Seid ihr immer glücklich, wenn ihr spielt? Oder überkommen euch Gedanken wie, „Den halben Tag gespielt, nichts geschafft!“; Gedanken also, die wahrscheinlich jeder von uns kennt? Ein Wissenschaftler will euch helfen – mit einer kurzen Anleitung zum glücklicher Spielen.

 

The Elder Scrolls V: Skyrim

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The Elder Scrolls V: Skyrim

Fühlt ihr euch jemals schuldig, wenn ihr spielt, weil ihr eigentlich etwas anderes machen müsstet? Vertreibt ihr euch die Zeit mit Videospielen, anstatt wichtigeren Aufgaben nachzugehen – wie privaten Projekten, Arbeit oder Schulaufgaben? Dann seid ihr wahrscheinlich weder faul noch allein: Nahezu jeder kennt dieses Gefühl, und es hat sogar einen Namen: Prokrastination. Wer prokrastiniert, der hat zuweilen nicht ganz so viel Spaß am Spielen, zudem könnte das Spielen irgendwann mit Schuldgefühlen verbunden sein, sodass ihr euch am Ende gar nicht entspannen könnt (was ja eigentlich das Ziel wäre!)

Was also tun? Dr. Cody Phillips, seines Zeichens Doktor in Computer-Human Interaction mit dem Schwerpunkt auf Videospiel-Nutzer (ja, das geht wirklich), hat sich exakt mit diesem Thema auseinandergesetzt und 9 kurze Regeln aufgestellt, die euch weiterhelfen werden. Spielen sollte entspannen und kann euch sogar aktiv dabei helfen, eure Ziele zu verfolgen – wie das geht, erklärt er in seinem Artikel „Stoppt Prokrastination: Ein Guide für Videospieler“. Falls ihr kein Problem mit Englisch habt, kann ich euch die Lektüre nur empfehlen – und keine Angst, sie ist weder mit Fremdwörtern gespickt noch langweilig geschrieben. Im Gegenteil.

Keine Zeit zum Lesen? Dann werft weiter unten ein interessiertes Auge auf die 9 Regeln, die Dr. Phillips aufgestellt hat.

9 goldene Regeln gegen Prokrastination mit Videospielen

Prokrastinieren bedeutet, dass ihr Projekte, Ziele und wichtige Arbeiten immer wieder auf die lange Bank schiebt und euch stattdessen mit anderen, angenehmeren Tätigkeiten ablenkt. Prokrastination ruft allerdings negative Gefühle hervor.

  • Menschen, die prokrastinieren, sind nicht einfach nur faul
  • Prokrastination wird durch negative Affekte getriggert (negative Emotionen)
  • Videospiele können für Spieler selbst gewählte Mechanismen zu Prokrastination sein, aber:
  • Aktuelle Studien haben bewiesen, dass Verbindungen zwischen Stunden, in denen gespielt wird, und Prokrastination schwach sind
  • Um eure Prokrastination zu reduzieren, müsst ihr eure starken negativen Stimmungen abschwächen 
  • Reduziert eure negativen Stimmungen mit vorsätzlicher Meditation, mit dem Hören von Musik oder mit einem Tagebuch, in das ihr alles hineinschreibt, was gut in eurem Leben ist
  • Ihr könnt euch probieren, kurz Videospiele zu spielen, bevor ihr mit der Arbeit anfangt
  • Ihr solltet euch außerdem einen Plan schreiben:
  • Schreibt auf, was ihr tun wollte, wann ihr es tun wollt und wie ihr das erreichen wollt
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Prokrastinieren ist ein Teufelskreislauf, wie Dr. Phillips es ganz richtig beschreibt: Zumeist ist Angst jene Emotion, die euch dazu antreibt, wichtige Aufgaben gar nicht erst anzugehen und euch stattdessen abzulenken. Lenkt er euch nun ab, steigt die Angst, ebenso, wie ihr weitere negative Stimmungen triggert, immerhin müsstet ihr ja eigentlich etwas anderes machen. Schließlich kritisiert ihr euch womöglich selbst, weil ihr erneut eine Aufgabe aufgeschoben habt: Damit seid ihr also so angespannt, dass ihr euch noch unbedingter ablenken wollt, – und der Teufelskreislauf schließlich.

Kritisiert euch nicht selbst. Versucht einige der Tipps aus den Regeln. Und verbietet euch keine Videospiele, denn Verbote werden euch auch nicht glücklicher machen; wenn sie überhaupt funktionieren.