Dishonored 2: Emily und Corvo im Gameplay-Vergleich

Leo Schmidt

Emily oder Corvo? Das Action-Adventure Dishonored 2: Das Vermächtnis der Maske lässt euch die Wahl zwischen zwei Helden mit ganz unterschiedlichen Fähigkeiten. Damit ihr euch beim Release des Spiels im November entscheiden könnt, stellen wir euch alle Skills im Video detailliert vor. Für welche übernatürlichen Kräfte werdet ihr euch entscheiden?

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Dishonored 2: Fähigkeiten von Emily und Corvo im Detail

In Dishonored 2 erwarten uns nicht nur exotische Schauplätze und ganz neue Abenteuer, es wird auch eine Spielwiese sein, auf der wir uns wieder mit übernatürlichen Fähigkeiten ordentlich austoben können. Viele der Skills vom nicht mehr so schweigsamen Leibwächter Corvo kennen wir dabei schon, wenn auch in jetzt leicht abgewandelter Form – doch auch die herangewachsene Emily Kaldwin mischt diesmal mit und bringt ihre ganz eigenen zauberartigen Tricks mit sich.

Grund genug, einen vergleichenden Blick zwischen die beiden Helden zu werfen und zu gucken, was neu ist: Welche coolen Möglichkeiten hatten wir mit Corvo in Dishonored, wie tauchen sie jetzt auf und was kann Emily dem Ganzen hinzufügen?

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Nachtsicht

Starten wir mit der einzigen Fähigkeit, in der sich unsere strammen Helden überhaupt nicht unterscheiden: Beide können nicht nur allerlei böse Buben durch Wände erspähen, sondern sogar ihre Sichtfelder erkennen. Und bei entsprechendem Ausbau sehen Emily und Corvo nicht nur nützliche Gegenstände, sondern auch Geräusche! Wie das geht? Wissen wir auch nicht, aber wir finden es super!

Teleport vs. Weitreichen

Wer sich in den Gassen von Dunwall auf dem Boden bewegte, war selbst Schuld. Dank der Teleportationsfähigkeit, die der gottgleiche Outsider Corvo spendierte, konnten nicht nur kurze Strecken nahezu schlagartig überwunden werden, auch Ausflüge in höher liegende Gefilde waren nicht das geringste Problem. Zudem konnte das bekannte „Blinken“ natürlich auch offensiv für Überraschungsangriffe genutzt werden – ein Aspekt, den wir auch in Dishonored 2 wiederfinden, wo Teleport abermals Mobilität bringt, aber zum Beispiel auch mit einem herzhaften Tritt am Ende einen bösen Buben auf die Bretter schicken kann.

Emily hingegen hat ein ähnlich nützliches Werkzeug, das aber ein bisschen anders funktioniert. Mit einer Art magischem Greifhaken kann sie sich zu Kanten und Vorsprüngen ziehen, um diese flugs zu erklimmen und sich somit ebenso gut wie Corvo durch die Gegend zu bewegen. Klingt ähnlich, im Kampf aber lässt „Weitreichen“ Emilys Feinde im hohen Bogen auf die Baroness zufliegen – eine perfekte Vorlage dafür, sie gleich mit einem schick animierten Kampfmanöver wie ein Äpfelchen aus der Luft zu pflücken und wehrlos auszuschalten.

Ratten vs. Schatten

Wer den Vorgänger gespielt hat, weiß, dass Corvo viele Freunde hat – kleine, wuselnde, gefräßige Freunde. Nicht nur kann sich Herr Attano kurzzeitig einer Ratte bemächtigen, um geheime Passagen zu nutzen und so an Wachen vorbeizuschleichen, er kann auch aggressive Schwärme der possierlichen Nager auf den Plan rufen, die Feinde angreifen oder auffällige Leichen verspeisen können. So hat der Leibwächter dank der kleinen Schädlinge sowohl beim Schleichen als auch Kämpfen gute Karten. Die „Beherrschung“ kann er später sogar auf Menschen anwenden – mit den Einschränkungen, dass seine Opfer nicht kämpfen oder ähnlich komplexe Handlungen durchführen können.

Bei Miss Kaldwin geht es spukiger zu. Will sie ungesehen ein Areal durchqueren, verwandelt sie sich flugs in ihre Schattengestalt, in der sie wie ein kriechendes Gespenst an Widersachern vorbeieilt. Doch auch offensiv helfen ihr ihre Kameraden auf der anderen Seite. Mit der Fähigkeit „Mesmerisieren“ ruft sie einen Geist herbei, der Menschen und Hunde in seinen Bann schlägt und sie so kurzzeitig wehrlos macht – eine ideale Gelegenheit für eine heimliche Flucht, eine spontane Tanzeinlage oder einen hinterhältigen Mord.

Windstoß vs. Domino

Jeder noch so vorsichtige Schleicher sieht sich irgendwann einer Überzahl von Feinden gegenüber und braucht einen Trick, um der Lage Herr zu werden. Wenn Corvo zu viele Soldaten auf den Pelz rücken, kann er seit jeher die Mächte des Windes beschwören, um die Schurken mal ordentlich durch die Luft zu wirbeln und im Getümmel entweder zu entkommen oder die menschlichen Pusteblumen einfach auszuschalten, so lange sie am Boden liegen. Mit einem Upgrade werden die Windstöße sogar tödlich, wenn der gewirbelte Halunke gegen eine Wand geschleudert wird.

Etwas eleganter geht es bei Emily zu. Mit der Fähigkeit „Domino“ kann sie Feinde miteinander verknüpfen, sodass sie das Schicksal des jeweils anderen teilen. Säbelt sie anschließend also auch nur einem der Jungs die Rübe ab, geht der Rest automatisch ebenfalls über den Jordan. Natürlich ist diese Fähigkeit auch bestens geeignet, es gar nicht erst zu Kämpfen kommen zu lassen: Einfach mehrere ahnungslose Widersacher markieren, einen von ihnen wahlweise erdolchen, in eine Falle locken oder ihm das Herz brechen, schon guckt sich die ganze Truppe die Radieschen von unten an.

Zeit verlangsamen vs. Doppelgänger

Illusion, Trickserei und das Überraschungsmoment – mit die wertvollsten Werkzeuge in den Händen von Emily und Corvo gleichermaßen. Obwohl es viel Energie kostet, ist es dem rüstigen Maskenträger möglich, die Zeit selbst massiv zu verlangsamen, später sogar, sie kurzzeitig komplett anzuhalten. Nur Corvo selbst kann sich bewegen. Ob direkt im Kampf oder bereits im Vorfeld, um unnötige Narben zu vermeiden: ein sehr mächtiges Werkzeug.

Die Thronerbin hingegen setzt eher auf Verwirrung und Schattenspiel, indem sie flugs einen Doppelgänger beschwört, der die Aufmerksamkeit von Feinden auf sich zieht. Um die Täuschung komplett zu machen, kann sie mit dem Schattenbild den Platz tauschen, um blitzschnell zuzuschlagen und die konfusen Feinde auf die Bretter zu schicken. Ein tödliches Katz- und Maus-Spiel, in dem gegnerische Soldaten die schlechteren Karten haben.

Schattenangriff vs. Fluch der Blutfliegen

Nicht einmal tote Feinde sind vor den Fähigkeiten unserer Helden sicher! Von Corvo kennen wir die Fähigkeit, dass heimlich getötete Feinde direkt zu Asche zerfallen – praktisch, denn nun muss man keinen 150-Kilo-Leichnam durch die Gegend buckeln, über den sonst noch ein wachsamer Kollege stolpert. Eine Aufwertung erlaubt es sogar, dass jeder getötete Widersacher wie ein Keks zerbröselt.

Hier ist Emily etwas aggressiver aufgelegt – und mit „etwas“ meinen wir „mörderisch viel aggressiver“. Hat sie den „Fluch der Blutfliegen“ erlernt, wird jeder getötete Feind zu einem Nest der namensgebenden Insekten. Wie Monster-Hornissen strömen sie aus den Kadavern und stürzen sich auf andere böse Buben, die ihnen zu nahe kommen. Eine mächtige, wenn auch weniger subtile Option für verstorbene Gauner.

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Dishonored 2 hat zwei spielbare Figuren: Emily und Corvo. Beide haben eigene Fähigkeiten, die im Gameplay einen deutlichen Unterschied machen. Für wen wirst Du Dich entscheiden?

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