Sonnet Echo ExpressCard/34 Thunderbolt Adapter: Testbericht

Sven Kaulfuss 14

FireWire 800 oder eSATA am aktuellen MacBook Air? Mit dem Sonnet Echo ExpressCard/34 Thunderbolt Adapter ist dies fortan kein Ding der Unmöglichkeit mehr, sondern wird Realität. In unserem Test konnten wir uns hiervon eindrucksvoll überzeugen.

Sonnet Echo ExpressCard/34 Thunderbolt Adapter: Testbericht

Schnittstellenvielfalt: FireWire 800, eSATA…

Das Potential von Thunderbolt ist in der Theorie schier grenzenlos, schließlich ist Apples (Intels) neue Schnittstelle nicht nur unglaublich schnell (bis zu 10 GBit/s), sondern versteht sich als eine Art „nach außen gelegter PCI-Express-Bus“. Denkbar sind demnach Adapter und Docks, die hiervon profitieren und weitere Schnittstellen-Standards adaptieren. Bisher machte in der Praxis aber nur das Apple-eigene Thunderbolt Display hiervon Gebrauch – wer möchte, schließt an diesem zum Beispiel weitere FireWire- und USB-Peripherie an. Die eigentliche Verbindung zum Rechner erfolgt dabei stets über Thunderbolt. So erhält auch ein MacBook Air Zugang zu weiteren Anschlüssen, die ihm sonst vorenthalten sind.

GIGA Mac Tech Folge 3.

Sonnet Echo ExpressCard/34 Thunderbolt Adapter in der aktuellen dritten Folge von GIGA Mac Tech.

Drittanbieter hielten sich mit adäquaten Lösungen diesbezüglich leider noch zurück. Belkin kündigte zwar schon ein „Tunderbolt Express Dock“ an (unterstützt ferner Gigabit LAN, USB 2.0, FireWire 800 und HDMI), lieferbar ist das gute Stück Technik aber nicht vor Ende Juli diesen Jahres.

Schon verfügbar dagegen ist der . Der kleine Kasten im Aluminium-Finish beherbergt einen ExpressCard/34-Slot und wird per Thunderbolt mit dem Mac verbunden. Entsprechende Karten wurden bisher ausschließlich von Nutzern des MacBook Pro verwendet, da nur diese Rechnerserie (derzeit nur noch das 17-Zoll-Modell) einen ExpressCard/34-Slot bot. Mit dem Adapter können nun alle Rechner mit Thunderbolt (aktuelles MacBook Pro, MacBook Air und aktueller Mac mini und iMac) passende Karten verwenden.

Laut Hersteller werden eine Vielzahl eigener, aber auch einige Fremdfabrikate unterstützt. Hierunter fallen Karten mit eSATA-, FireWire-800- und USB-Anschlüssen. Ferner werden SD-Card-Adapter und spezielle Interface-Lösungen (AJA io Express, RME Hammerfall DSP Multiface II) und sogar PCI-Express-Boxen wie die Modelle von Magma unterstützt. Mit diesen ist es dann sogar möglich, „normale“ PCI-Express-Karten an Macs ohne Kartenslots einzusetzen – quasi wird hiermit das MacBook (respektive der iMac und Mac mini) zum kleinen Mac Pro.

Klingt bisher in der Theorie sehr überzeugend. Doch gibt es auch handfeste Nachteile des Sonnet Echo ExpressCard/34 Thunderbolt Adapter? Zu bemängeln ist zunächst das nicht mitgelieferte, aber notwendige Kabel. Apple als einziger Anbieter einer solchen Strippe veranschlagt hierfür „günstige“ 50 Euro. Der Adapter selbst will mit circa 150 Euro bezahlt sein.

Weiterer Nachteil: Da der Adapter nur einen einzigen Thunderbolt-Anschluss bietet, sollte dieser bei Verwendung mit weiterer Thunderbolt-Peripherie ans Ende einer entsprechenden Kette angeschlossen werden. Dumm nur, wenn man hierbei nur einen einzigen Thunderbolt-Port am Rechner besitzt und beispielsweise noch gleichzeitig ein VGA/DVI/HDMI-Display mittels Mini DisplayPort ans MacBook anschließen möchte – dies funktioniert dann eben nicht!

Praxiseinsatz: Schnelle Festplatten ans MacBook Air

Für unseren Praxistest entschieden wir uns für den Anschluss einer mittels eSATA ans aktuelle MacBook Air. Neben dem Sonnet Echo ExpressCard/34 Thunderbolt Adapter bedarf es noch einer passenden ExpressCard/34 – die Wahl fiel auf die (circa 50 Euro), ebenfalls von Sonnet. Diese (kleine) Version der Karte bietet einen maximalen Datendurchsatz von bis zu 3 GBit/s und ist leider nicht bootfähig. Die schnellere Variante mit bis zu 6 GBit/s beherrscht dies jedoch – Vorrausetzung ein MacBook Pro (Early 2011). Ob dies auch mit dem Thunderbolt-Adapter funktionieren würde, konnten wir mangels Karte leider nicht testen.

Bevor wir die Geräte miteinander verbinden, muss zunächst der Treiber der Tempo SATA Edge installiert werden. Dieser arbeitet auch problemlos mit (Mac) OS X 10.7 Lion zusammen.

Nachdem wir alles korrekt verkabelt haben, wird die Festplatte anstandslos erkannt. Apropos: Ein separates Netzteil für den Betrieb benötigt der Thunderbolt-Adapter nicht, die große 3,5-Zoll-Festplatte aber sehr wohl. Welcher Geschwindigkeitsvorteil bietet sich nun mit eSATA? Siehe zweite Seite dieses Artikels:

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