Samsung Galaxy Gear: Lifestyle-Smartwatch im Hands-On-Video [IFA 2013]

Amir Tamannai 31

Dass Samsung einen Smartwatch im IFA-Gepäck hat war klar. Wie diese allerdings aussehen wird, darüber spekulierte die Medienlandschaft in den letzten Wochen zunehmend. Nun ist die Galaxy Gear offiziell — und hinsichtlich ihrer Optik ist sie ein kleines Fashion-Statement geworden. Die Spezifikationen hingegen bleiben etwas hinter den Erwartungen zurück. Wir haben das fesche Gadget für’s Handgelenk ausprobiert und stellen es euch im Hands-On-Video vor.

Samsung Galaxy Gear: Lifestyle-Smartwatch im Hands-On-Video [IFA 2013]

Noch am Montag versuchten uns die US-Kollegen von VentureBeat einen reichlich klobigen Prototypen der Samsung Galaxy Gear als finales Produkt unterzujubeln. Wir waren entsetzt — und wären noch entsetzter gewesen, hätte Samsung uns tatsächlich eine Smartwatch in diesem Design präsentiert. Glücklicherweise haben die Koreaner dann doch deutlich mehr Style-Verständnis, wie an der tatsächlichen Galaxy Gear sichtbar wird.

Sieht richtig gut aus, die smarte Armbanduhr von Samsung und ist nach unserem Verständnis tatsächlich das erste Gadget seiner Art, dass seinen Träger nicht auf den ersten Blick als Nerd oder Geek entlarvt. Und damit sich die Besitzer der Galaxy Gear beim zufälligen Aufeinandertreffen dann auch noch unterscheiden können, kommt die 36,8 x 56,6 x 11,1 mm messende und 74 Gramm wiegende Uhr in insgesamt sechs Farbvariationen in den Handel — die hören auf die klangvollen Namen Lime Green, Jet Black, Mocha Grey, Wild Orange, Rose Gold und — unser Favorit — Haferbrei Oatmeal Beige.

Neben Optik und Farbvielfalt zählen bei einer Smartwatch aber eben auch Funktionalität und verbaute Hardware; bei letzterem Punkt müssen aber zumindest im Vergleich zu den im Vorfeld spekulierten Spezifikationen ein paar Abstriche gemacht werden: Die Galaxy Gear kommt mit einem 800 MHz-Prozessor und lediglich 512 MB RAM, einem 1,63 Zoll großen Super AMOLED-Display mit Touch-Funktionalität der Auflösung von 320 x 320 Pixeln. Für Nutzerdaten, wie zum Beispiel Fotos und Videos, die mit der am Armband positionierten 1,9 MP-Kamera geschossen wurden, stehen 4 GB interner Speicher bereit. Verbindung mit dem Galaxy-Gerät — und bis auf Weiteres lässt sich die Gear tatsächlich nur mit Samsungs Galaxy-Devices koppeln — nimmt die Smartwatch über den Strom sparenden Bluetooth 4.0 LE-Standard auf.

In die Galaxy Gear integriert ist neben einem Mikrofon auch ein Lautsprecher — und zwar unten, an der metallenen Schnalle des Armbandes. So lassen sich nicht nur Sprachnachrichten aufzeichnen, sondern tatsächlich auf Anrufe über das gekoppelte Smartphone tätigen. Weitere Software-Features sind das Anzeigen eingehender Benachrichtigungen, das Steuern der Musikwiedergabe auf dem Smartphone sowie ein smartes Display, das bei entsprechender Armbewegung automatisch aktiviert wird. Zur Konfiguration kann neben dem auf der Gear vorhandenen Einstellungsmenü auch die Gear Manager genannte Companion-App genutzt werden, die auf dem Smartphone oder Phablet installiert wird.

Zum Verkaufsstart stehen laut Samsung rund 70 kompatible Apps für die Uhr bereit, darunter zum Beispiel Runtastic, Pocket oder Pinterest. Ob das SDK, das aktuell nur bestimmten Partner zur Verfügung steht irgendwann auch für alle Entwickler freigegeben wird, steht in den Sternen.

Die Samsung Galaxy Gear wird ab Ende September zu einem UVP von 299 Euro zu kaufen sein.

Die neuesten Infos und jede Menge frische Videos aus Berlin findet ihr auf unserer Sonderseite zur IFA 2013.

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