Die Polizei von Nordrhein-Westfalen hat einen neuen Mitarbeiter: Der Roboterhund Spot wird derzeit getestet und könnte die Arbeit der Polizei erleichtern, so die Hoffnung. In den USA wurde der hundeähnliche Roboter nach Kritik wieder aus dem Verkehr gezogen.

Polizei NRW kauft Roboterhund von Boston Dynamics

Im neuen „Innovation Lab“ der nordrhein-westfälischen Polizei ist zur Eröffnung auch der Roboterhund Spot des Herstellers Boston Dynamics präsentiert worden. Ausgestattet mit Polizei-Logo und entsprechenden Farben hat der vierbeinige Roboter in sozialen Netzwerken für viel Aufsehen und Kritik gesorgt. NRW-Innenminister Reul zufolge soll getestet werden, „in welchen Bereichen der Roboter uns in der Zukunft nutzen könnte“. Konkrete Pläne wurden nicht genannt und auch ein aufmontiertes Scharfschützengewehr ist nicht zu finden.

Ob und wann Spot auf der Straße zu sein wird, bleibt unbekannt. In der Ankündigung bei Twitter heißt es zudem, dass „niemand“ sagen würde, Spot wäre für den Polizeialltag „akut benötigt“. Ziel des „Innovation Lab“ in Duisburg sei es herauszufinden, wie die Digitalisierung der Polizei vorangetrieben werden kann (Quelle: Innenministerium NRW). Zu den Kosten für Spot wurde sich nicht geäußert. Hersteller Boston Dynamics gibt auf seiner Webseite keine Preise an.

Mehr zu Spot im offiziellen Video des Herstellers:

Spot: Der Roboterhund von Boston Dynamics

Weniger mobil als der Roboterhund mit Kamera, WLAN und Fernbedienung gibt sich der neue „HiPoS-Cube“ der Polizei. Der rechteckige Würfel verfügt über „eine komplette IT-Infrastruktur“. Polizisten können sich über ihr Handy mit dem Cube verbinden und so auf seine Technik zugreifen.

Roboterhund Spot: Polizei in New York bricht Projekt ab

Bereits im Februar 2021 hatte sich die New Yorker Polizei den Roboterhund Spot besorgt und war mit ihm sogar auf Streife unterwegs. Nach massiver Kritik und einer bebilderten Anleitung, wie Spot schnell außer Gefecht gesetzt werden kann, wurde das Projekt keine zwei Monate wieder eingestellt.