SunnyBAG Solar-Rucksack: Sonnenwende in der Akku-Krise

Flavio Trillo 7

Smartphone oder Tablet unterwegs mit Sonnenenergie aufladen? Gute Idee! Noch besser, wenn die Solarpanels direkt in einen Rucksack integriert sind. Das Konzept des SunnyBAG Explorer klingt gut. Aber taugt es als mobile Ladestation?

SunnyBAG Solar-Rucksack: Sonnenwende in der Akku-Krise

Nach wie vor ist das Problem zu kleiner Akkus bei Smartphones und Tablets nicht zufriedenstellend gelöst. Wer länger surfen oder arbeiten möchte, muss externe Akkus einpacken. Und die werden immer schwerer, je mehr Saft sie liefern.

SunnyBAG Explorer: Ein Rucksack, sie alle zu laden

Viel angenehmer ist da ein Rucksack, bei dem die Ladestation gleich integriert ist. Die Solarpanele im SunnyBAG Explorer aus Österreich fallen kaum ins Gewicht. Auch das USB-Anschlussteil ist alles andere als schwer. Dank universeller Schnittstelle kann der Explorer so gut wie jedes mobile Gerät mit Sonnenenergie versorgen.

Mit 25 Litern Volumen ist er zwar nicht riesig, hat aber genug Platz für einiges an mobilen Geräten, Kabeln, Büchern, Zubehör, etc. Die gepolsterte Laptop-Tasche hält mobile Computer mit bis zu 15 Zoll Bildschirmdiagonale. Die Reißverschlüsse sind stabil und auch das Außenmaterial macht einen robusten Eindruck. Er trägt sich zwar recht bequem, Brust- und Bauchgurte zur weiteren Stabilisierung fehlen aber.

Sehr praktisch: Das Solarpanel inklusive Ladekabel kann komplett vom Rucksack getrennt werden. Mit Karabinern befestigt ihr die Solar-Einheit problemlos an anderen Taschen oder zum Beispiel außen am Zelt. Die integrierte Regenhülle schützt, wenn die Sonne mal eine Auszeit nimmt.

Ein treuer Begleiter, nicht nur wenn die Sonne scheint

Scheint sie fleißig, sind iPhone, iPad, Kameras oder andere Tablets oder Smartphones kein Problem. Besonders wenn man sich den ganzen Tag über viel draußen aufhält, ohne Zugriff auf andere Stromquellen, kann der SunnyBAG die nötige Energie für wichtige Anrufe oder die Routenplanung zum nächsten Wanderziel liefern.

Hier in Las Vegas hilft er uns gerade dabei, unterwegs rund um die CES niemals ohne Wifi-Hotspot dazustehen. Dessen Akku streicht nämlich wegen der ständigen 4G-Verbindung recht schnell die Segel. Auch das iPhone wird am Rucksack geladen. Abends oder drinnen übernimmt dann ein externes Akkupack (derzeit der tizi Kraftprotz) den Dienst.

Eierlegende Wollmilchsau? Nein, aber gut genug!

Aber es ist nicht alles eitel Sonnenschein (Ha!). Bei hungrigeren Abnehmern muss man schon einmal etwas längere Ladezeiten in Kauf nehmen . Außerdem genügt das reflektierte Sonnenlicht im Schatten oder Halbschatten häufig nicht und das Aufladen geht natürlich nicht so schnell von statten wie am heimischen Netzteil.

Mit der Sonne im Rücken beginnt mein iPhone aber sofort zu laden und auch beim harten Surf-Einsatz bricht der Ladevorgang nicht ab. Am effizientesten arbeiten die Panels natürlich, wenn sie möglichst senkrecht zur Sonneneinstrahlung stehen.

SunnyBAG Explorer: Fazit

Der SunnyBAG Explorer ist mit nicht der günstigste Rucksack. Die Solarladefunktion ist aber sehr nett und auf längeren Wanderungen oder im Großstadtdschungel kann so eine portable Energiequelle sehr praktisch sein — entsprechendes Wetter vorausgesetzt. Für schwerere Ladungen oder längere Treks könnten zusätzliche Tragegurte für Brust und Bauch den Komfort noch verbessern.

Falls Rucksäcke nichts für euch sind: Der österreichische Hersteller hat auch noch ein paar andere Modelle im Programm, Messenger Bags und mehr — ebenfalls mit Solarpanels.

Nachtrag: Der SunnyBAG Explorer funktioniert übrigens nicht nur in der Wüste Nevadas. Auch der bewölkte Berliner Himmel genügt, um ein angeschlossenes iPhone 5c mit Energie zu versorgen. Einen besonders rasanten Ladevorgang sollte man hier jedoch nicht erwarten.

Zu den Kommentaren

Kommentare zu diesem Artikel

* Werbung