Wer sich für den aktuellen Apple-Bestseller entscheidet (neues Studio Display), der hat ein Problem, denn Kundinnen und Kunden können später ihre Wahl für Standfuß und Display-Halterung nicht mehr rückgängig machen. Nun ja, zumindest selber dürfen sie es nicht. Und auch bei einem weiteren Detail greift ein dreistes Verbot. Apple hält die eigene Kundschaft wohl für blöde.

 
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Wer zur Standardversion des Apple Studio Display greift, der erhält einen einfachen, neigungsverstellbaren Standfuß – kennen wir so schon vom iMac mit 24-Zoll-Display. Ohne Aufpreis gibt's alternativ auch die Variante mit VESA-Adapter, allerdings erhält man den normalen Standfuß nicht dazu, kann also später nicht umrüsten und benötigt zwangsweise noch Wandhalterung oder VESA-Arm. Und dann gibt's noch die Luxusvariante mit neigungs- und höhenverstellbaren Standfuß – kostet aber auch saftige 460 Euro Aufpreis. Die Mechanik ist bekannt vom sauteuren Apple Pro Display XDR, dort kostet der Ständer aber sogar mehr als doppelt so viel.

Apple Studio Display: Echt jetzt, Umrüstung nur für qualifizierte Techniker erlaubt

Normalerweise kann man die Ständer oder den VESA-Adapter nicht im Nachhinein erwerben und entsprechend umrüsten. Apple will dies nicht, der Kunde darf es nicht. Allerdings stimmt dies nicht so ganz, denn laut internen Apple-Dokumenten kann Apple und von Apple zertifizierte Servicepartner sehr wohl Standfuß und Aufhängung des Apple Studio Display auch später noch modifizieren, eine Aufrüstung ist grundsätzlich nicht ausgeschlossen. Nur die Käufer selbst dürfen dies nicht vornehmen (Quelle: MacRumors).

Schick sieht das Apple Studio Display ja schon aus:

Apple Mac Studio und Studio Display in Aktion

Natürlich kostet dieser Service extra, wie viel ist derzeit nicht im Detail bekannt. Die entsprechenden Kits sind nur für zertifizierte Techniker erhältlich und werden explizit nicht über den Apple Online Store verkauft. Laut MacRumors variieren die tatsächlichen Preise dann je nach Region, der Art des Ständers oder der Halterung, die installiert werden soll, und den Arbeitskosten. Kurzum: Es wird wohl sehr teuer.

Kaum zu glauben, Netzkabel tauschen: Verboten!

Das zweite Apple-Verbot zielt auf das Netzkabel des Apple Studio Display ab. Laut Apple ist dieses mit dem Monitor fest verbunden und kann nicht gewechselt werden. Präziser: Es darf vom Kunden nicht getauscht werden. Wer es dennoch tut, riskiert Beschädigungen am Display. Allerdings dürfen auch hier qualifizierte Techniker ran, müssen dafür aber ein bestimmtes Werkzeug nutzen.

Das sogenannte Netzkabel-Entfernungswerkzeug ist ziemlich verrückt, wie „Stella – Fudge“ auf Twitter enthüllt. Es handelt sich dabei um eine Mischung aus Kabeltrommel und Haltegriff. Eine bizarre Konstruktion, die aber absolut notwendig ist. Zwar sollen schon diverse Anwender das Netzkabel auch so gelöst haben mit entsprechend viel Kraft, doch zu empfehlen ist dies nicht, es droht nämlich unter Umständen Garantieverlust bei Beschädigung.

Fassen wir also zusammen: Apples Kunden dürfen beim neuen Studio Display nicht selbst das Netzkabel vom Gerät ziehen oder aber eine Halterung beziehungsweise einen Standfuß montieren. Beides ist jeweils verboten, nur ausgebildete Fachkräfte dürfen dies – abgefahren.