Tile Mate im Test: Dieses Tile findet den Koffer auch ohne GPS

Sebastian Trepesch

Es gibt fast nichts Langweiligeres als einen Schlüsselanhänger. Wie raffiniert so ein kleines Produkt aber sein kann, wie viel Ideen darin stecken können, das zeigt der Tile Mate. Wir haben die neue Version des Schlüsselanhängers getestet, die eine wichtige Neuerung bringt.

Tile Mate im Test: Dieses Tile findet den Koffer auch ohne GPS
Bildquelle: GIGA.

Was ist Tile und was macht ihn so besonders? Tile Mate und Tile Pro sind kleine Anhänger für den Schlüsselbund, für den Koffer und als flache Slim-Version für den Geldbeutel. Es gibt sogar eine Fahrradhalterung, womit man ihn unter dem Sattel installieren kann. Über Bluetooth funkt er zu einer Smartphone-App für Android oder iOS.

Das Raffinierte: Man kann einen Tile als verloren melden. Kommt irgendein Nutzer der App in die Reichweite des Tile, wird der Standort an den Besitzer gemeldet. Zudem bekommt man den letzten Standort angezeigt, an dem der Anhänger mit dem Smartphone verbunden war.

Tile Mate im Test: Unser Fazit

Klar – wer in der Wüste den Schlüsselbund verliert, wird ihn selbst über den Tile nicht finden. In der Großstadt kann man erfolgreich sein – in Berlin zum Beispiel sollen über 1.700 Tile-Nutzer unterwegs sein. Auch wenn uns ein „verlorener“ Tile nicht innerhalb eines Tages gemeldet wurde: Das System ist eine gute Idee als Alternative weniger praktikabler und energiehungriger GPS- und Sim-Karten-Lösungen.

Man muss sich aber klar sein: Im Alltag profitiert man vor allem davon, dass man im Haushalt über das Smartphone den Schlüsselbund per Klingelsignal finden kann. Und umgekehrt: Per Knopfdruck auf den Tile klingelt das Handy.

Tile Mate: Wertung

  • Hardware: 80 Prozent
  • App & Dienst: 70 Prozent

Gesamtwertung: 75 Prozent

Tile Mate kostet laut Hersteller 24,99 Euro, aktuell . Tipp: Der robustere und lautere Tile Pro ist aktuell von 34,99 Euro .

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Tile Mate im Test: Das hat uns gut gefallen

  • Die wichtigste Änderung des neuen Tile Mate: Die Batterie ist nun wechselbar. Zwar hat der Vorgänger bei mir weit länger als das versprochene Jahr gehalten. Dank fest verbauter Batterie wurde er nun aber Elektroschrott. Das ist beim neuen Mate und Pro eben nicht mehr der Fall. (Den flachen Tile Slim gibt es weiterhin nur mit fest verbauter Batterie.)
  • Tile Mate ist leicht (7 Gramm) und mit 35 x 35 x 6,2 Millimetern recht kompakt.
  • Vom Smartphone aus kann man den Schlüsselbund mit Tile anklingeln, vom Schlüsselbund das Smartphone. Sind das gesuchte Gerät in Bluetooth-Reichweite, findet man es garantiert.
  • Die Lautstärke ist hoch genug. Die Melodien lassen sich für jeden Tile einzeln anpassen.
  • Die App ist im Großen und Ganzen übersichtlich und informativ. Logischer Weise möchte sie aber sich im Hintergrund aktualisieren dürfen (siehe folgend).

Das hat uns am Tile Mate nicht so gut gefallen

  • Schöner wäre es, wenn in der App die wichtigen Informationen – also die einzelnen Tiles – ganz oben gelistet wären.
  • Die App wirkt sich spürbar auf die Akkulaufzeit des Smartphones aus (wir verwendeten ein iPhone 7). Abhilfe kann man schaffen, indem man den Zugriff auf die Ortungsdaten nur bei Verwendung der App erlaubt oder die Hintergrundaktivität komplett untersagt. Dadurch gehen aber manche Funktionen verloren.
  • Die Community ist zwar groß, aber lange nicht groß genug, um einen verlorenen Tile (fast) überall wiederfinden zu können.
  • Um den Standortverlauf einsehen zu können, muss man ein Abo abschließen. (Immerhin ist hier der Batteriewechsel mit enthalten.)
  • Ob der Kunststoff monatelang die Belastung am Schlüsselbund überlebt, dessen sind wir uns noch nicht sicher. An „anspruchsvollen“ Einsatzorten ist wohl doch das Pro-Modell die bessere Wahl (siehe unten).

Das sollte man außerdem wissen

  • Die Bluetooth-Reichweite des Mate beträgt 45 Meter. Der Tile Pro funkt dagegen 90 Meter und tönt lauter. Letzterer wird folglich leichter gefunden.
  • Wir hatten den Vorgänger des aktuellen Tile Pro (mit wechselbarer Batterie) lange in Verwendung. Er ist deutlich robuster als der Mate. Die , die wir nicht im Test hatten, hätte vermutlich eine noch bessere Hardware-Wertung als der Mate bekommen.

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