Die Schwächen

Kamal Nicholas 2

Natürlich gibt es auch an der Gear VR Kehrseiten. Während Videos und Filme, die eher statisch (als Person bleibt man an einer Stelle stehen) sehr angenehm zu betrachten sind, hatte ich bei Spielen mit viel Bewegung (z.B. Temple Run) innerhalb kürzester Zeit leichte Schwindelgefühle. Zwar war diese Erfahrung weniger anstrengend als mit der ersten Oculus Rift, dennoch merkte ich schnell, dass ich solche Spiele nicht lange spielen kann, ohne das mir dabei übel wird.

Brillen, die den Träger hermetisch von der Außenwelt abschließen (z.B. Taucher- oder Sonnenbrillen) haben meistens den Nachteil, dass sie beschlagen. Auch die Gear VR ist da leider nicht anders und so kommt es häufig vor, dass man durch benebelte Gläser blickt. Dann hilft nichts anderes, als die Brille kurz abzuziehen, um diese mit einem Mikrofasertuch zu reinigen, bis die Brille sich im Gesicht des Trägers akklimatisiert hat.

SAMSUNG CSC

Ebenfalls nachteilig für Brillenträger mit unterschiedlich schwachen Augen wie mich ist die Fokussierung. Mit dem Fokusrings auf der Oberseite der Gear VR lässt sich das Bild zwar scharf stellen, allerdings nur für beide Augen gleichzeitig. Für mich bedeutet dies einen Kompromiss einzugehen, sodass ich mit beiden Augen zumindest einigermaßen klar sehen kann. Meine Brille passt nicht unter das Gerät, eine Alternative wäre deshalb nur, Kontaktlinsen zu tragen. Klar, hierbei handelt es sich um einen ganz besonderen Fall, erwähnt werden sollte er aber dennoch.

Tja, und dann wäre da natürlich noch das Thema der Kompatibilität, denn wie bereits erwähnt, kann ausschließlich das Samsung Galaxy Note 4 mit der Gear VR verwendet werden. Zwar spielt das hochauflösende Display von Samsungs aktuellem Phablet-Flaggschiff eine wichtige Rolle, dennoch wäre es schön, wenn man auch andere Geräte einsetzen könnte.

Fazit

Die Gear VR ist auf jeden Fall ein tolles Spielzeug für alle, die Lust auf Virtual Reality haben. Auch wenn die Inhalte noch ausbaufähig sind, macht der Umgang mit der Brille viel Spaß. Klar ist allerdings auch, dass die ganze Sache nichts für den kleinen Geldbeutel ist, da neben der Gear VR für einen unverbindlichen Verkaufspreis von 199 Euro ja auch noch das Galaxy Note 4 mit einem UVP von 769 Euro (mittlerweile für knapp verfügbar) nötig ist. Wer zudem noch gerne etwas anspruchsvollere Spiele spielen möchte, wird nicht um den Kauf des Samsung Gamepad herumkommen, dessen Straßenpreis liegt bei knapp 40 Euro.

Zu den Kommentaren

Kommentare zu diesem Artikel

Weitere Themen

Neue Artikel von GIGA ANDROID

  • Google-Einstellungen: Standortverlauf deaktivieren – so geht’s

    Google-Einstellungen: Standortverlauf deaktivieren – so geht’s

    Üblicherweise zeichnet Google in Android den Standortverlauf auf und nutzt ihn für verschiedene Personalisierungen. Das kann praktisch sein, aber wenn ihr zum Beispiel Google Now gar nicht nutzt, solltet ihr den Google-Standortverlauf deaktivieren. GIGA zeigt euch, wie ihr ihn abschalten könnt.
    Marco Kratzenberg
  • Das können andere Messenger besser als WhatsApp

    Das können andere Messenger besser als WhatsApp

    Zwar ist WhatsApp der meistgenutzte Messenger der Welt, aber das bedeutet nicht, dass er auch der beste ist. In vielen Belangen ist die Konkurrenz dem Facebook-Monopolisten voraus. Das betrifft nicht nur die Sicherheit, sondern auch nützliche Features. GIGA zeigt euch, was ihr woanders kriegt und bei WhatsApp vermisst.
    Marco Kratzenberg
* Werbung