Auf einer Konferenz vergangene Woche äußerte sich der Apple-Mitbegründer und bekennende Fan von Gadgets aller Firmen, Steve Wozniak, unter anderem auch zu Wearable Devices, einem Thema, welches vor allem seit der Vorstellung von Android Wear deutlich an Fahrt aufgenommen hat. Insbesondere spricht Wozniak über seine überaus kurze Erfahrung mit der Samsung Galaxy Gear, die er eigenen Angaben zufolge schon nach einem halben Tag aufgab und kurzerhand wieder auf Ebay verkaufte. Grund: Die Galaxy Gear sei schlichtweg nutzlos, die meisten Funktionen viel zu umständlich gewesen.

 

Samsung Galaxy Gear

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Samsung Galaxy Gear

Wearable Devices befinden sich im Moment absolut im Trend – zumindest, wenn man die großen Unternehmen aus der Techbranche befragt, denn die Kunden selbst scheinen noch von keiner Smartwatch so richtig begeistert worden zu sein. Diese Einstellung teilt auch Steve Wozniak laut einem Bericht der Kollegen von xconomy, die Wozniak auf der der Flying Car Innovation-Konferenz in Milwaukee trafen. Im Gespräch offenbarte Wozniak als schlimmste Erfahrung, die er jemals mit einer modernen Smartwatch hatte, Samsungs Galaxy Gear. Und das trotz der in der Vergangenheit immer wieder geäußerten positiven Haltung gegenüber Android. Das schlechte Urteil über die Galaxy Gear kam nicht etwa durch die kurze Akkulaufzeit oder das ungewöhnliche Design zustande, sondern schlicht und ergreifend durch den mangelnden Mehrwert der Smartwatch. Vor allem dem Umstand, die Smartwatch in manchen Situationen direkt ans Ohr halten zu müssen, sei ihm negativ aufgefallen und habe ihn dazu bewogen, das Gerät umgehend wieder auf Ebay zu verkaufen.

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Smartwatches mit flexiblem OLED: Ein Konzept des brasilianischen Designers Dinard da Mata.

Steve Wozniak hält Smartwatches wie Samsung Galaxy Gear offensichtlich für eine ungelungene Lösung zwischen zwei verschiedenen Ansätzen: Auf der einen Seite ist er ein Befürworter von Smartwatches, die ein Smartphones vollkommen ersetzen können. Er wolle nicht ständig ein zusätzliches Gerät mit sich herumtragen wollen und hält Smartwatches in ihrer aktuellen Konzeption für unnütz, sofern der Funktionsumfang und vor allen Dingen auch die Display-Größe nicht erheblich ansteigt. Eine mögliche Lösung: Flexible OLEDs von Samsung, welche Gerüchten zufolge auch Eingang in Apples iWatch finden könnte, würden ein relativ großes Display am Handgelenk ermöglichen, ohne das Wearable Device gleich unhandlich zu machen.

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Auf der anderen Seite spricht Wozniak Smartwatches als Companion Device zur Paarung mit dem Smartphone keineswegs eine Zukunft ab und bezeichnet im Moment die durchaus interessanten Smartwatches von Martian als seine persönlichen Favoriten auf dem Markt. Bei der Martian Notifier, welche leider ausschließlich in Nordamerika verfügbar ist, handelt es sich auf den ersten Blick um eine ganz normale Armbanduhr mit einer LED und einem winziges Display am unteren Rand des Ziffernblatts.

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Tatsächlich handelt es sich hierbei aber um eine waschechte Smartwatch, die per Bluetooth mit dem iPhone oder Android-Smartphone verbunden wird. In deren Display werden dann eingehende Nachrichten oder Anrufe angezeigt und Mikrofon und Lautsprecher seien den Angaben von Wozniak ausreichend gut, um damit telefonieren zu können. Auch Sprachbefehle und Speech-To-Text sind zumindest mit den Voice Command-Uhren von Martian möglich, um etwa Anrufe zu initiieren oder Nachrichten zu versenden. Diese Konzeption einer Smartwatch verbraucht nicht nur weniger Strom, sondern sieht auch um einiges konventioneller aus, als aktuelle Smartwatches - wenig verwunderlich, dass Wozniak bei solchen Anforderungen nicht viel von der Galaxy Gear hielt. Zumindest für die Google Glass habe er aber etwas übrig, denn auch wenn diese seiner Meinung nach im Moment ebenfalls noch nicht sonderlich großen Nutzen mit sich bringt, habe es ihm zumindest Spaß gemacht, mit der Brille herumzuspielen. Wozniak äußerte sich noch nicht zu Android Wear-Smartwatches wie der Moto 360.

Was sagt ihr zu Wozniaks Äußerungen? Platz für eure Kommentare ist in den Kommentaren.

Quelle: Xconomy, Martian Watches [via CNET]

Bildquelle: Dinard da Mata

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