Nintendo Labo: Now you're playing with Pappe!

Victor Redman

Nintendo Labo bringt Videospiele und Bastelspaß zusammen. Am 27. April erscheinen die ersten beiden Bastel-Sets für Nintendo Switch. Wir haben für dich schon mal vorgebastelt.

Nintendo ist immer wieder für eine Überraschung gut. Während Sony und Microsoft auf mehr und mehr Terra Flops setzen und die Grenzen der virtuellen Realität ausloten, setzt Nintendo auf Pappe. Am 27. April erscheinen die ersten Bastel-Kits aus der Labo-Reihe für Nintendo Switch. Aber was können die ungewöhnlichen Accessoires?

Bastelspaß auch für Grobmotoriker

Beim Anblick der geschätzten Bastelzeiten musste ich als Mitglied der anonymen Grobmotoriker erstmal schlucken. Bevor das Klavier, die Angel oder das Motorrad bespielt werden können, wollen pro Toy-Con erstmal eineinhalb bis zwei Stunden investiert werden. Für den Aufbau des Roboters aus dem zweiten Labo-Kit werden sogar drei bis vier Stunden veranschlagt.

Wer das Zusammenbauen der Toy-Con nur als lästige Notwendigkeit zum Spielen sieht, wird im Angesicht solcher Zahlen wohl schnell die Flinte ins Korn werfen. Was schade wäre, denn das Bauen ist zwar aufwändig, aber nicht kompliziert. Jeder noch so kleine Schritt wird auf dem Bildschirm der Switch erklärt und vorgemacht. Dabei gibt der Bastler das Tempo vor: Das Video-Tutorial kann jederzeit angehalten, zurück- oder vorgespult werden. Wer hier was falsch machen will, muss sich schon echt anstrengen. Selbst ich mit meiner 4 in Kunst war ratzfatz im Flow.

Wer Labo entwickelt hat, will Nintendo übrigens nicht verraten. *

Mehr als nur Mini-Games

Die Belohnung fürs fleißige Falten folgt auf dem Fuße: Sind die Toy-Con erstmal mit der Switch verbunden, stehen dem erfolgreichen Bastler eine Reihe von Spiel-Varianten zur Auswahl. Und sie alle machen Laune. Die Verknüpfung zwischen Realem und Virtuellem ist nahtlos, und sie funktioniert so perfekt, dass sie auch nach Stunden noch fasziniert.

Ich hätte stundenlang nach virtuellen Fischen angeln oder das kleine Monster bespaßen können, das im Labo-Haus wohnt. Mit dem Labo-Klavier, das neben klassischen Tonfolgen auch Miauen oder Geistergeheul von sicht gibt, werde ich meine Nachbarn früher oder später in den Wahnsinn treiben (Sorry, not sorry). Und, kaum zu glauben, aber wahr: Rennen fahren mit dem Labo-Motorrad macht fast genau so viel Spaß wie Mario Kart — hier bringt es endlich was, sich mit vollem Körpereinsatz in die Kurve zu legen. Der ein oder anderen Sturz vom Sofa sollte dabei übrigens einkalkuliert werden.

Das Beste kommt zum Schluss

Keine Frage: Labo lohnt sich. Ihr coolstes Geheimnis geben die Toy-Con Kits allerdings erst Preis, wenn alles zusammengebaut und ausprobiert wurde. Erst dann öffnet sich die Toy-Con Werkstatt. Hier lassen die unterschiedlichen Toy-Con sich per Drag and Drop ganz neu programmieren und kombinieren: Das ferngesteuerte Auto mit dem Motorrad lenken? Kein Problem!

Bock auf Basteln? Hier gibt's Nintendo Labo! *

Aber die Möglichkeiten der Werkstatt gehen noch viel weiter: Auch gewöhnliche Haushaltsgegenstände lassen sich zu ToyCon machen. Mit einem JoyCon und ein wenig Hirnschmalz wird aus einem Besenstiel eine Gitarre oder aus einer Pappschachtel eine Spardose mit automatischer Zählfunktion. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Und so wird die nächste Programmierer-Generation wohl ebenso nostalgisch auf Labo zurückschauen wie Entwickler heute auf das NES oder Super Nintendo.

Aber auch alle, die mit Tüfteln und Programmieren nichts am Hut haben, werden sich gern an Nintendo Labo erinnern. Stundenlanger Spielspaß ist hier garantiert. Ich muss es wissen — ich geh‘ jetzt nämlich endlich den Roboter fertig bauen!

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