Was aussieht, wie die Atemmaske eines Comic-Schurken ist in Wirklichkeit ein praktisches Gadget: Mit Bloxvox kann man fast lautlos Telefongespräche führen.

 

Kickstarter

Facts 

Wer in einem Großraumbüro arbeitet, kennt das Problem: Der Kollege geht ans Telefon und von diesem Moment an ist man unfreiwillig der dritte Teilnehmer im Gespräch, nur weil man in unmittelbarer Nähe sitzt. Wenn der telefonierende Kollege dann nicht flüstert oder man sich Noise-Cancelling-Kopfhörer aufsetzt, hört man alles mit und wird von der eigenen Arbeit abgelenkt. Zum Glück hat jemand eine Lösung erfunden, die hier Abhilfe schafft.

Lautlos Telefonieren: Bloxvox ist ein Erfolg bei Kickstarter

Mittig ist ein kleines Loch zum Atmen angebracht. Wer sich Bloxvox vor den Mund hält (oder per Kopfband umhängt), lässt Gespräche nur noch stark gedämmt nach außen dringen. Der Gesprächspartner am anderen Ende der Telefonleitung versteht aber alles ganz klar, denn in Bloxvox wird dazu einfach das Mikrofon des Headsets seitlich eingesteckt – wie im Video zu sehen:

BLOXVOX Kickstarter Video

Hinter Bloxvox steckt Greg Umhoefer aus Milwaukee (Wisconsin, USA), er konnte bereits rund 2.000 US-Dollar auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter einsammeln. Der Produktname bedeutet sinngemäß „Blockiert Stimmen“, abgeleitet vom lateinischen „Vox“. Sollte das Projekt erfolgreich sein, wird Bloxvox im September 2018 ausgeliefert, ein Exemplar wird dann voraussichtlich 50 US-Dollar kosten.

So etwas Ähnliches gab es schon mal, auch das Gadget „Hushme“ sorgte bei Kickstarter und Indiegogo für Aufsehen:

Man kann sich also aussuchen, welche der beiden Erfindungen weniger befremdlich aussieht. Eines muss man Bloxvox und Hushme aber lassen: Die Idee dahinter ist nicht schlecht und das Problem mit den zu lauten Telefonaten ist nicht von der Hand zu weisen.

Quellen: Kickstarter (Bloxvox), Hushme

Stefan Bubeck
Stefan Bubeck, GIGA-Experte für Consumer Electronics, insbesondere Audio.

Ist der Artikel hilfreich?