World War Z

Originaltitel: World War Z
Fakten zum Film
Kino-Release: 27.06.2013
Lauflänge: 120 Minuten
Bewertung: 6.0/10

Zombies sind im Mainstream angekommen. Nach der TV-Serie “The Walking Dead”, der RomCom “Warm Bodies”, Games-Erfolgen wie Resident Evil, dem Walking-Dead-Ausnahmespiel oder dem Casual-Hit “Plants vs Zombies” ist es inzwischen kein Problem, das Zombie-Thema massenwirksam und glaubhaft in einen Hollywood-tauglichen Katastrophenfilm zu gießen. Genauso glaubhaft wie, sagen wir, den Klimawandel, Aliens oder einen auf die Erde zurasenden Asteroiden. Brad Pitts Produktionsfirma Plan B hatte sich vor Jahren die millionenschweren Rechte an dem Oral-History-Buch “World War Z” von Max Brooks gesichert, und der Film zeigt nun, wie sich die Zombie-Apokalypse als Katastrophenszenario anfühlt.


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World War Z Film-Kritik: Die gespoilerte Apokalypse

Da ist er also, der erste Zombiefilm, der auch teures Effekt-Spektakel sein will. Die ungebrochene Popularität der Untoten hat einen Blockbuster in diesem Genre unvermeidbar gemacht. Schon seit Jahren infiziert der Zombievirus seine treue Fanbase im Kino und eignete sich mit Filmen wie „Dawn of the Dead“, „Zombieland“ oder „28 Days Later“ sogar hin und wieder zu kleineren Überraschungserfolgen. In Hollywood wurde es also höchste Zeit, etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen, Brad Pitt zu engagieren und das Bombast-Knöpfchen zu drücken. Das Ergebnis dieser Rechnung heißt „World War Z“ und ist voll in die Hose gegangen. 

Gegen die Idee, den Zombiefilm mit aufwendigen Effekten auf Blockbusterniveau aufzublasen, ist erst einmal nicht viel einzuwenden. Gerade Genre-Anhänger wie ich wissen den Versuch zu schätzen. Mit weit über 200 Millionen Dollar brennt die Welt nach der Zombie-Apokalypse eben doch ein bisschen schöner. Zudem sind wir Zombie-Fans von Haus aus weltoffene Menschen – Neuankömmling im Kanon begegnen wir grundsätzlich mit Wohlwollen.

Das Neue, das „World War Z“ dem Zombiefilm hinzufügen möchte, ist Quantität. Einfach mehr Zombies. Zumindest legte uns das die Trailer-Kampagne nahe, denn dort sah man statt der traditionellen Horde eine computeranimierte Flut von Zombies über den stets sehr vorteilhaft in Szene gesetzten Brad Pitt hereinbrechen. Dieses Alleinstellungsmerkmal konnte im Vorfeld nicht jeden von der Existenzberechtigung des Films überzeugen. Während sich die einen über die fragwürdige Qualität der Effekte hermachten, sahen die anderen die Nähe zur guten Buchvorlage in Gefahr. Ich, für meinen Teil, war dennoch auf die neuen Bilder zur alten Apokalypse gespannt.

Womit wir auch schon beim ersten Problem des Films angelangt wären. „World War Z“ hat schlicht und einfach keine neuen Bilder. Wer den Trailer gesehen hat, der hat bereits alles gesehen, was der Film in puncto Effekt-Spektakel zu bieten hat. Mehr gibt es nicht zu sehen. Pulver verschossen.

World War Z Filmkritik: Pulver im Trailer verschossen

Nicht nur wurde jede einzelne Action-Sequenz im Vorfeld in aller Ausführlichkeit gespoilert, auch Schauplätze und Handlungsverlauf wurden vorweggenommenen. Da die besagten Massen-Szenen im Kino auch keine neue Dynamik entwickeln können, wird man aus der Action stets unbefriedigt entlassen. Das hat zur Folge, dass „World War Z“ im selbstauferlegten Programm des Blockbusters schon mal eine herbe Enttäuschung ist. Wer sich wegen des Krachs ins Kino verläuft, der sollte seine Erwartungen ganz weit unter ansiedelnd.

Bleibt „World War Z“, der Zombiefilm. Die Konventionen des Genres sind hinlänglich bekannt: Eine isolierte Gruppe von sehr unterschiedlichen Überlebenden, die sich Angesichts der Apokalypse im charakterprüfenden Überlebenskampf beweisen muss und sich dabei fröhlich verrät und hintergeht. Hier und da noch ein Kopfschuss, ein paar Innereien und die atemlose Flucht in die Sicherheit als grundlegende Motivation für die Charaktere. Gerne auch noch ein paar gesellschaftskritische Zeitkommentare für die B-Note.

„World War Z“ hat sich aus unerfindlichen Gründen gegen all das entschieden. Statt dramatischer Gruppendynamik gibt es biedere Familienbilder, statt spritzender Hirnmasse abstürzende Helikopter, statt menschlichen Abgründen einen tadellosen Saubermann der Vereinten Nationen (Brad Pitt).

Warum bloß. Es kommt einem fast so vor, als haben die Autoren des Films vorsätzlich alles gestrichen, was jemals in einem Zombiefilm Spaß gemacht hat. Was bleibt, ist eine langweilige Ruine, in der es hin und wieder Bilder aus dem Trailer zu sehen gibt.

Fazit

Nach der durchaus packenden Eröffnungssequenz  – dem Ausbruch der Pandemie in New York –  will „World War Z“ einfach nichts mehr gelingen. Den absoluten Tiefpunkt dieses gescheiterten Projektes erreicht „World War Z“ jedoch erst mit seinem miserablen Ende. Wer die Produktionsgeschichte des von Regisseur Marc Forster inszenierten Streifens ein bisschen mit verfolgt hatte, dem schwante bereits Übles. Nachdem mehrere Drehbuchautoren und Kameramänner entlassen wurden, entschied sich das Studio zu allem Überfluss auch noch, das bereits abgedrehte Schnetzel-Finale komplett zu kippen und „Cabin In The Woods“-Regisseur Drew Goddard und Lost-Autor Damon Lindelof mit der Ehrenrettung zu beauftragen.

Herausgekommen ist dabei ein Ende, das in seinem Gehabe als minimallistisches Kammerspiel den Rest des Streifens ad absurdum führt. Hier passt einfach nichts zusammen. „World War Z“ ist ein schizophrener Flickenteppich, der als Blockbuster versagt und die Genrebezeichnung Zombiefilm nicht verdient. Trailer schauen reicht vollkommen.

 Wertung

Regisseur: Marc Forster
Drehbuch: Matthew Michael Carnahan, Drew Goddard und vier weitere Autoren
Stars: Brad Pitt, Mireille Enos, James Badge Dale
Deutschlandstart: 27. Juni.

(Kritik ursprünglich veröffentlicht am 17.6., aktualisiert am 27.)

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World War Z: Eindrücke vom Preview – CGI-Zombies fluten die Zivilisation (noch keine Film-Kritik)

So fühlen sich also 15 Minuten Zombie-Apokalypse an. Der Preview zu World War Z zeigte drei atemlose Szenen mit flutenden Zombiemassen, von New York über Jerusalem bis im Flieger. Hier die ersten Eindrücke von Brad Pitts Z-Movie – eine echte Kritik kann erst folgen, wenn der ganze Film im Juni startet.

Zombies sind im Mainstream angekommen. Nach der TV-Serie “The Walking Dead”, der RomCom “Warm Bodies”, Games-Erfolgen wie Resident Evil, dem Walking-Dead-Ausnahmespiel oder dem Casual-Hit “Plants vs Zombies” ist es inzwischen kein Problem, das Zombie-Thema massenwirksam und glaubhaft in einen Hollywood-tauglichen Katastrophenfilm zu gießen. Genauso glaubhaft wie, sagen wir, den Klimawandel, Aliens oder einen auf die Erde zurasenden Asteroiden. Brad Pitts Produktionsfirma Plan B hatte sich vor Jahren die millionenschweren Rechte an dem Oral-History-Buch “World War Z” von Max Brooks gesichert, und nach fünfzehn Minuten Ausschnitten aus dem fertigen Material fällt es noch schwer, in welche Richtung das Ergebnis zielen wird.

Im Grunde lieferte der 15-minütige Preview nun eine deutlich längere Version der beiden Trailer, beschränkte sich auf drei Szenen, von denen noch unklar ist, wie sie im fertigen Film (und seinem Handlungs-Inhalt) verbunden sein werden. Ausgangspunkt ist das Stau-Szenario in New York, das die Familie von Hauptfigur Gerry Lane (Brat Pitt) zum Ausbruch der Zombie-Pandemie zeigt. Der UN-Mitarbeiter kann offenbar mit Frau und beiden Töchtern entkommen und macht sich anschließend quer durch die Welt auf die Suche nach dem Patienten Nummer 1, der zum Zombie mutierte, in der Hoffnung, ein Gegenmittel zu finden.

Das zweite Szenario spielt in der Stadt Jerusalem, vor deren Toren die Zombies, durch Gesang angelockt, als untote Fleisch-Pyramide die Mauer überwinden und in die Stadt eindringen. Den Abschluss macht die aus dem Trailer bekannte Flugzeugszene, in der die nach Großbritannien fliegende Maschine nach und nach von Untoten überrannt wird, bis Gerry Lane eine Handgranate zündet und ein Loch in die Wand reißt.

World War Z: Indien oder Russland? Hauptsache, Zombietalien

Alle drei Szenen bringen den Puls in die Höhe, sind abwechselnd mit wackeliger Handkamera und aus Helikopter-Perspektiven gefilmt. Atemlos trommelt Regisseur Marc Forster (Ein Quantum Trost, Drachenläufer, Stranger than Fiction) einen Bedrohungsrhythmus mit schieren Fluten von Zombies, die eher als tierische Rohmasse über die Straßen, Mauern und Autobusse gekippt werden. Dabei ist der Rahmen zum Teil sehr klassisch – der Familienausflug, der in ein Horrorszenario umkippt, Flucht aus New York, die klaustrophobische Flugzeug-Katastrophen-Einstellung – im Grunde alte Film-Geschichten.

Wie diese Szenen mit hoher Schlagzahl letztendlich in “World War Z” zusammenhängen und eingebettet werden, davon wird auch ihre Stimmigkeit abhängen. Unwahrscheinlich ist, dass im gesamten Film diese Überforderung an Fluchtsituationen beibehalten wird. Spannend wird es sicher an den Stellen, wie zur Aufhebung des Nahostkonflikts (Israel öffnet die Tore für alle Flüchtlinge) gerade die israelische Mauer das Bollwerk gegen die Zombiehorden wird, wie die Menschheit noch organisiert ist, was überhaupt der Auslöser der Epidemie war, und ob es gelingt, das in eine runde Geschichte einzubetten.

Eine kleine Verwunderung erfasste die geladene Presse beim anschließend gezeigten 3D-Trailer. Wo sich Brad Pitt im Film-Preview nach Indien erkundigt, heißt es im deutschen (und übrigens auch im englischen) Trailer, Russland sei “ein schwarzes Loch”. Indien oder Russland, egal, Hauptsache Zombietalien.

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World War Z: Details zum Inhalt, Long Trailer, offizielle Poster zu Brad Pitts Zombie-Film

Mehr und mehr Details dringen über Brad Pitts Zombie-Film “World War Z” an die Öffentlichkeit. Neben dem offiziellen Poster liefern wir den packenden zweiten Trailer nach, außerdem gibt es neue Infos zum Inhalt. Aus der Buchvorlage, die größtenteils aus Interviews besteht, wird offenbar einer der ambitioniertesten Zombie-Filme überhaupt.

Schon der erste World-War-Z-Trailer zeigte eine Zombiecalypse, wie man sie selten auf der Leinwand gesehen hat: wahre Fluten von Zombies, als weltumspannendes Bedrohungs-Szenario. Der zweite Trailer verrät etwas mehr über die Handlung, zeigt weitere Schauplätze von Paris bis Moskau und steigert sich in eine Flugzeugszene, bei der einem der Mund offen stehen bleibt.

World War Z – Inhalt

Der Inhalt von World War Z beruht auf dem gleichnamigen Buch von Max Brooks (auf Deutsch: ). Der Sohn von Mel Brooks zweifelte selbst daran, dass man aus der Sammlung von Interviews und Berichten einen stimmigen Film stricken könnte. Für die letzte Version des Drehbuchs sorgte Damon Lindelof (Lost, Prometheus, die neuen Star-Trek-Filme). Und offenbar konnten die einzelnen Puzzlestücke in eine Gesamthandlung eingebettet werden, die sich auf einen Hauptcharakter fokussiert.

Der UN-Mitarbeiter Gerry Lane (Brat Pitt) flieht mit seiner Familie aus New York vor der Zombie-Apokalypse und bereist die Welt in einem Wettlauf gegen die Zeit. Denn überall auf dem Globus bedrohen die Infizierten das Machtgefüge, im Kampf der Armeen und Regierungen geht es um das Ende der Menschheit. Anders als das Buch setzt der Plot im Film direkt zum Ausbruch der Pandemie ein (und nicht 10 Jahre danach), und der Inhalt konzentriert sich auf Lane, der von Frau und Kind getrennt wird und auf der anderen Seite versucht, die Menschheit im Krieg gegen die Untoten zu vereinen.

Die offiziellen Poster zu World War Z

Das erste (US-)Film-Plakat beschränkte sich auf die schiere Masse der Zombie-Bedrohung; das gerade veröffentlichte erste deutsche Poster zeigt Brad Pitt in einem Hubschrauber, offenbar kurz nach seiner Rettung über New York, wo der Kampf tobt.

World War Z: Poster 1

World War Z: Deutsches Poster

Zombie-Freunde können sich auf großes Hollywoodkino gefasst machen. “World War Z“ kommt am 27. Juni 2013 in die deutschen Kinos, Regie führte Marc Forster (Ein Quantum Trost, Drachenläufer, Stranger than Fiction), neben Brad Pitt spielen u.a. Mireille Enos und David Morse.

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World War Z – der erste Trailer für Brad Pitts Zombie-Apokalypse

Flutende Zombie-Horden bevölkern den kommenden Brad-Pitt-Film World War Z, der auf dem Buch von Zombie-Survival-Guide-Autor Max Brooks beruht. Der erste Trailer ist schon mal heftig, obwohl man die Untoten kaum von nahem sieht.

Und das Ganze scheint wirklich ein ernsthafter Endzeit-Streifen zu werden, mit brennenden Städten, Kampfeinsätzen und CGI-Zombies around the world. Als vor zwei Jahren im Gespräch war, dass Paramount die Rechte an dem Buch übernehmen wurde, gab es hier auf GIGA die Vermutung, es könnte auch gelacht werden. Wobei das eher die Anspielung auf den Autor war, denn Max Brooks ist der Sohn vom Comedy-Granden Mel Brooks.

Schon 2003 erschien der ““, eine Anleitung für das Überleben in einer Welt der Untoten, und Max Brooks legte 2006 mit “World War Z” (auf Deutsch: ““) eine Art Interview-Band aus der Welt nach der Zombiekalypse nach. Bei den Filmrechten lieferten sich Brad Pitts Produktionsfirma Plan B Entertainment und Leonardo DiCaprios Appian Way ein Angebots-Gefecht, obwohl der Autor selbst daran zweifelte, dass man daraus einen stimmigen Film stricken könnte.

World War Z: Szenenbild

Zombie-Freunde können sich jedoch auf großes Hollywoodkino gefasst machen. “World War Z” soll am 27. Juni 2013 in die deutschen Kinos kommen, Regie führte Marc Forster (Ein Quantum Trost, Drachenläufer, Stranger than Fiction), neben Brad Pitt spielen u.a. Mireille Enos und David Morse. Für die letzte Version des Drehbuchs sorgten Damon Lindelof (Lost, Prometheus, die neuen Star-Trek-Filme) und Cabin-in-the-Woods-Regisseur Drew Goddard, der ebenfalls für Lost sowie für Buffy und Angel schrieb.

Und wo wir gerade dabei sind: Auch bei GIGA haben wir für die realistische Betrachtung von Zombies eine Lanze gebrochen, Max Brooks ist also eine Art partner in crime.

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World War Z – Zombieapokalypse – mit Lachern?

(Fabian) Jetzt drückt mal jeder Max Brooks ganz fest die Daumen, das Paramount die Rechte an seinem Buch kaufen will. Der Sohn des legendären Mel Brooks geht in der Entertainmentbranche einen ganz anderen Weg als sein Daddy. Mel Brooks witzige Dauerlacher gehen an ein völlig anderes Publikum als die Zombiebücher seines Sohnes.
Und dabei schrieb der Sohnemann noch Witze für Saturday Night Live bis zu seinem unerwarteten Umschwenk in das “Tote-Menschen-essen-lebende-Menschen”-Genre.
Auf einmal ist Max Brooks der Autor von “Der Zombie Surivival Guide”, in dem er detailliert erklärt, wie man in einer Welt voller Zombies zurecht kommt.
Sein zweites Buch “World War Z” wartet zur Zeit darauf, dass das Drehbuch fertig wird. Dann erst kann es bei Paramount vorgelegt werden. Und alle fiebern diesem Moment entgegen, in dem “Ja” oder “Nein” gesagt werden muss.
Dabei fürchtet der Autor, dass sein Buch schwer zu produzieren sei. Er sagte unseren Kollegen von FearNet, sein Buch sei aufgrund von Umfang und Story nicht billig zu produzieren. Aber hohe Budgets beschränken die Freiheiten, die der Film vom Produzenten kriegt, was für Brooks gar nicht klar geht.

Max Brooks Buchvorlage handelt von einem UN-Beauftragten, der in einer Welt nach der Zombieapokalypse verschiedene Personen zu ihren Erlebnissen interviewet. Da die UN nicht an diesen Einzelschicksalen interessiert ist, entscheidet er sich, sie in einem Buch zu veröffentlichen.

Sollte Paramount sein “Go” geben, würde Brad Pitts Produktionsfirma Plan B das Zombie-Survival-Horror-Spektakel produzieren.

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