Die Zinswende kommt bei Sparern an: Eine erste große Bank in Deutschland hat sich dazu entschlossen, immerhin 1 Prozent Zinsen aufs Tagesgeld zu zahlen. Das sei aber nur der Anfang, denn Tagesgeldzinsen seien „gekommen, um zu bleiben“. Ein Blick auf das Kleingedruckte bleibt aber wichtig.

ING bietet 1 Prozent Tagesgeldzinsen

Nachdem die Europäische Zentralbank eine Zinswende eingeleitet hat, zieht jetzt eine erste große deutsche Bank mit einem konkreten Angebot für Sparer nach. Die Direktbank ING bietet allen Neukunden ab sofort einen Zinssatz von 1 Prozent für das Tagesgeld an – allerdings nur für einen Zeitraum von vier Monaten (Quelle: ING Deutschland bei Twitter).

Unabhängig davon, ob Interessenten bereits Kunde bei der ING sind oder nicht, erfolgt am 6. Dezember 2022 dann der nächste Schritt. Ab dann stehen 0,3 Prozent Zinsen für das Tagesgeld „ohne Bedingungen“ an. Ein bescheidener Zinssatz, der in Zeiten einer knapp zweistelligen Inflation keinen wesentlichen Unterschied machen wird. Laut ING-Deutschland-Chef Nick Jue handelt es sich aber nur um den Anfang. Die Zeit der Nullzinsen sei vorbei und Tagesgeldzinsen für die knapp 9,1 Millionen Privatkunden der Bank seien „gekommen, um zu bleiben“.

Nach Angaben des Portals biallo.de betrug der durchschnittliche Tagesgeldzinssatz in Deutschland am 1. Juli 2022 noch 0,05 Prozent, mittlerweile ist er auf 0,31 Prozent gestiegen. Bei einem einjährig angelegten Festgeld können Kunden jetzt im Durchschnitt 0,87 statt zuvor 0,25 Prozent erwarten.

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Tagesgeldzinsen feiern ein Comeback

Nicht nur bei der ING, sondern auch bei anderen Banken feiern die Zinsen auf das Tagesgeld so langsam ein kleines Comeback. Die Renault Bank Direkt aus Frankreich hat ihr Angebot gerade auf 0,75 Prozent erhöht und verspricht eine Zinsgarantie über drei Monate. Auch in Frankreich greift dabei die europäische Einlagen­sicherung für Summen bis 100.000 Euro. Im Falle einer Insolvenz bleibt das Geld entsprechend geschützt.