Es war bereits zu erwarten, nun macht GameStop Deutschland es offiziell: Zahlreiche Filialen müssen schließen. Eine offizielle Stellungnahme des Unternehmens gibt es weiterhin nicht. Kann man mit diesen Sparmaßnahmen das Blatt doch noch wenden?

 
GameStop
Facts 

GameStop macht unzählige deutsche Stores dicht

Dass es der amerikanischen Handelskette GameStop nicht besonders gut geht, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Ende des Jahres gewährte man der Öffentlichkeit wieder Einblick in die aktuellen Quartals-Zahlen des Unternehmens. Damals musste man einen Verlust von 94,7 Millionen US-Dollar verbuchen (Quelle: GameStop). Und das ist bei Weitem nicht das erste Mal, dass GameStop rote Zahlen schreibt.

Sparmaßnahmen gab es bereits in der Vergangenheit, nun scheint auch der deutsche Markt und damit die Tochtergesellschaft GameStop Deutschland GmbH betroffen zu sein. Wie GamesWirtschaft berichtet, werden über 70 Filialen in Deutschland geschlossen. Eine offizielle Stellungnahme wurde nicht abgegeben.

Auch wir haben innerhalb der Redaktion Mails von insgesamt 4 Standorten in Berlin bekommen, die am 15. März 2023 ihren Pforten schließen werden: Rathaus-Center Pankow, Eastgate, Linden-Center und Ring-Center sind betroffen.

So sehen die Mails aus, die an die Kunden der betroffenen GameStop-Standorte gehen (Bildquelle: Screenshot GIGA)

GameStop-Räumungsverkauf als Chance für Schnäppchenjäger?

In den betroffenen GameStop-Geschäften gibt es nun bis zur Schließung einen sogenannten Räumungsverkauf. In den Mails wird jedoch nicht auf konkrete Angebote hingewiesen, potenzielle Schnäppchenjäger werden also selbst in den Stores vorbeischauen müssen, um sich ein Bild von den Angeboten machen zu können.

GameStop steckt schon seit einer gefühlten Ewigkeit in der Krise:

Fraglich ist, wie viele Filialen nach den Schließungen noch in Deutschland erhalten bleiben. Aktuell werden noch 129 Standorte vom Unternehmen unterhalten (Quelle: Scrapehero). GameStop scheint auf jeden Fall seinen Fokus auf den Online-Store zu verlagern, um Personal- und Standortkosten sparen zu können. Ob GameStop damit wieder auf einen grünen Zweig kommt, bleibt abzuwarten.