iCloud Drive: Der Finder für iCloud

Sebastian Trepesch 9

Bisher haben wir uns mit inoffiziellen Lösungen behelfen müssen, um direkt an unsere iCloud-Daten zu kommen. Mit OS X 10.10 und iOS 8 bekommen wir iCloud Drive. In der dritten Beta des iPhone-Betriebssystems ist es erstmals enthalten.

iCloud ist der Online-Speicher und -Datenabgleich von Apple (siehe auch „Was ist iCloud?“).

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Das neue iCloud Drive wird für die Apple-Wolke das, was Mac-Nutzer unter dem Namen „Finder“, Windows-Nutzer unter dem Namen „Explorer“ kennen. Wir können damit – auch auf iPhone und iPad – direkt auf unsere Dokumente in iCloud zugreifen. Bisher war dies offiziell nur über die Apps mit iCloud-Unterstützung möglich, und die Apps konnten nur die eigenen Dokumente öffnen.

Die Daten erreichen wir nicht nur über die iOS-Geräte und den Mac, sondern auch über den Browser und den Windows-PC.

iCloud Drive verändert aber nicht einfach den Zugriff für den Nutzer. Auch das gesamte Speichermanagement unter iOS wird anders. Die Daten sind jetzt zentral gespeichert, in einem eigenen Bereich für jede App.

iCloud Drive: Vor- und Nachteile

Für uns Nutzer ergeben sich somit weitere Vorteile als nur der direkte Zugriff auf die Daten. Von der zentralen Online-Speicherung profitieren wir – wie bei einigen anderen Cloud-Speicherdiensten auch – zum Beispiel bei Änderungen an einem Dokument: Bearbeiten wir ein Dokument zuerst auf unserem iPad und wechseln dann auf den Mac, rufen wir dort den aktuellen Stand auf.

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Auf den iOS-Geräten können wir mit ein und derselben Datei in unterschiedlichen Apps arbeiten. Bisher war das nicht der Fall: Haben wir zum Beispiel einen Text erst in einem iPad-Texteditor geschrieben und wollten ihn dann in Pages formatieren, erstellte das Betriebssystem mit der „Öffnen in“-Funktion eine Kopie der Datei. Fortan hatten wir also zwei unterschiedliche Versionen auf dem Tablet, nämlich eine in dem Editor, eine in Pages.

Wir dürfen hierbei allerdings nicht vergessen: Um auf ein Dokument auf iCloud herunterzuladen, benötigen wir eine Internetverbindung… Ein weiterer Nachteil: iCloud Drive läuft laut Apple-Angaben nur unter iOS 8 und OS X Yosemite. Wir vermuten, dass wir dank Browser-Login auch auf älteren Systemen an die Daten kommen.

Preis und Release von iCloud Drive

iCloud Drive ist eine Funktion der neuen Betriebssystem-Versionen OS X 10.10 und iOS 8, welche Apple im Juni vorgestellt hat und im Herbst erscheinen. Entwickler können iCloud Drive seit dieser Woche testen und ihre Apps hierfür anpassen. Mit iOS 8 Beta 3 hat Apple den Online-Speicher erstmals in eine Testversion integriert.

iCloud-Drive-Finder

Wie bisher stehen 5 Gigabyte iCloud-Speicher kostenlos zur Verfügung. Für größeren Bedarf werden die Preise in Bälde sinken. 20 Gigabyte werden dann pro Monat noch 0,99 US-Dollar kosten, 200 Gigabyte 3,99 Dollar.

Bilder: Apple

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