Samsung: Der Galaxy Gear-Smartwatch fehlt das gewisse Extra - Allerdings!

Steffen Pochanke

Am Rande des Galaxy Note 3/Galaxy Gear Launch-Events in Korea hat sich ein hochrangiger Samsung-Mitarbeiter ziemlich offen über die unternehmensinterne Meinung zur Samsung-Smartwatch geäußert. Das dürfte der Unternehmensleitung nicht gefallen.

Der Executive Vice President von Samsung Mobile, Lee Young-hee, bezeichnet die Galaxy Gear als ein „Wow-Produkt“, das man unbedingt haben müsse. Im Gegensatz dazu ist ein ungenannter hochrangiger Mitarbeiter des Unternehmens etwas kritischer in Bezug auf den Wow-Faktor des Gadgets:

We’ve acknowledged that our Gear lacks something special. With more investment for user interface and user experience, Samsung devices will be better in terms of customer satisfaction.

Der Gear fehle seiner Aussage nach das gewisse Extra in Bezug auf das Interface und die User Experience. Damit zukünftige Samsung-Gadgets in diesem Bereich besser punkten können, werde Samsung mehr Experten in diesem Bereich einstellen. Gleichzeitig dementierte man aber, dass bereits an einer Gear 2 gearbeitet werde.

Es ist natürlich absolut nachvollziehbar, dass der Vizepräsident eines Unternehmens das eigene Produkt nicht kritisiert, sondern ausschließlich lobt. Schließlich möchte man das Gerät auch verkaufen. Unternehmensintern sieht die Lage aber anscheinend etwas anders aus.

Must-Have oder nur ein Nice-to-Have?

Die Gear ist definitiv ein interessantes Gerät, aber kein Must-Have. Zwar bietet die Uhr viele praktische Features und direkt beim Marktstart eine große App-Auswahl, aber sie hat auch einige Negativpunkte. Vor allem die geringe Akkulaufzeit, das unter Sonneneinstrahlung schlecht lesbare AMOLED-Display und die massiv eingeschränkte Kompatibilität entlocken zumindest mir kein Wow.

Zum Start des Produkts, der sich auf Anfang Oktober verzögert, sind lediglich zwei Geräte kompatibel mit der Uhr: das Note 3 und das Note 10.1 (2014 Edition). Innerhalb des nächsten Monats soll die Kompatibilität mit dem Galaxy S4 folgen und Ende Dezember werden auch das Galaxy S3 und das Galaxy Note 2 zusammen mit der Gear nutzbar sein. Doch selbst dann sind es gerade einmal fünf Geräte, die mit dem knapp 300€ teuren Gadget kompatibel sind. Das macht die Gear meiner Meinung nach eher zu einem teuren Nischenprodukt, als zu einem Must-Have. Samsung hat also nicht nur beim Interface und der User Experience nachzubessern.

Quelle: Korea Times via AllAboutSamsung

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