Toys 'R' Us schließt alle US-Filialen – deutsche Tochter zeigt sich besorgt

Marcel-André Wuttig

Das Wall Street Journal (via Polygon) berichtet, dass die Führungsebene bei Toys ‚R‘ Us ihren Mitarbeitern mitgeteilt hätte, dass alle Filialen der Handelskette in den USA schließen oder verkauft werden. Die Wirtschaftswoche erklärt, dass dies auch für die deutsche Tochtergesellschaft Folgen haben könnte.

Toys 'R' Us schließt alle US-Filialen – deutsche Tochter zeigt sich besorgt

Über 700 US-Filialen sollen geschlossen oder verkauft werden. Mehr als 33.000 Mitarbeiter könnten ihren Job verlieren. Die große Spielzeug-Handelskette scheint nun tatsächlich am Ende zu sein. Wie das Wall Street Journal berichtet, sei die Nachricht an die Mitarbeiter direkt vom CEO David Brandon gekommen.

„Ich habe immer fest daran geglaubt, dass es diese Marke und dieses Geschäft in den USA geben muss“, so Brandon. „Wir werden alle noch bereuen, dass es so weit kommen musste.“

Schon im September 2017 gab das Unternehmen auf seiner offiziellen Webseite bekannt, dass es Insolvenz anmelden musste. Seit über fünf Jahren hatte es kontinuierlich Schulden angehäuft. Damit sollte nun Schluss sein. Ein Neuanfang, eine Umstrukturierung und eine bessere Wettbewerbsfähigkeit wurden versprochen. Ein halbes Jahr später muss das Unternehmen endgültig aufgeben.

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Die Wirtschaftswoche berichtet, dass sich auch die 66 deutschen Filialen besorgt zeigen. „Die Nachrichten aus den USA verstärken unsere Sorge, dass die Krise der Muttergesellschaft auch Folgen für die deutschen Standorte hat“, so Daniela Rogge, die Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats von Toys ‚R‘ Us Deutschland. Bislang gebe es noch keine konkreten Informationen, wie es weitergehe. Die Angst der Mitarbeiter scheint jedenfalls berechtigt, immerhin würden alle Filialen in Großbritannien ebenfalls schließen.

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Die Washington Post berichtet aber, dass es wenigstens einen kleinen Grund zur Hoffnung gibt. So habe Isaac Larian, der CEO bei MGA Entertainment, erklärt, dass er alle 82 kanadischen Filialen sowie bis zu 400 amerikanische Filialen erwerben möchte. Wie es für die ca. 1800 deutschen Mitarbeiter weitergeht, ist bisher noch unklar.

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