Urbanears Plattan ADV Wireless im Test: Kabellos und stylisch

Kamal Nicholas 3

Mit dem Plattan ADV Wireless liefert Kopfhörerhersteller Urbanears seinen ersten kabellosen On-Ear-Kopfhörer. Wir haben uns das Headphone im Test näher angesehen und ausprobiert.

Urbanears Plattan ADV Wireless im Test: Kabellos und stylisch

Kopfhörer sind schon eine tolle Sache. Schnell ist man zumindest akustisch aus seinem Umfeld verschwunden und kann sich in seine eigene kleine Welt zurück ziehen. Gerade in einer Großstadt wie Berlin ist das nicht selten eine sehr angenehme Möglichkeit, ein wenig abzuschalten. Störend ist dabei aber oftmals die Verbindung zwischen dem Kopfhörer und dem Smartphone, von dem die Musik abgespielt wird. Sprich: das Kabel. Gerade in den kälteren Jahreszeiten (die ja nun zum Glück quasi vorbei sind) nervt das Verkabeln unter zahlreichen Klamottenlagen doch sehr. Muss man das Telefon aus der Tasche holen, wird es doch schnell etwas komplizierter. Doch es gibt mittlerweile einige Alternativen, die ganz ohne störende Kabel auskommen. Auf diesen Zug springt nun auch Hersteller Urbanears auf – sein erstes entsprechendes Modell hört dabei auf den Namen Plattan ADV Wireless.

Jetzt Urbanears Plattan auf Amazon *

Urbanears Plattan ADV Wireless: Design

SAMSUNG CSC

Wer die Plattan-Serie von Urbanears kennt, wird auch den ADV Wireless sofort erkennen. Dies liegt daran, dass der Kopfhörer eigentlich genauso aussieht, wie der ADV (den wir übrigens auch schon getestet haben), allerdings fehlt eben besagtes Kabel.

Wie immer bei Urbanears ist das Design minimalistisch gehalten, auch der ADV Wireless kommt Ton-in-Ton, nicht ein Detail ist in einem anderen Farbton zu finden. Ebenfalls auffällig ist, dass es keinen prägnanten Hinweis auf den Hersteller gibt, bis auf eine kleine Lasche am abnehmbaren Kopfhörerbezug. Ok, die hat eine andere Farbe (schwarz) aber wir wollen mal nicht so sein. Understatement pur also.

Am unteren Teil der rechten Ohrmuschel befindet sich zum einen der Anschluss für das microUSB-Kabel, um den Kopfhörer aufzuladen, daneben sitzt der Power-Knopf, der zusätzlich für die Verbindung via Bluetooth sorgt, indem man diesen etwa 3-4 Sekunden lang gedrückt hält. Bleiben wir noch bei der rechten Ohrmuschel: Dort sitzt sich am oberen Teil eine kleine LED-Leuchte, die über den Ladezustand des integrierten Akkus und über die Bluetooth-Verbindung informiert.

Wie auch der verkabelte ADV besteht der ADV Wireless aus Kunststoff, der Bezug aus waschbarem Stoff (bei 30° C), die Ohrpolster sind aus Kunstleder gefertigt. Auch hier gibt es also keine Überraschungen. Warum auch, der Plattan ADV wurde ja erst im September des vergangenen Jahres vorgestellt und mit dem Design scheint der Hersteller offenbar zufrieden zu sein .

Ein Kabel zur Verbindung mit einem Musik abspielenden Medium ist wie erwähnt nicht notwendig, dennoch finden sich im ADV Wireless gleich zwei Anschlüsse für die Verbindung mit einem 3,5 Millimeter-Klinkenstecker. Warum zwei? Natürlich damit der/die Kopfhörerträger/in sich entscheiden kann, auf welcher Seite er/sie das Kabel haben möchte. Noch besser aber: Dank der beiden Anschlüsse können zwei Plattan/Plattan ADV/Plattan ADV Wireless miteinander gekoppelt werden, sodass zwei Leute Musik von nur einer gemeinsamen Klangquelle hören können. Diese Funktion nennt Urbanears „Zoundplug“. Ja, mit „Z“.

Der ADV Wireless ist leicht, verfügt über die gleichen 3D-Gelenke an den Ohrmuscheln wie sein verkabelter Bruder und lässt sich auf diese Weise einfach für den Transport zusammenklappen.

Urbanears Plattan ADV Wireless: Der Klang

Nicht nur praktisch und schön anzusehen sein soll so ein Kopfhörer, natürlich soll er auch gut klingen. Hier darf man nun nicht allzu viel erwarten. Das soll nicht heißen, dass der ADV Wireless schlecht klingen würde, ganz im Gegenteil. Doch natürlich handelt es sich hier um ein Consumer-Produkt aus dem preislichen unteren Mittelsegment, das vor allem als Lifestyle-Accessoire anzusehen ist. Alles in allem wirkt der Klang etwas gedämpft und leicht muffig, in Sachen Frequenzbereich spielt der Bass ziemlich gut mit, von den Mitten und Höhen könnte man allerdings etwas mehr zu hören bekommen, damit der Klang sich „öffnet“. So geraten Klangdetails vielschichtiger Lieder etwas in den Hintergrund. In Anbetracht seines Preises von circa 80 Euro ist der Klang aber akzeptabel und macht bei diversen Musikstilen eine gute Figur.

Wie auch schon bei der verkabelten Version sorgt der feste Sitz dafür, dass Außengeräusche gut abgeschirmt werden, die Musik selbst ist auch bei höherer Lautstärke zur Freude der sich im Umfeld befindenden Personen kaum zu vernehmen.

Auf Seite 2 geht es weiter mit dem Tragekomfort, den Features und meinem Fazit

Zu den Kommentaren

Kommentare zu diesem Artikel

Weitere Themen

Neue Artikel von GIGA ANDROID

* Werbung