Gesundheit um jeden Preis: Forscher wollen uns diesen Raupen-Roboter schlucken lassen

Stefan Bubeck 1

Wissenschaftler aus Hongkong haben einen winzigen Roboter entwickelt, der wie eine Raupe krabbeln kann. Geplant ist ein Einsatz in unserem Körper – natürlich im Sinne der Gesundheit.

Gesundheit um jeden Preis: Forscher wollen uns diesen Raupen-Roboter schlucken lassen
Bildquelle: Department of Mechanical and Biomedical Engineering, City University of Hong Kong.

Er sieht aus wie ein kleiner Streifen Papier mit ganz vielen Beinchen: Der medizinische Raupen-Roboter der City University of Hong Kong ist 17 mm lang, 7 mm breit und nur 0,15 mm dünn. Wer sich schon beim Gedanken gruselt, so ein Ding könnte auf der Haut herumkriechen, wird es wohl kaum ertragen können, dass der Roboter nach den Vorstellungen der Forscher im Inneren des Körpers eingesetzt werden soll. So sieht das technische Wunderwerk in Bewegung aus:

CityU soft robot with caterpillar-like legs from Digital Team on Vimeo.

Mini-Raupen-Roboter transportiert Medikamente an die richtigen Stellen

Der kleine Roboter soll zukünftig Untersuchungen durchführen oder Medikamente innerhalb des Körpers an die richtige Stelle transportieren, damit die Wirkstoffe gezielt freigesetzt werden. „Die zerklüftete Oberfläche und die vielfältige Textur der verschiedenen Gewebe im menschlichen Körper machen den Transport schwierig. Unser mehrbeiniger Roboter zeigt eine beeindruckende Leistung in verschiedenen Terrains und eröffnet damit breite Einsatzmöglichkeiten für die Wirkstoffabgabe im Körper“, erklärt Professor Wang Zuankai (Department of Mechanical Engineering, CityU).

Die Erfindung könne die zellbasierte Therapie, die regenerative Medizin und die präzisere Behandlung von Krankheiten wie Krebs revolutionieren, so das Forscherteam. In den nächsten „zwei oder drei Jahren“ will der Forschungleiter Dr. Shen Yajing dann einen biologisch abbaubaren Roboter bauen, der sich nach seiner Medikamenten-Transport-Mission von selbst auflöst.

Quelle: Department of Mechanical and Biomedical Engineering, City University of Hong Kong via Eurekalert

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