Die Schallplatte bekommt 2019 einen hochauflösenden Nachfolger

Stefan Bubeck 1

Die gute alte Schallplatte hat noch lange nicht ausgedient. Passend zur steigenden Beliebtheit soll nächstes Jahr ein Nachfolger den physikalischen Tonträger ins HD-Zeitalter transportieren. Hinter der mit Lasertechnik produzierten „HD Vinyl“ steckt ein Unternehmen aus Österreich.

Die Schallplatte bekommt 2019 einen hochauflösenden Nachfolger
Bildquelle: Getty Images / Viktorus.

Der Gründer der Firma Rebeat Innovation aus Österreich heißt Günter Loibl. Gegenüber dem Branchenmagazin Pitchfork hat er sich diese Woche konkret zum Start der hochauflösenden Schallplatte namens HD Vinyl geäußert: Im Sommer 2019 sollen wir die ersten Exemplare in den Läden kaufen können.

HD-Vinyl: 30 Prozent mehr Spielzeit und abwärtskompatibel

Beim HD-Vinyl-Verfahren wird der Ton digital in eine „3D-Topographiekarte“ umgewandelt. Mit dem Laser wird dann die Karte in den „Stamper“ eingeschrieben – das ist der Teil, der die Rillen in das Vinyl einprägt. Rebeat verspricht eine bessere Klangqualität, einen höher reichenden Frequenzgang (bis zu 100 kHz), bis zu 40 Prozent mehr Spielzeit und 30 Prozent mehr Amplitude als bei aktuellen Schallplatten.

Das neue Verfahren soll durch den Wegfall von Chemikalien auch umweltverträglicher sein sowie die Produktionskosten senken. Zahlreiche große Labels hätten bereits Interesse an HD Vinyl, hat Futurezone im Gespräch mit Loibl erfahren. Ein wichtiger Aspekt ist auch die Abwärtskompatibilität: HD-Vinyl-Platten können laut Rebeat auf jedem vorhandenen Plattenspieler abgespielt werden, ohne dass dabei die Wiedergabetreue beeinträchtigt wird. Für die maximale Soundqualität wird man sich aber wohl einen speziellen HD-Plattenspieler anschaffen müssen.

Mal schauen, ob Loibl sein Versprechen halten kann und wir nächstes Jahr den Nachfolger der Schallplatte kaufen können. Würdet ihr euch die verbesserten Vinyl-Scheiben zulegen oder reicht euch die normale Schallplatte aus? Schreibt uns in die Kommentare.

Quellen: HD-Vinyl, Futurezone, Pitchfork

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