassergeschützt ist. Zumindest den Kurztest unter der Duschbrause hat H10 bestanden.

Auch der Kopfhöreranschluss ist mit einem Pfropfen verschlossen. Die Konstruktion hat jedoch den Nachteil, dass zahlreiche Kopfhörermodelle nicht richtig in den Anschluss gesteckt werden können. Das ist ein echter Makel. Allerdings sollte man sich im Straßenverkehr eh nicht akustisch abkapseln. Zum Telefonieren empfehle ich ein Bluetooth-Headset wie das Jabra Extreme2.

Unten im Case ist noch ein kleines Löchlein, um ein Dock-Kabel für einen externen Akku durchziehen zu können. Sehr sinnvoll, wenn stromfressende GPS-Anwendungen auf dem Smartphone laufen. Auch hier hält ein kleiner Pfropfen, den man allerdings verlieren kann, leichten Regen vom iPhone fern.

Der Klingelton ist übrigens ausreichend durch das Case zu hören.

H10 Luxa² im Test: Fazit

Der Test der Fahrradhalterung H10 für iPhone ergab genau das, was ich mir von so einem Produkt wünsche: Ausreichend Spritzwasserschutz, eine gute Befestigung am Drahtesel und trotzdem bleibt das Smartphone bedienbar.

Mit diesem Stadtplan, Navigationsgerät und Motivationstrainer am Lenker macht das Fahrradfahren gleich noch mehr Spaß (im Foto die App ). Und noch nie stand ich so gerne an roten Ampeln. Es ist sehr verlockend, dort schnell die Facebook-Benachrichtigungen zu checken… (Nicht nachmachen, wahrscheinlich steht irgendwo in der Straßenverkehrsordnung, dass die Nutzung von sozialen Netzwerken an roten Ampeln verboten ist.)

Der Preis von rund für H10 ist mehr als fair. Die Radlzeit kann kommen.

Vorteile
+ solide Verarbeitung
+ iPhone kann schnell eingelegt werden
+ spritzwassergeschützt
+ …trotzdem Anschluss von Kopfhörern und Akku möglich

Nachteile
- Case könnte sicherer in der Halterung einrasten
- Zahlreiche Kopfhörer können nicht eingesteckt werden

Links zu H10 Luxa²
Hersteller: Luxa²
Bei Arktis
Bei Amazon

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