Ein Bericht des britischen Parlaments widmet sich unter anderem finanziellen Risiken von Videospielen und hat dabei besonderes Augenmerk auf das Online-Rollenspiel RuneScape gelegt.

 

RuneScape

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Mit 62.000 Dollar (über 56.000 Euro) ist ein RuneScape-Spieler der „Whale“ für Entwickler Jagex. So werden die Spieler bezeichnet, die Tausende Dollar in die Mikrotransaktionen von Videospielen stecken und einen beträchtlichen Anteil an den Einnahmen generieren. Aus dem Bericht des britischen Parlaments (Seite 24 ff.) geht hervor, das die Mikrotransaktionen ein Drittel der Einnahmen von Jagex ausmachen. Die anderen zwei Drittel stammen aus dem Abo-Modell von RuneScape. Das Basis-Spiel ist Free2Play.

Runescape -Trailer

Zwar hat RuneScape ein Limit von 1.000 Dollar pro Wochen und 5.000 Dollar pro Monat, doch selbst ein Viertel dieser Limits reicht aus, um die meisten Spieler nach einer gewissen Zeit in eine finanzielle Notlage zu bringen, so auch besagten Spieler, mit dem „62.000 Dollar-Investment“ in das Spiel. Der Bericht spricht von „erheblichen Schulden“ für den Spieler und seine Eltern.

Der Bericht des britischen Parlamentes hat das leidliche Thema der Mikrotransaktionen auch in der RuneScape-Community wieder hochkochen lassen, auch wenn es dort nie wirklich auf kleiner Flamme loderte. Seit Jahren kritisieren die Spieler die Glücksspielmechanismen hinter den in-game Käufen. Angefangen bei dem sprichwörtlichen Glücksrad aus dem Jahr 2012, bis zu den Lootboxen von heute bei denen es zufällige Gegenstände gibt, die Spieler dann auch noch einsetzten können, um bessere Gegenstände zu erhalten oder alles zu verlieren.

Die Shops sind zahlreich in RuneScape. (Bild: Jagex)

Beim Durchscrollen des Subreddits fallen die vielen Posts mit dem „MTX“-Topic (kurz für Microtransactions) auf, keiner dieses Posts ist zufrieden mit dem Spiel und der Art der in-game Käufe. In Runescape gibt es durch die Mitgliedschaft, Schatzjäger (Lootboxen), RuneScape-Bonds, Salomons-Laden und RuneMetrics Pro eine Vielzahl an Möglichkeiten Geld auszugeben. Viele dieser Dinge sind nicht nur kosmetischer Art, sondern beschleunigen oder erleichtern den Spielfortschritt, auch wenn die meisten Sachen auch erspielt werden können.

Free2Play-Alternativen findest du in diesem Artikel:

Spielst du RuneScape oder hast es in der Vergangenheit gespielt? Was ist dein Eindruck vom Monetarisierungsmodell des Spiels? Sind Spieler, die so hohe Summen in ein Spiel investieren selber schuld oder ausgetrickst worden? Schreib deine Meinung in die Kommentare.