Vikings: Staffel 6 kommt mit 20 neuen Folgen - Drehstart diesen Herbst!

Kristina Kielblock

Noch vor der Premiere der fünften Staffel Vikings hat History Channel bestätigt, was Fans schon lange hofften, wenn sie den Aussagen von Showrunner Michael Hirst vertraut haben: Eine sechste Staffel ist jetzt offiziell und es werden wieder 20 Folgen produziert. 

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Vikings Staffel 5: Offizieller Teaser-Trailer History Channel

Sechste Staffel Vikings kommt mit großer Enthüllung

Wie nun bekannt wurde, hat History Channel der sechsten Staffel offiziell grünes Licht gegeben. Die Dreharbeiten sollen Herbst 2017 in Irland beginnen und eine kleine Überraschung ist, dass Katheryn Winnick, die Darstellerin der Schildmaid Lagertha seit der ersten Folge, ihr Regiedebüt in der sechsten Staffel geben wird und eine der neuen Folgen inszeniert. Inhaltlich hat Showrunner Hirst noch keine Informationen an die Öffentlichkeit gegeben, aber wer seine Äußerungen in den letzten Jahren verfolgt hat, weiß, dass es schon länger einen Plan gibt, wo die Reise hingehen soll. In diesem Zusammenhang hat der Schöpfer der Serie auch schon mit ihrem natürlichen Tod nach der sechsten Season gedroht. Verraten hat er bisher nur, dass die Zuschauer in der übernächsten Staffel mit einer großen und unerwarteten Enthüllung zu rechnen haben.

Vikings: 6 echte Wikinger-Anführer, die ihr unbedingt kennen solltet

Vom späten 8. Jahrhundert bis ins 11. Jahrhundert waren die Nordmänner mit ihren kraftvollen und mutigen Anführern auf abenteuerlichen Entdeckungs- und Raubtouren. Dabei stand der Ausdruck Wikinger nicht für eine nationale Zugehörigkeit, sondern bezeichnete einen Lebensstil bzw. ein Berufsbild, sodass sich auf den Booten auch slavische oder irische Wikinger befanden. Sie alle ordneten sich einem Oberhaupt unter, das aber immer wieder von seiner Mannschaft in der Autorität bestätigt werden musste.

1. Der erste Herrscher über die Normandie: Rollo

In der Serie Vikings ist Rollo der Bruder von Ragnar – hier wurde zu Gunsten der Dramaturgie auf historische Wahrheit verzichtet. Rollo war entweder Däne oder Norweger und er begann seine Raubzüge im neunten Jahrhundert. Nach dem Vertrag von St. Claire-sur-Epte bekam er von König Charles ein Stück Land – die heutige Normandie (Land der Nordmänner) – damit er im Gegenzug bei der Verteidigung gegen weitere Wikingerüberfälle zu Hilfe kam. Rollo konnte später das ursprüngliche Gebiet noch erweitern und nach seinem Tod ca. 928 wurde sein Sohn William Langschwert sein Nachfolger. 1066 konnte ein weiterer seiner Nachfahren, William, der Eroberer, eine sehr erfolgreiche Invasion auf England leiten und blieb König von England bis 1087.

2. Der Christen-Macher: Olaf Tryggvason

Er war der Enkel von Harald Schönhaar und der erste König, der Norwegen vereinigte. Vermutlich im Jahre 968 geboren und in Russland aufgewachsen, nachdem sein Vater starb, führte er eine siegreiche Invasion auf England an. Die Engländer zahlten eine hohe Summe, um sich von weiteren Angriffen freizukaufen – solche Zahlungen wurden als Danegeld bezeichnet. Aber schon im Jahre 994 schien dieses Geld bereits ausgegangen zu sein und Olaf startete gemeinsam mit seinem Verbündeten Sven Gabelbart – König von Dänemark – einen weiteren Raubzug auf England, wobei er erneut eine hohe Summe Danegeld einstreichen konnte. Im Jahr darauf nutzte Olaf seine Beute für den Einmarsch nach Norwegen, wo er zum König wurde, nachdem der Amtsinhaber – Hakon, der Große – ermordet wurde. Anschließend zwang er die heidnische Bevölkerung zum Christentum zu konvertieren, was ihm einige Feinde einbrachte, darunter auch seinen Verbündeten Gabelbart (968 König von Dänemark und ab 1013 König von England). Im Jahre 1000 wurde Olaf in einen Hinterhalt bei einer Seeschlacht gelockt, sprang über Bord und ward nie wieder gesehen.

3. Mörder, Seefahrer & Entdecker: Erik der Rote

Erik wurde vor allem durch die Gründung der ersten skandinavischen Siedlung in Grönland bekannt. Sein Beiname der Rote bezieht sich sowohl auf die Färbung seines Haupthaars, als auch auf das Blut, dass an seinen Händen klebte. Erik wurde ca. 950 in Norwegen geboren, musste aber 970 nach Island auswandern, da sein Vater einen Mord begannen hatte. Auch Erik mordete und wurde 982 für drei Jahre aus Island verstoßen. Seine Verbannung verbrachte er laut der nach ihm benannten Saga auf Grönland, wo er die Küsten erkundete. Nach seiner Rückkehr warb er mithilfe der attraktiven Bezeichnung Grönland (grünes Land) für Kolonisten aus Island und machte sich im Jahre 985 mit 25 voll besetzten Schiffen auf den Weg. Nur 14 davon allerdings kamen wirklich an den Küsten Grönlands an, der Rest blieb auf See verschollen. 1002 brachten neue Kolonisten eine Epidemie ins Land, die viele Bewohner der neuen Siedlungen dahinraffte und auch Erik vermutlich 1003 ins Grab brachte. Er hatte vier Söhne, darunter auch den bekannten Entdecker Leif Eriksson.

4. Leif Eriksson der Glückliche: Der große Entdecker

Als Sohn Eriks des Roten wurde Leif schon früh mit der Kunst der Seefahrt und dem Reiz der Entdeckung neuer Länder bekannt gemacht. Ihm wird nachgesagt, die neue Welt schon 500 Jahre vor Kolumbus durch Zufall entdeckt zu haben. Geboren wurde er um 970 auf Island, wanderte dann mit der Familie nach Grönland aus und bekehrte die dortige Bevölkerung später zum Christentum. Die zwei Vinland Sagas berichten über seine Entdeckung Amerikas auf unterschiedliche Weise, aber als historisch gesichert gilt heute, dass er um das Jahr 1000 herum an der nordamerikanischen Küste anlegte. Das von ihm entdeckte Vinland wird geographisch zumeist mit Neufundland gleichgesetzt.

5. Knut der Große: Herrscher über ein Großreich

Er war der Sohn von Sven Gabelbart und half diesem dabei England im Jahre 1013 zu erobern. Nachdem Sven starb, kam zunächst Aethelred wieder an die Macht und übernahm die Krone von Sven. Dieser verstarb im Jahre 1016 und sein Sohn Edmund Eisenseite kam übernahm die Herrschaft. Später im gleichen Jahr wurde er in der Schlacht von Ashingdon von ihm besiegt und beide Parteien schlossen einen Vertrag, der Knut Macht über Teile von England zusicherte. Nachdem Edmund nur wenige Wochen später verstarb, wurde Knut König von England und brachte dem Land große Stabilität. Da er auch die Kontrolle über Dänemark, Norwegen und Teile von Schweden hatte, ging er als Herrscher über ein Großreich in die Geschichte ein.

6. Harald Hardrada: Der letzte große Anführer der Wikinger

Er wurde als Harald Sigurdsson 1015 in Norwegen geboren und war von 1047 bis 1066 dessen König. Sein Leben bestand vorwiegend aus Raubzügen und Kriegen und in den Kämpfen um England fiel er in der Schlacht von Stamford Bridge in der Nähe von York im Jahre 1066. Er war der erste norwegische König, der in großem Maßstab Münzen prägen ließ. Außerdem war es als fähiger Poet bekannt, der Ironie und Humor beherrschte. Entsprechend seiner beständigen Kriegslust war er berüchtigt für seine Rücksichtslosigkeit und den Bruch von Verträgen. Zusätzlich wird ihm oft die Gründung der Stadt Oslo untergeschoben, allerdings lassen archäologische Funde darauf schließen, dass die Besiedlung der betreffenden Gegend schon vor seiner Zeit stattgefunden hat.

Bilder: Shutterstock.com & History Channel

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