Netatmo Smartes Heizkörperthermostat: Siri dreht am Regler

Sebastian Trepesch 4

Netatmo, bekannt von den Wetterstationen als Smartphone-Zubehör, präsentiert auf der IFA HomeKit-fähige Heizkörperthermostate. Sie lassen sich auch in einzelnen Zimmern einsetzen und bieten, was sich manch einer von der Konkurrenz wünschte.

Im März haben wir das Heizkörperthermostat Elgato Eve Thermo getestet – eines der ersten derartigen Produkte, das Apples Smart-Home-Schnittstelle HomeKit unterstützt. Eine direkte Steuerung der Temperatur am Heizkörper erachtet das Unternehmen nicht als notwendig – damals wie heute. Manch einer wünscht sich das aber dennoch.

Die auf der IFA präsentierten Heizkörperthermostate von Netatmo bieten genau das: Neben der HomeKit-Ansteuerung (zum Beispiel über den iPhone-Sprachassistenten Siri: „Siri, heize das Wohnzimmer auf 21 Grad“), App und Webinterface ist es möglich, die Temperatur auch am Heizkörper zu einzustellen. Ein Display (e-Paper-Folie) gibt Rückmeldung.

Die Smarten Heizkörperthermostate lassen sich an die meisten Warmwasserheizkörper anschließen – laut Anbieter beträgt die Kompatibilität in Europa 90 Prozent. Den Austausch kann man leicht selbst vornehmen, ein Klempner ist nicht notwendig. Nun, ganz so einfach wie im Werbevideo des Hersteller funktioniert es wohl meist nicht, eine Rohrzange ist durchaus notwendig:

Netatmo Smartes Heizkörperthermostat – Herstellervideo.

Die Thermostate sind nicht nur einzeln nutzbar, sondern können zusammen mit dem Netatmo Thermostat für zentrale Heizungsanlagen für eine variablere Steuerung eingesetzt werden.

Netatmo rechnet durch die Programmiermöglichkeiten mit einer Energieeinsparung von rund 37 Prozent. Unterstützt wird dies durch ein Erkennungssystem für offene Fenster, das den Heizprozess beim Lüften stoppt.

Während Elgato auf stromsparendes Bluetooth setzt, integriert Netatmo die Thermostate per WLAN ins heimische Netz, und verwendet hierfür einen Relais. Das Starterpaket, zwei Heizkörperthermostate und Relais, wird mit 179,99 Euro mehr als das Produkt der Konkurrenz kosten.

Bis Ende 2016 müssen wir uns aber noch gedulden, erst dann soll das smarte Thermostat von Netatmo im Handel verfügbar sein.

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