Für seinen neusten Film „Southpaw“ hat sich Jake Gyllenhaal in die Form seines Lebens gebracht und ist damit in Fußstapfen anderer Schauspieler getreten, die sich für ihre Rollen mal ordentlich gequält haben. Sei es nun Christian Bale für „Batman Begins“, Tom Hardy für „Warrior“ oder seinerzeit Robert DeNiro für „Wie ein wilder Stier“. Wenn ihr euch dem Gyllenhaal-Workout unterziehen wollt, erfahrt ihr hier, was da auf euch zukommt. 

Eigentlich müsste Jake Gyllenhaal in „Southpaw“ nicht einmal einen Schlag austeilen, um seine Gegner zu beeindrucken. Denn bereits der beängstigende Anblick dieses durchtrainierten Muskelbergs reicht aus, um die Gegner das Handtuch in den Ring werfen zu lassen. Das auch noch gepaart mit dem manischen Blick, mit dem er bereits in „Nightcrawler - Jede Nacht hat ihren Preis“ um sich warf - da muss man seine Knie schon zügeln.

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Auch sein letzter Film muss zwingend erwähnt werden, wenn man die beeindruckende Figur von Gyllenhaal angemessen würdigen will. Gerade einmal 67 kg hat er da nämlich auf seine 1.82 m verteilt - zu wenig für die anschließende Darbietung als Profiboxer. Die Folge war ein derart forderndes Training, dass der hingebungsvolle Mime in nur fünf Monaten acht Kilo an Muskelmasse zugelegt hat.

Um seiner Rolle als Boxer gerecht zu werden, unterwarf er sich einem harten Trainingsplan, der allein vom Lesen bereits für Muskelkater sorgt. Zunächst verbrachte er drei Stunden pro Tag mit Sport, jeweils 90 Minuten am Morgen und am Abend. Dieses Pensum wurde dann mal eben nach zwei Monaten verdoppelt. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Training Southpaw 1

Gyllenhaal wurde dabei von seiner Angst angetrieben, auf der Leinwand lediglich wie ein Schauspieler zu wirken, der so tut als ob. Er wollte zu einem Boxer werden und unterzog sich deswegen entsprechenden Übungen. Regisseur Antoine Fuqua, der gerne mal selbst die Fäuste gegen den Sandsack schwingt, und sein Trainer Terry Clayborn, der unter anderem den legendären Muhammad Ali trainiert hat, waren dabei seine ständigen Begleiter.

Der Trainingsplan von Jake Gyllenhaal

  • Vor dem Training Ausdauerlauf. Zum Anfang fünf Kilometer, später steigerte er sich auf 13
  • Das eigentliche Workout begann mit 15 Minuten Seilspringen
  • Erlernen der Fußarbeit. Drei Runden zu je drei Minuten, dazwischen eine Minute Luftholen

Training Southpaw 2

  • Pro Tag zunächst 500 Sit-Ups, später 2.000 (Nein, ich hab mich nicht vertippt. Noch einmal ausgeschrieben: Zweitausend...)
  • Darauf folgte Schattenboxen, um die richtige Schlagtechnik zu erlangen. 18 Minuten lang und das sechsmal.

Training Southpaw 3

  • Jede Trainingseinheit wurde von dreimal neun Minuten am Boxsack (schwere Modell, Doppelendbälle und Speedball) begleitet
  • Dazu kamen noch jeweils 100 Liegestütze, Pull-Ups und Barrenstützen und „etwas“ Arbeit mit dem Medizinball

Training Southpaw 4

  • Und zu guter Letzt: Reifen und Vorschlaghammer (Fuquas Favoriten). Einen 114 Kilo schweren Traktorreifen jeden Tag 20-mal hochheben und umkippen. Anschließend noch drei Minuten mit dem Hammer draufkloppen.

Training Southpaw 5

Wenigstens um eine zwanghafte Diät musste sich Gyllenhaal bei diesem Stress nicht Gedanken machen. Denn aufgrund der enormen Belastung war es vor allem notwendig, seinen Körper mit genügend Energie zu versorgen. Er achtete lediglich darauf, dass er Kohlenhydrate am Morgen zu sich nahm und sich abends vollkommen auf die Proteine konzentrierte.

Ob sich denn all dieser Schweiß und die Mühe wirklich gelohnt hat, könnt ihr ab dem 20. August 2015 selbst im Kino sehen. Und wer weiß? Vielleicht wird dann der ein oder andere motiviert, der bei der Aufzählung noch resigniert abgewunken hat.