Heroes of Might & Magic 6

Wenn man spielt, dann sollte man es immer mit Bedacht tun. Drei Stunden maximal, mehr Zeit vor PC oder Konsole sind eher ungesund. Nach sechs Stunden kann man schon von einer gewissen Abhängigkeit sprechen. Nach neun Stunden sind ernsthafte Bedenken angebracht. Und wenn Papa/der Bruder/Herr Ehegatte sogar 12 Stunden vor der Daddelkiste hocken, kann es eigentlich nur mit dem Teufel zugehen. Oder „Heroes of Might & Magic“...

Als die Serie 1995 im Ursprungsjahr von „Command & Conquer“ ihren Einstand feierte konnte wohl niemand ahnen, was dies für Folgen für die spielende Bevölkerung haben würde. Durchzockte Nächte, halbvolle Kaffeetassen, Berge von Pizzakartons und Augenringe, so tief wie der Mariannengraben. „Heroes of Might & Magic“ oder kurz „HOMM“ etablierte gemeinsam mit Genrekollegen wie „Civilization“ einen Standard – den des zeitfressenden „Nur-noch-eine-Runde“-Monsters.

Im Grunde fängt alles immer gleich und vor allem immer harmlos an: Unser Held startet in einer kleinen Stadt, mit wenigen Militäreinheiten an seiner Seite und soll nun auf einer gigantischen Karte Schätze finden, Monster ausrotten und Aufträge erfüllen. Dafür benötigen wir mehr Truppen, die wir in unserer Stadt rekrutieren müssen, die wir wiederum ausbauen sollen, wofür wir wiederum Ressourcen benötigen, die wir wiederum von neutralen Gebäuden auf der Karte, die wir...puh, man ahnt wohin das führt. „HOMM“ setzt auf ein dichtes Geflecht verschiedenster Spielziele, die eine unglaublich motivierende Sogwirkung entwickeln. Nur noch eine Mine erobern, nur noch den einen Gegner bezwingen, nur noch dies, nur noch das...

Fünf Iterationen lang hat das bestens funktioniert, trotz vergleichsweise marginaler Änderungen im Laufe der Versionen. Und so wird es auch beim sechsten Mal sein. „Heroes of Might & Magic 6“ ist derzeit bei Black Hole Entertainment in Entwicklung, die mit Spielen wie „Warhammer: Mark of Chaos“ Strategieerfahrung sammeln konnten. Obendrein werden die Ostblock'ler durch die Community unterstützt, der wie beim direkten Vorgänger enormes Mitspracherecht eingeräumt wird. So will man möglichst nah am Original bleiben und dennoch lange gehegte Wünsche der Fans umsetzen können.

Und was wären das für Änderungen? Zuerst einmal soll die Story nun deutlich stärker in den Fokus gerückt werden, statt stetig wechselnder Helden gibt es nun feste Protagonisten, die wir durch die Kampagne begleiten. Wie zum Beispiel die hübsche Nekromantin Irena, die als Vatermörderin vom eigenen Bruder getötet wurde und nun durch die Nachwelt wandelt. Wie üblich bietet auch „HOMM 6“ verschiedene Fraktionen, eine davon die Nekromanten. Anders als im Vorgänger darf man als Spieler jederzeit wählen, wann man welchen Teil der Kampagne spielt.

Ansonsten setzt Black Hole auf Entschlackung. Das Ressourcenmenü wurde um unwichtige Materialien wie Schwefel oder Kristalle erleichtert, das Stadtmenü ist nun übersichtlicher und eher zweckorientiert ausgerichtet, dafür sieht man direkt auf der Karte den Ausbaustatus. Ebenfalls neu sind große Bosskämpfe, wie sie Genrefans etwa aus „Kings Bounty“ oder “Disciples 3” kennen dürften.

von

Weitere Themen: Ubisoft

Alle Artikel zu Heroes of Might & Magic 6
  1. Heroes of Might & Magic 6 Komplettlösung, Spieletipps, Walkthrough

    von David Hain
    Heroes of Might & Magic 6 Komplettlösung, Spieletipps, Walkthrough

    In der Regel erwartet Dich auf dieser Seite eine Auswahl aller „Might & Magic: Heroes 6“ Tipps, Tricks, Lösungen und Cheats. Unglücklicherweise haben wir aktuell noch keine Lösungen, Tipps oder Cheats für „Might & Magic: Heroes 6“. Benachrichtigungs-Service...

Kommentare
Anzeige
GIGA Marktplatz