Ferngesteuerter Bluetooth-Spaß: Orbotix Ollie im Test

Kamal Nicholas 3

Dank Bluetooth lassen sich nicht nur Lautsprecher oder Kopfhörer mit einem Smartphone koppeln, sondern auch ferngesteuertes Spielzeug wie der Orbotix Ollie. Wir haben uns den App-kontrollierten Roboter im Test mal etwas genauer angesehen.

Ferngesteuerter Bluetooth-Spaß: Orbotix Ollie im Test

Es gibt Geräte und Produkte, die sind wirklich nur zur Unterhaltung gedacht. Zu eben diesen gehört auch der Ollie, der von dem Unternehmen Orbotix im vergangenen Jahr als Nachfolger des App-gesteuerten Balls Sphero vorgestellt wurde.

Orbotix Ollie: Die Features

Nicht nur optisch unterscheidet sich der Ollie deutlich von seinem Vorgänger, auch hinsichtlich der Funktionen des Spielzeugs zeigen sich einige Unterschiede. Die offensichtlichste Differenz: Ollie hat zwei Reifen, die sich zudem schnell austauschen lassen. Aufgrund seiner Konstruktion ist das neue Gefährt zwar nicht mehr wasserdicht, dafür aber wesentlich schneller und agiler als sein Vorgänger. Auch wurde beim Ollie auf die Möglichkeit des induktiven Ladens verzichtet. Gleich geblieben sind die Verbindung via Bluetooth und die Reichweite von 30 Metern, beide Spielzeuge sind  mit LED-Lichtern ausgestattet und bieten bei voll aufgeladenem Akku eine Fahrzeit von 60 Minuten. Praktisch dabei: Der Ollie (wie auch der Sphero) lässt sich mit einem handelsüblichen Smartphone-Netzteil per micro-USB-Buchse aufladen.

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Orbotix Ollie: Smart, robust und schnell

Ich als ehemaliger Pro-Skater (okay, „Pro“ stimmt nicht annähernd, den einen oder anderen Trick konnte ich aber schon) wurde beim Namen dieses kleinen ferngesteuerten Spielzeugs natürlich sofort an meine Jugend erinnert. Dies ist natürlich Absicht des Herstellers, denn mit „Ollie“ soll nicht zuletzt auch diese Zielgruppe angesprochen werden, wie dieses Launch-Video verdeutlicht.

Ollie Official Launch Video.

Wie man im Film erfährt, geht es beim Ollie also nicht nur ums Fahren, sondern auch um Tricks. Allerdings sollte man nicht erwarten, dass der Ollie  von alleine einen Ollie macht (der erste Trick, den man auf dem Skateboard nach dem Hinfallen lernt und bei dem man einen Sprung mit dem Rollbrett vollzieht). Dafür kann sich Ollie aber auf der Stelle „durchdrehen“ und dabei bunt leuchten. Das ist insgesamt ein lustiges Gimmick, der eigentlich Spaß liegt aber meines Erachtens eher darin, den Ollie möglichst schnell fahren zu lassen. Denn das kann er sehr gut. Die Maximalgeschwindigkeit der kleinen Walze liegt laut Orbotix im Bereich von „superschnell“, in einer nicht werbischen Sprache bedeutet dies maximal 22 km/h. Klingt vielleicht zunächst nicht so schnell, ist aber für ein Ding dieser Größe doch ganz schön beindruckend. Wer das Gerät dann etwas besser beherrscht, kann da sicherlich auch noch mehr rausholen, ich selbst kann Tricks bisher allerdings eher durch Zufall.

Dank seiner Drift-und Grip-Räder macht der Ollie auch in Kurven und auf unterschiedlichen Oberflächen eine ausgezeichnete Figur. Falls er aber doch mal den Boden unter den Füßen verliert und aus der Kurve fliegt ist das überhaupt kein Problem bzw. macht das sogar noch mehr Spaß, denn der Ollie hält jede Menge aus. Mehr noch, er ist neben seiner Geschwindigkeit auch für Luftgänge ausgelegt – deshalb ja auch der Name Ollie. Auch eine Treppe herunterfahren (bzw. herunterfallen) darf ohne Angst in Angriff genommen werden. Wer also Lust hat, Rampen und Hindernisse zu bauen, die mit dem ferngesteuerten „Pille auf Rädern“ bewältigt werden sollen, kann sich hier richtig austoben.

Orbotix Ollie: App und Fernsteuerung

Ohne Smartphopne oder Tablet mit entsprechender App keine Fernbedienung. Da die Kontrolle über den Ollie nur so gut ist wie seine Steuerung, ist natürlich auch hier Qualität gefordert. Mit einer Durchschnittswertung von 4,3 von 5 Sternen im Play Store schneidet die Anwendung dabei sehr gut ab, allerdings scheint das aktuelle Update auf die Version 1.0.3 einigen Nutzern Probleme zu bereiten – in unserem Test lief aber alles einwandfrei. Die hingegen hat nur 3 von 5 Sternen, die Wertung basiert aber auf bisher nur 6 Stimmen und kann kaum als repräsentativ angenommen werden.

Neben der Steuerung besitzt die App verschiedene Einstellungsmöglichkeiten für den Ollie. So lässt sich etwa festlegen, auf welchem Untergrund das Gerät fährt, ob man sich in einem Raum oder draußen befindet, außerdem lassen sich die Empfindlichkeit der Steuerung, die Beschleunigung und die Endgeschwindigkeit etwas anpassen.

Um eine Verbindung zwischen Smartphone und Ollie herzustellen, muss in ersterem nur Bluetooth eingeschaltet werden. Hält man das Telefon dann nah an das blaue Licht auf dem Ollie, wird die Verbindung dank Bluetooth Smart automatisch hergestellt. Dann kann es auch schon losgehen. Die Steuerung ist dabei relativ einfach und intuitiv, nach ein paar Versuchen klappt dann auch das Fahren enger Kurven in die gewünschte Richtung.

Von Haus aus ist die Anwendung so eingestellt, dass die Steuerung im Hochformat (Portrait-Modus) durchgeführt wird. Hält man das Smartphone im Querformat, wird der Trick-Modus aktiviert. Dabei vollführt der Ollie durch die Eingabe verschiedene Wischgesten „wilde Stunts“. Dabei kann es auch durchaus vorkommen, dass die Steuerung danach etwas durcheinander gerät, da dem Ollie „schwindelig“ ist. Auch das ist aber kein Problem, da sich das Spielzeug aus der App heraus schnell neu kalibrieren lässt.

Ollie by Sphero
Entwickler: Sphero Inc.
Preis: Kostenlos

Fazit:

Wer als Kind schon gerne mit ferngesteuerten Autos gespielt hat, wird ganz bestimmt auch Spaß am Ollie finden. Die Fernbedienung hat man sowieso immer dabei und das Fahrzeug selbst ist mit einer Breite von ca. 11,5 cm und einem Durchmesser von 8 cm sowie einem Gewicht von 314 Gramm äußerst transportabel. Das Gerät ist wirklich nur zum Spielen gedacht und hat keinen anderen Zweck, als zu unterhalten. Doch genau so etwas kann durchaus auch mal sehr gut tun. Egal, ob man nun ein Kind oder ein Erwachsener ist. Die UVP für Ollie liegt bei 99 Euro, bei Amazon gibt es das Spielzeug bereits für knapp 88 Euro.

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