RHA MA600i Test: Schicker In-Ear-Kopfhörer mit Stärken und Schwächen

Kamal Nicholas

Der RHA MA600i ist ein interessanter In-Ear-Kopfhörer aus dem Mittelbereich, der einerseits große Stärken, anderseits aber auch ein paar Schwächen hat. Was genau das ist, erfahrt ihr im folgenden Testbericht.

RHA MA600i Test: Schicker In-Ear-Kopfhörer mit Stärken und Schwächen

Das Unternehmen RHA ist vielen vielleicht noch kein Begriff, dies sollte sich allerdings ändern, denn das Unternehmen bietet einige sehr interessante Kopfhörer aus den unterschiedlichsten Preissegmenten an, die sich sowohl sehen als auch hören lassen.

Nachdem ich auch schon den äußerst günstigen und dafür ausgesprochen guten RHA MA150 getestet habe (dieser kostet nur etwa 15 Euro), ist heute ein anderes Modell dran. Die Rede ist vom RHA 600i. Damit ihr auch wisst, was der Kopfhörer so alles zu bieten hat, hier zunächst die technischen Spezifikationen:

RHA MA600i: Datenblatt

  • Treiber: 320.1 dynamisch
  • Frequenzgang: 16Hz-22kHz
  • Impedanz: 16 Ohm
  • Maximale Leistung: 1/5mW
  • Sensibilität: 100dB
  • Kabellänge: 1,35 Meter (sauerstofffreies Kupferkabel
  • 3-Knopf Inline-Fernbedienung mit 360° Mikrofon
  • 8 Paar Dual-Density Ohrstöpsel
  • 90 Grad, vergoldeter 3, mm Stecker
  • Stoßfeste Transporttasche

RHA MA600i: Das Design

Wie immer bei meinen Kopfhörertests möchte ich zunächst auf das Design eingehen. Am auffälligsten am MA600i dürfte der Einsatz von Aluminium sein. Wie auf der Packung erläutert wird, handelt es sich dabei auch nicht um irgendein Aluminium, sondern um „Flugfahrtaluminium“. Warum das nun so toll sein soll weiß ich nicht, aber es hört sich auf jeden Fall toll an. Der Rest des Kopfhörergehäuses besteht aus Kunststoff.

 

Doch nicht nur am Kopfhörer, sondern auch an der Fernbedienung und der Zusammenführung der beiden Kabel findet sich das Leichtmetall wieder. Apropos Kabel: Eine weitere Besonderheit ist das sauerstofffreie Kupferkabel, das mit einer durchsichtigen Schutzhülle versehen ist.

Insgesamt ist das Design eher kühl/technisch und die Zielgruppe dürften vor allem Männer sein, mir persönlich gefällt die Gestaltung auch sehr gut.  Mit der Logo-Prägung auf den Seiten der Ohrhörer macht RHA auch zielsicher deutlich, von welchem Unternehmen dieser Kopfhörer stammt, ohne dabei aber allzu aufdringlich zu sein.

Sehr praktisch finde ich den mitgelieferten Clip, der sich an das Kabel klemmen lässt, damit man dieses dann an seiner Kleidung befestigen kann.

RHA MA6001: Der Klang

Vom Design dann direkt zum Sound, die wohl wichtigere Eigenschaft eines Kopfhörers. Und leider sehe ich hier die eine größere Schwäche des RHA MA600i, denn ausgewogen ist etwas anderes. Zwar handelt es sich hierbei „nur“ um einen Kopfhörer der Mittelklasse, dennoch sind knapp 70 Euro schon eine Ansage, von der man auch klanglich einiges erwarten darf.

Aber was stört mich genau? Nun, alles in allem ist mir der MA600i einfach zu basslastig. Ich höre zwar auch ganz gerne mal bassige Musik (Trap, Rap, kranken Dubstep), dennoch ist mir ein ausgewogener Klang sehr wichtig. Der MA600i ist bei den tiefen Frequenzen extrem großzügig, leider geht dies aber auf Kosten der Mitten und Höhen. So wirken Lieder oft eher dumpf, Feinheiten gehen schnell etwas verloren und wichtige Nuancen in Lieder sind teilweise nur schwer oder gar nicht zu hören. Selbst das Nachregeln mit einem Equalizer stellt sich als relativ kompliziert und wenig erfolgreich heraus. Leider.

Etwas besser schneidet der MA600i dafür im Bereich der Außengeräusch-Isolierung ab, vor allem die Doppelflansch-Ohrstöpsel machen hier eine gute Arbeit. Zwar darf man keine Abschirmung à la Noise Cancelling-Kopfhörer erwarten, wer aber viel mit Bus und Bahn (oder Flieger) unterwegs ist, wir den MA600i zu schätzen wissen.

jetzt kaufen *

Auf Seite 2 geht es weiter mit meinem Test

Zu den Kommentaren

Kommentare zu diesem Artikel

Weitere Themen

Neue Artikel von GIGA ANDROID

  • OnePlus 7 im Test: Von beiden Seiten in die Mangel genommen

    OnePlus 7 im Test: Von beiden Seiten in die Mangel genommen

    Keine Triple-Kamera, kein 90-Hz-Display und kein komplett randloses Design: Das OnePlus 7 lebt scheinbar im Schatten der Pro-Variante. Andererseits bietet die Standardausführung unter der Haube nicht nur die gleiche Technik, sondern ist leichter und auch günstiger. Reicht das aber, um sich am hart umkämpften Smartphone-Markt durchzusetzen? Im Test zum OnePlus 7 gibt es die Auflösung – in 9 Fragen und Antworten. 
    Kaan Gürayer 1
  • Emojis 2019: Das sind die neuen Motive für iPhone, iPad und Android-Smartphones

    Emojis 2019: Das sind die neuen Motive für iPhone, iPad und Android-Smartphones

    Apple und Google haben in dieser Woche neue Emojis vorgestellt. Die kleinen Figuren und Symbole werden in diesem Jahr in die Betriebssysteme Android Q, iOS 13, macOS Catalina und watchOS 6 integriert. Welche neuen Motive bekommen wir? Und wie unterschieden sie sich zwischen iPhones und Android-Smartphones? GIGA zeigt die kleinen Bildchen so groß, wie man sie nur selten sieht, im Vergleich.
    Sebastian Trepesch 1
* Werbung