Bevor überhaupt die Produktion begonnen hat, erregte Kult-Regisseur Quentin Tarantino mit seinem neuen (möglichen) Projekt, „The Hateful Eight“ große Aufmerksamkeit, als das Drehbuch unberechtigt im Internet auftauchte. Tarantino tobte und verklagte, doch eine Umsetzung des Stoffes ist nun doch Realität geworden.

Kinostart von „The Hateful Eight“

Deutschland: 28. Januar 2016 

USA: 25. 12.2015

Trailer zu „The Hateful Eight“

The Hateful Eight - Trailer#2
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Story zu „The Hateful Eight“

Der Film handelt von einer bunt zusammengewürfelten Gruppe, die mit der Postkutsche reisen. Ein Blizzard zwingt sie jedoch, in einer Bar Unterschlupf zu suchen. Die Gruppe besteht aus zwei Kopfgeldjägern (Samuel L. Jackson und Kurt Russell), einem General der Konföderierten (Bruce Dern), einem Cowboy (Michael Madsen), einem Engländer (Tim Roth?), einem Soldaten (Walton Goggins) und einer Gefangenen (Amber Tamblyn).

Kritik zu „The Hateful Eight“

Hier geht es zu unserer ausführlichen Kritik zu The Hateful Eight

Infos zu „The Hateful Eight“

Regie: Quentin Tarantino

Drehbuch: Quentin Tarantino

Darsteller:

Fünf Fakten zu „The Hateful Eight“, um mitreden zu können

  • Quentin Tarantino liebt ausgefallene Filmtechnik. So wird er „The Hateful Eight“ auf 70mm Leinwandrollen bannen. Der letzte Film, der mit dieser Technik gedreht wurde, war „Khartoum – Aufstand am Nil“ von 1966.
  • Wenn man Vol. 1 und Vol. 2 nicht als Wörter zählt, dann ist „The Hateful Eight“ der erste Tarantino-Streifen, der mehr als zwei Wörter im Titel enthält. Natürlich nur in Bezug auf die Originaltitel.
  • Einige Schauspielgrößen wurden mit dem Projekt in Verbindung gebracht: So sollten Viggo MortensenChristoph Waltz und Jennifer Lawrence für Rollen im Gespräch gewesen sein.
  • Kurt Russell und Jennifer Jason Leigh spielten bereits gemeinsam in „Backdraft“.
  • Obwohl viele Menschen an das Drehbuch zum Film gelangten und es auch gelesen hatten, bestärkten diese Leserstimmen Tarantino in seinem Vorhaben, das Projekt doch umzusetzen, da sie das Drehbuch für toll befanden.

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Updates zu „The Hateful Eight“

April 2014: Quentin Tarantino hält Vorlesung zu „The Hateful Eight“ und bestätigt Arbeiten an neuen Entwurf

Am Osterwochenende veranstaltete Quentin Tarantino in Los Angeles eine Vorlesung zu „The Hateful Eight“, bei welchem einige seiner Kollaborateure (wie etwa Samuel L. Jackson und Tim Roth) aus dem Drehbuch einige Passagen vortrugen. Die Veranstaltung, die Fans um die 200 Dollar kostete, begeisterte die Zuschauer. Dabei äußerte sich der Regisseur persönlich zu seinem Werk und gab ein überaus interessantes Detail preis: „Ich arbeite an einer zweiten Version und werde auch eine dritte Version schreiben, aber wir lesen aus der ersten Version.“ Tarantino arbeitet also tatsächlich fleißig an dem Skript und könnte damit wohl „The Hateful Eight“ als nächstes Projekt umsetzen. Bleibt zu hoffen, dass der ganze Trubel im Vorfeld dem Film nicht schaden wird.

Februar 2014: Nimmt Quentin Tarantino die Arbeit an „The Hateful Eight“ nun doch wieder auf?

Die Twitter-Nachrichten überschlugen sich, als Jeff Sneider, Autor bei The Wrap, verkündete, dass Quentin Tarantino nun doch wieder an „The Hateful Eight“ arbeite. Derzeit will der Regisseur wohl das Drehbuch überarbeiten. Die Nachricht wurde von offizieller Seite bisher nicht bestätigt. Sneider beruft sich auf eine Quelle, die ihm diese Neuigkeit zugetragen hat, handelt es aber noch als Gerücht (via Indiewire).

  28. Januar 2014: Quentin Tarantino verklagt Internetseite wegen Veröffentlichung des Drehbuchs zu „The Hateful Eight“

Es kam, wie es kommen musste: Quentin Tarantino geht vor Gericht. Er erhebt Anklage gegen die Betreiber der Internetseite Gawker, die das Drehbuch zu seinem nächsten Film „The Hateful Eight“ frei zugänglich gemacht haben. Das Anwaltsbüro von Tarantino gab folgendes bekannt (via The Hollywood Reporter): „Es war für Gawker Media weder berichtenswert noch journalistisch, dass sie die Urheberrechtsverletzung an Tarantinos Skript erleichtert und gefördert haben und ihr Verhalten wird die Website vor der Haftung für ihre rechtswidrige Tätigkeit nicht schützen.“ Die Betreiber der Website gaben diesbezüglich ihr eigenes Statement ab und dementieren eine direkte Beteiligung. Man habe nur in einer Nachricht darüber berichtet, dass diverse Internetportale das Drehbuch zugänglich gemacht hatten und nicht direkt den Download angeboten. Die Berichterstattung von Informationen aus der Medienwelt sei immerhin Grund für die Existenz von Gawker. Zudem habe Tarantino die Veröffentlichung des Skripts erst zu einer brandheißen News gemacht, indem er sich öffentlich darüber ärgerte. Die Fronten sind auf beiden Seiten erhärtet.

24. Januar 2014: Quentin Tarantino legt „The Hateful Eight“ auf Eis

Die Bombe ist geplatzt und Quentin Tarantino tobt: Erst im  November 2013 zeigte er sich bei Jay Leno noch voller Begeisterung für seinen neuen Film – ein Western mit dem Titel „The Hateful Eight“ – und nun ist alles aus. Das Drehbuch, welches er jüngst fertiggestellt hatte und lediglich sechs Personen zugänglich gemacht wurde, hat seinen Weg ins Internet gefunden und ist seitdem dort auch zu finden. Tarantino reagierte prompt und erklärte, dass er das Projekt auf Eis legen und zumindest die nächsten fünf Jahre nicht anrühren werde. Gegenüber Deadline äußerte sich der Regisseur zur Enthüllung: „Ich bin wirklich, wirklich deprimiert. Die erste Version des Skripts war fertig und ich wollte den Film im Winter 2015 drehen. Ich habe es drei Schauspielern gegeben: Michael Madsen, Bruce Dern und Tim Roth. Ich weiß, dass Tim Roth es nicht weitergegeben hat. Einer der anderen beiden hat es seinem Agenten gegeben und dieser Agent hat es an ganz Hollywood weitergeleitet. Ich weiß ja nicht, wie diese verdammten Agenten arbeiten, aber diesen Film werde ich nicht mehr als nächstes machen. Ich werde das Skript veröffentlichen und das war es erstmal.“ Das Skript als Buch zu veröffentlichen und daraus zumindest einen Roman zu schaffen, wurde ebenfalls sabotiert: Die Seite Gawker stellte über einen Download das Drehbuch frei zur Verfügung. Dadurch sind Details zu „The Hateful Eight“ ans Tageslicht gedrungen: Wie The Wrap berichtet, soll es sich bei dem Film um einen blutigen Western handeln, der eine Gruppe von Kopfgeldjägern in den Mittelpunkt der Handlung rückt. Dabei soll es lediglich zwei Handlungsorte geben: eine Warengeschäft und eine Postkutsche. Zudem hatte Tarantino geplant, den Film auf 70mm-Film zu drehen, was heutzutage eigentlich nicht mehr üblich ist.

November 2013: Quentin Tarantinos neuestes Projekt ist ebenfalls ein Western

Quentin Tarantinos Auftritt in der Tonight Show bei Jay Leno sorgte für Begeisterung bei seinen Fans, denn der Regisseur stellte ein neues Projekt in Aussicht. So zeigte sich der Kult-Regisseur („Pulp Fiction“, „Kill Bill Vol. 1“) nach seinem erfolgreichen Film „Django Unchained“ begeistert vom Genre des Western. Damit steht außer Frage, dass es für Tarantino wieder in den Wilden Westen gehen wird. Dass es sich dabei aber nicht um eine einfache Fortsetzung von „Djano Unchained“ handeln wird, stellt der Kult-Regisseur auch gleich klar: „The Hateful Eight“ soll der Titel des Werkes sein und Christoph Waltz und Bruce Dern als Darsteller aufweisen, so Tarantino (via Hollywood Reporter). Derzeit arbeitet Tarantino noch am Skript, welches er aller Voraussicht nach Anfang 2014 fertigstellen wird.

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