Moto 360: Neue Bilder zeigen drahtlose Ladevorrichtung & Vergleich mit der LG G Watch

Rafael Thiel 17

Seit der Ankündigung im März sind tröpfchenweise bereits diverse Informationen zur Moto 360 durchgesickert, eine finale Enthüllung samt Verkaufsstart steht allerdings noch aus. Immerhin sind nun neue Bilder aufgetaucht, die einen Blick auf die bis dato unbekannte Ladevorrichtung der Android Wear-Smartwatch erlauben. Während die Konkurrenz physische Kontakte verwendet, setzt Motorola anscheinend auf drahtloses Laden. Außerdem ist erneut von einem Preis von weniger als 250 Euro die Rede.

Moto 360: Neue Bilder zeigen drahtlose Ladevorrichtung & Vergleich mit der LG G Watch

Obwohl mit der LG G Watch und der Samsung Gear Live bereits zwei Uhren mit Android Wear angeboten werden, scheint die Moto 360 die erste „richtige“ Smartwatch mit Googles Betriebssystem zu werden. Das zeigte sich bereits daran, dass Motorola – im Gegensatz zur Konkurrenz – an einen überaus nützlichen Umgebungslichtsensor gedacht hat. Doch auch bei der Ladevorrichtung lässt sich man sich nicht lumpen und setzt auf einen drahtlosen Ladevorgang. Dieses Feature erhöht nicht nur den Komfort für den Benutzer sondern unterbindet auch etwaige Beschwerden über Korrosion an den Ladepins, wie sie bei der LG G Watch aufkamen.

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Die Moto 360 wird den neuen Informationen zufolge „aufrecht“ in die Ladestation gelegt, sodass der Benutzer weiterhin einen Blick auf den Bildschirm respektive die Uhrzeit und Benachrichtigungen werfen kann. Allerdings ist noch nicht bekannt, um welche Lade-Technologie es sich hierbei handelt. Es könnte der bisweilen bei Smartphones integrierte QI-Standard zum Einsatz kommen, eine anderer vergleichbarer Standard oder aber Motorola beschreitet neue Wege und setzt auf eine Eigenentwicklung. Trotz der komplizierteren Ladevorrichtung ist es dem Entwicklungsteam gelungen, die Moto 360 kompakt zu halten, wie der Bildvergleich mit der LG G Watch eindrucksvoll demonstriert.

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Luca Viscardi, dem wir diese Bilder verdanken, berichtet zudem, dass das Gehäuse aus Edelstahl besteht. Außerdem wird es IP67-zertifiziert sein, ferner ist ein Pulsmessgerät auf der Innenseite angebracht. Dazu gesellt sich noch ein Schrittzähler nebst des bereits erwähnten Umgebungslichtsensors. Der Preis soll angeblich weniger als 250 Euro betragen (Lies: 249 Euro), wobei damit dem Vernehmen nach die Basisversion gemeint ist. Diese könnte etwa lediglich mit einem Plastik-Armband ausgestattet sein, wohingegen Modelle mit Aluminium oder Leder teurer sind. Die Vorstellung soll laut Viscardi entweder noch im August oder spätestens im September erfolgen. Eine finale Terminierung steht noch aus.

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Da haben wir also den ein oder anderen neuen Tropfen an Information über die Moto 360 erhalten. Während die Bilder äußerst authentisch wirken und die Angaben zur Sensorik ob der leichten Überprüfbarkeit ebenfalls korrekt sein dürften, bleiben wir beim angegebenen Preis von „nur“ ungefähr 250 Euro skeptisch. Natürlich wäre ein solcher Preis äußerst fördernd für den Verkauf der Moto 360 und die Verbreitung von Android Wear, jedoch dürften ein rundes Display, Edelstahlgehäuse und nicht zuletzt die drahtlose Ladevorrichtung in der Produktion nicht allzu billig sein. Zudem listete ein skandinavischer Händler die Uhr bereits kurzzeitig zum Preis von 300 Euro – vielleicht eine Variante mit Leder- respektive Aluminium-Armband? Denn auf der anderen Seite ist es denkbar, dass Google im Hintergrund kräftig subventioniert, um Android Wear als „Standard-Betriebssystem“ für Smartwatches durchzusetzen. Womöglich hält Motorola den Preis auch selber künstlich niedrig und orientiert sich an der Preisstrategie der Nexus-Reihe, um sich so frühzeitig Marktanteile zu sichern; das stellte zumindest Motorolas Produktmanagement-Chef Punit Soni einst in Aussicht. Wir können erstmal nur spekulieren.

Was sind eure Meinung zum drahtlosen Laden und dem kolportierten Preis? Schreibt uns eure Meinungen in die Kommentare.

Quelle: Luca „Mr. Gadget“ Viscardi [via AndroidWorld]

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