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Balkonkraftwerk-Skandal: Diese Lösung plant Deye für fehlerhafte Wechselrichter

Deye hat eine Lösung für die Wechselrichter ohne Relais vorgelegt. (© GIGA)

Der Balkonkraftwerk-Skandal in Deutschland hat jetzt auch China erreicht. Das chinesische Unternehmen Deye, dessen Wechselrichter ohne ein bestimmtes Relais nicht die Norm erfüllen und somit eigentlich keine Zulassung haben, soll nun eine Lösung planen, die tatsächlich ziemlich gut klingt.

Deye will Wechselrichter nachrüsten

In Deutschland machen sich aktuell viele Besitzerinnen und Besitzer von Deye-Wechselrichtern Sorgen. Der chinesische Hersteller hat auf ein Relais verzichtet, welches laut einer VDE-Norm eigentlich vorgeschrieben ist und dafür sorgt, dass der Strom gekappt wird, wenn der Stecker aus der Steckdose gezogen wird. Das hat für einen gigantischen Aufschrei und für viel Unsicherheit gesorgt. Jetzt hat Deye zumindest in China eine Lösung vorgestellt, die deutsche Kunden betrifft.

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So sieht die Lösung von Deye aus:

  1. Zunächst hat Deye auf einem Investoren-Meeting, wo es genau um das Thema ging, gesagt, dass die Sicherheit der Kunden an oberster Stelle steht und man durch den Verzicht auf das Relais kein Geld sparen wollte.
  2. Es wird ein Upgrade-Programm geben. Kundinnen und Kunden werden ihren Deye-Wechselrichter um ein Relais nachrüsten können, wodurch der Wechselrichter dann wieder die Norm erfüllt. Dieses wird wohl zwischen den Wechselrichter und die Steckdose gesteckt und erfüllt die gleiche Funktion wie im eingebauten Zustand. Das chinesische Unternehmen hat mehrere Zertifizierungsstellen eingeladen, sich die Lösung im Detail anzuschauen. Innerhalb eines Monats soll der Plan umgesetzt werden.
  3. Das Upgrade ist kostenlos und jeder kann die Änderung am Wechselrichter selbst durchführen, ohne Handwerker oder Profis dazu zu holen. Die Garantie wird zudem von 10 auf 15 Jahre verlängert. In Deutschland befinden sich laut Deye 400.000 Geräte im Einsatz.
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Im Video erklärt Andreas Schmitz, der den Balkonkraftwerk-Skandal mit aufgedeckt hat, was er von dieser Lösung hält:

Deye erwartet keine Strafe

Deye gibt sich in der Erklärung sehr überzeugt und deutet an, dass man bereits mit den zuständigen Stellen in Deutschland in Verbindung steht und diese den chinesischen Hersteller für diesen Verstoß nicht bestrafen werden. Außerdem gibt Deye an, dass der deutsche Markt für das Unternehmen eine untergeordnete Rolle spielt und nur 2 Prozent des Umsatzes ausmacht.

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Da die Bundesnetzagentur bisher schweigt und im Grunde die vielen YouTuber die Arbeit zur Untersuchung des Skandals übernommen haben, können dazu noch keine finalen Aussagen getroffen werden. Der Fall bleibt also weiterhin sehr spannend.

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