Sharp hat ein neues Kamera-Smartphone vorgestellt, mit dem sogar manch eine Spiegelreflexkamera übertroffen werden soll. Das liegt an dem riesigen Sensor, den der japanische Hersteller dem Aquos R6 spendiert hat. Auch beim Display setzt man neue Standards.

 

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Sharp Aquos R6 mit Ein-Zoll-Sensor vorgestellt

Sharp hat mit dem Aquos R6 ein neues Flaggschiff vorgestellt, das sich gleich in mehreren Bereichen vor die Konkurrenz setzen möchte. Eines der Highlights ist dabei unbestritten der Kamerasensor, der auf einen Durchmesser von einem Zoll kommt. Ein Sensor mit einer derartigen Größe kommt bisher bei Smartphones nicht zum Einsatz und ist eher bei klassischen Digitalkameras zu finden.

Mit dem Sensor stößt Sharp in den Bereich der Spiegelreflexkameras vor, die zwar weiterhin die Oberhand besitzen werden, doch der Abstand und die Alleinstellungsmerkmale werden langsam geringer. Neben Sharp arbeitet wohl auch Sony an einem ähnlichen Sensor. Die Konkurrenz von Samsung hat es bislang nicht geschafft, einen Sensor mit einem Durchmesser von einem Zoll vorzustellen.

Sharp zufolge sorgt der Sensor dafür, dass ein natürlicher Bokeh-Effekt entsteht und Bildrauschen bei schlechten Lichtverhältnissen geringer ausfällt. Bilder sind mit einer Auflösung von bis zu 20 MP möglich. Neben der Hauptkamera gibt es noch einen Tiefensensor. Die Linsen stammen vom deutschen Hersteller Leica.

Sharp Aquos R6 mit 240-Hertz-Display

Sharp möchte bei seinem neuen Flaggschiff auch mit dem Display punkten. Hier spricht der Hersteller von einer Bildwiederholrate von satten 240 Hertz. Der OLED-Bildschirm kommt dabei auf eine Diagonale von 6,6 Zoll und taktet nach Bedarf auf minimal ein Hertz herunter, um die Batterie zu schonen.

Der Akku das Aquos R6 kommt laut Android Authority auf eine Kapazität von 5.000 mAh. Ferner stehen ein Snapdragon 888 als Prozessor mitsamt 12 GB Arbeitsspeicher und einer internen Kapazität von erweiterbaren 128 GB zur Verfügung. Mit einer Veröffentlichung des Smartphones ist Mitte Juni 2021 in Japan zu rechnen. Wie viel das Handy kosten und ob es auch den Weg nach Deutschland schaffen wird, steht noch nicht fest.