Casio-Smartwatch für 2016 angekündigt

Kaan Gürayer 1

Was Smartwatches heute sind, waren digitale Armbanduhren gestern: ein kleiner Ausblick in die Technik der Zukunft. Oftmals wurden die futuristischen Zeitmesser mit allerhand Zusatzfunktionen ausgestattet und hatten Kalender, Pulsmesser oder sogar einen Taschenrechner mit Miniaturtasten an Bord. Den großen Durchbruch haben diese Handgelenkcomputer aber nie geschafft, was mit Sicherheit auch ihrem klobigen Design geschuldetet war. Ob es die Smartwatches von heute besser machen werden? Zumindest Casio, Vorreiter der Digitaluhren von gestern, ist dieser Meinung – und tüftelt bereits fleißig an einer eigenen Smartwatch. 

Casio-Smartwatch für 2016 angekündigt

Der japanische Hersteller, der neben Uhren auch und vor allem für Taschenrechner bekannt ist, möchte seine erste „echte“ Smartwatch Ende März 2016 in Japan und den USA auf den Markt bringen. Das berichtet das Wallstreet Journal und beruft sich dabei auf Kazuhiro Kashio, dem neuen Präsidenten Casios. Informationen über einen europäischen Marktstart gibt es hingegen noch nicht. Laut Casio wolle das Unternehmen aber einen anderen Weg als bisherige Smartwatch-Hersteller wie etwa LG, Samsung oder Apple einschlagen. Die Konkurrenz würde Casio zufolge versuchen, aus einem smarten Wearable eine Uhr zu machen – Casios Smartwatch sei hingegen zuallererst eine Uhr, die versuche, intelligent zu sein.

Bereits seit vier Jahren entwickeln die Japaner ihre erste Smartwatch – der neue Präsident Kazuhiro Kashio beaufsichtigte das Team sogar höchstpersönlich und hat im Laufe der Entwicklung mehrere Prototypen abgesägt, die offenbar nicht seinen hohen Anforderungen entsprachen. Dazu gehörte auch das Mustermodell einer übermäßig sperrigen Smartwatch mit Telefonfunktion. „Wir versuchen, unsere Smartwatch auf ein neues Level der Uhrenperfektion zu bringen: eine Uhr, die nicht so schnell kaputtgeht, einfach anzulegen ist und sich am Handgelenk gut anfühlt“, so Kashio. Die G-Shock GB-6900AA des Herstellers besitzt bereits einige Smartwatch-Funktionalitäten und synchronisiert beispielsweise den Terminkalender oder zeigt angehende Anrufe und E-Mails an.

Zielgruppe für die Smartwatch seien in erster Linie Männer, die die Uhr beim Sport und in der Freizeit tragen –  dies spiegele sich entsprechend in Design und Funktionsumfang wieder. Über den Preis habe man bei Casio noch keine finale Entscheidung getroffen, allerdings solle die Smartwatch erschwinglich sein. Der Preisrahmen sei ähnlich der Sport Edition der Apple Watch, die hierzulande bei 399 Euro beginnt.

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Welche Software nutzt Casios neue Smartwatch?

Noch kein Wort hat Casio zur Software verloren, die auf der neuen Smartwatch des Unternehmens laufen soll. Am naheliegendsten wäre natürlich Android Wear, da sich Casio damit die Entwicklung einer proprietären Lösung sparen und sich voll und ganz auf Aussehen und Funktionen der smarten Uhr konzentrieren könnte. Zudem gibt es für Android Wear mittlerweile tausende Apps, um die Smartwatch mit neuen Features auszurüsten. Andererseits erlaubt Googles Wearable-OS, von integrierten Watchfaces mal abgesehen, kaum Anpassungsmöglichkeiten für Hersteller, um sich am Markt zu diversifizieren. Ebenso mangelt es bei Android Wear an einer offiziellen Unterstützung für iOS.

Laut Präsident Kazuhiro Kashio sei übrigens nicht damit zu rechnen, dass die Smartwatch auf anhieb ein Verkaufshit wird. Casios Strategie sei eher auf längerfristiges Wachstum angelegt.

Quelle: Wallstreet Journal   Hinweis: Das Artikelbild zeigt die Casio DBC-611E-1EF

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