Samsung Galaxy Gear: Geleakte Bilder zeigen Protoyp, nicht finales Design

Andreas Floemer 13

Am gestrigen Sonntagabend sind erstmals vermeintliche Bilder der Samsung Smartwatch Galaxy Gear aufgetaucht, diese zeigen einen regelrechten „Böller“ fürs Handgelenk. Wer nun denkt, dass es sich bei diesem Device um das finale Modell handelt, darf beruhigt aufatmen — denn wir sehen lediglich einen Prototypen. Viel interessanter am Leak sind eher die bekannt gewordenen Funktionen, die die Smartwatch an Bord haben wird.

Christina Farr von VentureBeat hat gestern Abend (Mitteleuropäischer Zeit) eine umfangreiche Feature-Story über Samsungs Smartwatch Galaxy Gear vom Stapel gelassen, in der erstmals auch Bilder der Smartwatch präsentiert wurden. Was in dem Artikel zu sehen ist, lädt zu langen Gesichtern und Enttäuschungen ein, denn das abgebildete Device ist ein Brocken von einer Uhr, mit 3 Zoll großem Display und einer geschätzten Dicke von beinahe einem Zentimeter. Ferner erinnert das Ding an ein geschrumpftes Galaxy-Smartphone mit Armband — dass Samsung sich womöglich an existierender (und erfolgreicher) Designsprache orientieren könnte, wäre an sich ja durchaus konsequent.

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Dass einige Medien dieses Device allerdings unhinterfragt als finales Design darstellen, ist schon etwas verwegen: Es ist bereits seit geraumer Zeit bekannt, dass Samsung einige Entwickler mit den Galaxy Gear-Modellen ausgerüstet hat – bei diesen handelt es sich allerdings um Prototypen in unterschiedlichen Designs und mit verschiedenen technischen Ausstattungen. Es war im Grunde nur eine Frage der Zeit, bis eines dieser Geräte geleakt wird. Unzählige Tech-Blogs und –Portale griffen diese vermeintlich heiße News gestern und heute früh auf und sprachen vom ersten Galaxy-Gear-Leak.

Om Malik von GigaOm, der mit seinem Team gute Beziehungen zu diversen Herstellern und anderen zuverlässigen Quellen besitzt, sorgte dann wenige Stunden nach dem angeblichen Leak der Smartwatch allerdings für Entspannung: Maliks Quellen konnten bestätigen, dass die gezeigte Galaxy Gear ein Entwickler-Gerät sei und das finale Design um einiges schlanker ausfallen werde. Das Device, das Samsung am kommenden Mittwoch vorstellen wird, sehe laut GigaOm anders als der Leak aus, zudem sei es weit ausgereifter als der hier zu sehende Klotz am Arm.

Auch wenn Christina Farr nur einen Prototyp zu sehen bekommen hat, die Software auf dem Device dürfte zu großen Teilen auch auf dem fertigen Produkt laufen. Entsprechend ist es interessant, diesen Teil des VentureBeat-Artikels zusammenzufassen: Samsungs Galaxy Gear soll demnach auf Android 4.3 laufen, allerdings ohne Unterstützung für das Software-Keyboard, zur Steuerung per Sprache soll Samsungs S-Voice installiert sein. Es seien zudem diverse Apps für Social Media und zum Activity Tracking an Bord, sodass man beispielsweise direkt vom Handgelenk aus seine Facebook-Timeline verfolgen kann, seine zurückgelegten Schritte, den Kalorienverbrauch und mehr verfolgen kann. Die Fitness-Funktionen der Smartwatch dürften ein direkter Angriff auf Activity Tracker wie Nike Fuel, Jawbone UP und Co. sein.

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Installierte Apps, die im Armband verbaute Kamera und eine entsprechende Fotogalerie-Anwendung lassen sich allesamt per Wischgeste aufrufen respektive starten. Ferner kann direkt aus der Uhr das Anrufprotokoll des mit der Smartwatch verbunden Smartphones aufgerufen und Anrufe initiiert werden. Die Verbindung mit dem Smartphone findet mittels der bereits geleakten Companion-App statt, die ausschließlich für Samsung-Devices bereitgestellt wird. Dies impliziert, dass die Galaxy Gear nur mit Samsung-Geräten gekoppelt werden kann – Devices anderer Hersteller werden wohl nicht kompatibel sein.

Zu den weiteren Hardware-Spezifikationen macht Farr kein Angaben, allerdings bestätigt Malik die bereits bekannten in seinem Antwort-Artikel erneut. So wird die Galaxy Gear über ein 2,5 Zoll großes AMOLED-Display mit einer Auflösung von 320 x 320 Pixeln, einen Dual Core-Prozessor mit 1,5 GHz und einem GB RAM verfügen. Des Weiteren soll im Armband eine 4 MP-Kamera integriert sein, mit der sich 720p-Videos aufnehmen lassen. Außerdem gibt es einen Lautsprecher, der ebenso im Armband Platz findet. Darüber hinaus sind ein Beschleunigungssensor, diverse andere Sensoren, NFC und Bluetooth 4.0 LE an Bord der Smartwatch.

Samsungs Smartwatch bleibt weiterhin ein kleines Mysterium – zumindest, was das Design, die konkrete Funktionsweise und einige Spezifikationen anbelangt. Alle Informationen dazu und wie sie letztlich aussehe wird, werden wir am Mittwochabend im Zuge des Unpackes Events erfahren und brühwarm für euch zusammenfassen.

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Quelle(n): VentureBeat; GigaOm

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