Marshall Major II Kopfhörer im Test: Rock’n’Roll für die Ohren

Kamal Nicholas 5

Mit dem Major II liefert Hersteller Marshall den Nachfolger seines erfolgreichen On-Ear-Kopfhörers. Ob dieser mehr kann als nur gut auszusehen, erfahrt Ihr in folgendem Testbericht. 

Marshall Major II Kopfhörer im Test: Rock’n’Roll für die Ohren

Das Angebot an Kopfhörern ist sehr groß, die Entscheidung zum richtigen Modell kann deshalb unter Umständen ziemlich schwierig werden. Wichtig ist eigentlich bei allen aber eines: der Klang. Allerdings ist auch dieser immer einer etwas subjektiven Wahrnehmung unterlegen. Gerade in Sachen Design geht Marshall allerdings einen ganz eigenen Weg und baut auch mit dem Major II ein Paar Kopfhörer, dass sich ganz klar zu der Marke und vor allem zu den klassischen Gitarrenverstärkern des Unternehmens zuordnen lässt, das seit den 1960ern bekannt ist. Für manche dürfte dies die Auswahl wesentlich erleichtern, da Kopfhörer heutzutage ja nicht mehr ausschließlich wegen ihres Klangs, sondern auch wegen ihres Aussehens gekauft werden.

Marshall Major II: Datenblatt

  • Bauart: On-Ear-Kopfhörer
  • Wandler: 40 mm, dynamisch
  • Impedanz: 64 Ohm
  • Frequenzgang: 10 Hz-20 kHz
  • Sensibilität: 100 mV bei 1 kHz = 99 dB SPL
  • Anschluss: 3,5 mm, vergoldet

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Marshall Major II: Das Design

Hier spricht alles Rock’n’Roll. Ich selbst habe ja auch mal E-Gitarre in einer Punkband gespielt und bin deshalb doch sehr darüber erfreut, dass deren klassisches Design auch seinen Weg in die Kopfhörerlinie von Marshall gefunden hat.

Während die meisten Kopfhörer runde Ohrmuscheln besitzen, setzt Marshall wie beim Vorgänger auch beim Major II auf eher quadratische, abgerundete Hörer. Die Farbgebung des Modells nennt sich „Pitchblack“ (also etwa „pechschwarz“ oder „stockfinster“) und der Name ist Programm. Der größte Teil des Major II ist in Schwarz gehalten, einzelne Details wie etwa die beiden Klinkenanschlüsse, die „Links-„ und „Rechts“-Plaketten und der Schriftzug im Inneren des Kopfhörerbügels sind in Gold. Kein echtes natürlich. Einzig der markante Markenschriftzug auf der Außenseite der Kopfhörer ist Weiß und bildet somit einen Kontrast zum Rest des Produktes – klassisch Marshall eben.

Auch wenn viel von dem eingesetzten Material an Leder erinnert, handelt es sich hierbei doch um Kunststoff. Das ist nichts Negatives, denn man muss sich ja nicht unbedingt Tierhaut auf den Kopf legen, um Musik zu hören. Die Ohrmuscheln selbst hängen an Metallbügeln, die Ihrerseits in Kunststofffassungen befestigt sind. Zwar erinnern diese optisch auch an Metall (nicht zuletzt durch ihre Farbgebung), sind aber dennoch aus Plastik, was etwas schade ist.

Freunde des Spiralkabels werden nicht enttäuscht, denn beim Major II kommt ein solches mit integrierter Fernbedienung zum Einsatz. Das sieht nicht nur nach Studio aus, sondern hat auch einen praktischen Hintergrund, denn so kommt es nicht so leicht zum lästigen Kabelsalat. Apropos praktisch: Für den Transport lässt der Major II sich schnell zusammenfalten und leicht verstauen. Der verstärkte Bügel wurde im Gegensatz zum Vorgänger etwas überarbeitet, ist damit nun noch stabiler und ist dadurch biegbar, ohne kaputt zu gehen.

Marshall Major II: Der Klang

Natürlich ist die Optik eines Kopfhörers heutzutage sehr wichtig, aber längst nicht alles. Für all diejenigen, die auch wirklich Musik „hören“ (und nicht nur so aussehen wollen, als ob) hat also selbstverständlich der Klang oberste Priorität.

Der Major II macht auch hier eine gute Figur, wenn auch für mich ein wenig Klang im Bereich der Mitten fehlt. Die Bässe sind ordentlich und machen bei elektronischer Musik und Rap jede Menge Druck, ohne dabei aber alle anderen Frequenzen zu überschwemmen. Knackige Bässe sind wichtig, oh ja. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass der Bass hier manchen Hörern etwas zu viel ist. Mir persönlich gefällt das allerdings doch sehr gut, weil es eben nicht nur um Bass geht, sondern auch.

Bei rockiger/analoger Musik (zu Testzwecken habe ich Pantera, Machine Head, Solstice und dergleichen gehört) wirkt der Klang dann noch etwas ausgewogener. Genau das also, was man rein optisch auch vom Major II erwartet hätte. Nur die Mitten könnten auch hier noch ein bisschen ausgeprägter sein.

Abstriche muss man allerdings dann machen, wenn man sich vor allem eher ruhigere und klanglich komplexere Musik anhört. Hier hatte ich das Gefühl, dass manche Facetten des Gehörten etwas untergehen und im Hintergrund verschwinden.

Zu behaupten, der Major II wäre ein neutraler Kopfhörer wäre doch etwas weit aus dem Fenster gelehnt, alles in allem macht der Nachfolger aber bei den unterschiedlichsten Musikstilen eine sehr gute Figur und sorgt somit für ein angenehmes Hörerlebnis mit ausgewogenem Klangbild.

 Auf Seite 2 geht es um den Tragekomfort und den ganzen Rest

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