Videospiele von der Krankenkasse bezahlt bekommen? Für bestimmte Games ist das nun möglich.

 

Videospielkultur

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Welche Spiele werden bezahlt?

Die Krankenkassen übernehmen ab sofort einige anfallende Kosten für Videospiele. Zumindest Pflegeeinrichtungen, u.a. für Senioren, können nun von dem Angebot profitieren und sich dadurch eine sogenannte MemoreBox zulegen. Die MemoreBox ist eine Spielkonsole, die ohne Controller gesteuert werden kann. Zum Navigieren der Konsole wird lediglich ein QR-Code zum Umhängen sowie simple Handbewegungen zur Steuerung benötigt. Die Bedienung der Konsole wird pflegebedürftigen Personen also kinderleicht gemacht.

Zu spielen gibt es therapeutische Videospiele, die die Rentner geistig wie körperlich fit halten sollen. Das Spielangebot erinnert ein wenig an Wii Sports: Bowling, Fahrradfahren, Tanz und mehr steht auf dem Tagesplan. Die Senioren wünschen sich schon jetzt eine größere Auswahl an Spielen:

Welche Vorteile hat Zocken im Alter?

Videospiele haben viele Vorteile. Abgesehen von ihrem hohen Unterhaltungsfaktor, belegen Studien auch eine Reihe anderer positive Nebeneffekte. Demnach sollen Videospiele vor allem kognitive Fähigkeiten trainieren. Das ist nicht nur für junge Menschen, sondern auch für Senioren wichtig, deren Denkleistungen im Alltag nicht mehr allzu häufig gefordert werden. Videospiele können hier aktiv die Konzentration und vor allem die Reaktion der Spieler verbessern.

Die positiven Effekte wurden auch im Rahmen des Start-Up-Projekts der MemoreBox in über 100 Einrichtungen untersucht und für erfolgversprechend erachtet, so die Krankenkasse Barmer. Die Nutzung der therapeutischen Konsole soll pflegebedürftige Personen mental und körperlich besser ausgelastet haben. Sie sollen mobiler, motivierter und sozialer geworden sein. Mit der Finanzierung der Konsole will die Krankenkasse Gesundheitsrisiken vorbeugen, die durch mangelnde Bewegung und einen eintönigen Alltag entstehen können. Regelmäßiges Spielen könnte demnach sogar Demenz vorbeugen.