Anzeige
Anzeige
Für Links auf dieser Seite erhält GIGA ggf. eine Provision vom Händler, z.B. für mit oder blauer Unterstreichung gekennzeichnete. Mehr Infos.
  1. GIGA
  2. Tech
  3. Android
  4. Verkaufsverbot für Motorola-Handys: Deutsches Gericht legt Lenovo lahm

Verkaufsverbot für Motorola-Handys: Deutsches Gericht legt Lenovo lahm

Motorola-Handys dürfen vorerst nicht mehr in Deutschland verkauft werden. (© GIGA)
Anzeige

Lenovo darf in Deutschland ab sofort keine Motorola-Smartphones mehr verkaufen. Grund ist ein verlorener Patentstreit. Auch einige Notebooks und Tablets sind von dem Vertriebsverbot betroffen. Bei manchen Drittanbietern sind die Handys und Notebooks aber noch erhältlich – zumindest vorerst.

 
Motorola Mobility
Facts 

Motorola-Handys: Patentstreit legt Lenovo lahm

Ein Münchner Gericht hat ein Verkaufsverbot für zahlreiche Lenovo-Produkte mit Mobilfunktechnologie verhängt. Betroffen sind vor allem Motorola-Smartphones, aber auch einige Notebooks des Herstellers. Diese darf Lenovo ab sofort nicht mehr in Deutschland anbieten.

Anzeige

Aus dem Online-Shop von Motorola sind die betroffenen Geräte bereits verschwunden, lediglich Zubehör wie Kopfhörer und Ladegeräte können derzeit noch erworben werden.

Wie ist es zu dem Verkaufsverbot gekommen? Lenovo und seine Tochter Motorola Mobility haben vor Gericht gegen das amerikanische Unternehmen InterDigital verloren. InterDigital hält Patente, für die Lenovo nach Ansicht des Landgerichts München keine Lizenzgebühren gezahlt hat (Quelle: WirtschaftsWoche).

Anzeige

Konkret geht es um Mobilfunktechnologien für 4G- und 5G-Netze, die im WWAN-Modul verbaut sind. Dieses Modul befindet sich in allen Smartphones von Lenovo sowie in Notebooks und Tablets mit Mobilfunkfunktion. Produkte ohne WWAN-Modul bleiben jedoch weiterhin auf dem deutschen Markt erhältlich.

Lenovo hat bereits angekündigt, in Berufung gehen zu wollen. Das Unternehmen sei ein „williger Lizenznehmer geistigen Eigentums“. Man respektiere die Entscheidung des Münchner Gerichts, sei aber mit ihr nicht einverstanden. InterDigital habe selbst gegen die Verpflichtung verstoßen, Technologie zu „fairen, angemessenen und nicht diskriminierenden Bedingungen“ zu lizenzieren.

Anzeige

Auch das neue Motorola Edge 50 ist betroffen:

Motorola Edge 50: Neue Smartphones vorgestellt
Motorola Edge 50: Neue Smartphones vorgestellt

Motorola-Handys noch bei Drittanbietern erhältlich

Von dem deutschen Verkaufsverbot ist Lenovo als Hersteller der Motorola-Handys betroffen, Drittanbieter aber nicht direkt. Unter anderem sind Smartphones der Marke noch bei Amazon zu finden, wie das Moto G54 mit 6,5-Zoll-Display und 5.000-mAh-Akku (bei Amazon ansehen). Das Moto G84 ist noch bei Galaxus zu bekommen, neben weiteren Modellen (bei Galaxus ansehen).

Anzeige