Bei der Präsentation des neuen Apple Studio Display horchten Branchenkenner auf, denn laut dem Hersteller arbeitet im Inneren des neuen Monitors ein A13-Chip von Apple, bekannt vom iPhone. Jetzt wissen wir: Apple hat nicht alles erzählt und uns noch mehr verschwiegen.

 
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Update vom 22. März 2022: Das neue Apple Studio Display besitzt wie das iPhone 11 den Apple A13-Chip und läuft unter einer Variante von iOS 15.4 – quasi ein iPhone mit 27-Zoll-Display. Jetzt kommt raus, der neue Monitor verfügt sogar über einen Speicher von 64 GB, wobei Apple selbst aktuell davon nur 2 GB aktiv nutzt (Quelle: Entwickler „Khaos Tian“ auf Twitter). Man darf wohl davon ausgehen, dass der freie Speicher nicht direkt von Kundinnen und Kunden genutzt werden kann. Apple selbst hält diesen für künftige Firmware-Updates frei.

Schon kurios, technisch befindet sich das Apple Studio Display mit A13-Chip, 64 GB Speicher und einer 12-Megapixel-Ultraweitwinkel-Kamera mit Folgemodus (Center Stage) damit auf einem Level mit dem aktuellen iPad der 9. Generation.

Originalartikel:

Bei der Präsentation des Apple Studio Displays verriet de Hersteller nur so viel: Im Gehäuse steckt ein waschechter A13-Chip, wie wir ihn vom iPhone 11, iPhone 11 Pro (Max), dem iPhone SE der zweiten Generation und vom iPad der neunten Generation kennen. Unbeantwortet blieb die Frage, ob der Monitor auch eine Art Betriebssystem besitzt. Jetzt ist das Rätsel diesbezüglich gelöst.

iPhone-System fürs Apple Studio Display

Es stellt sich nämlich heraus, dass auf dem Monitor eine Variante von iOS läuft – Apples iPhone-System. Der Nachweis findet sich beispielsweise innerhalb der Systeminformationen des Macs, wie Tech-Blogger John Gruber herausfand. So wird die Display-Firmware-Version mit der Nummer 15.4 angegeben – namensgleich zum letzten iPhone-Update (Quelle: Daring Fireball). Ein Zufall ist dies nicht.

Das Apple Studio Display hat einen iPhone-Chip und läuft folgerichtig auf iOS:

Apple Mac Studio und Studio Display in Aktion

Dies hat Vor- und Nachteile. So kann Apple beispielsweise schnell auf Fehler reagieren und diese mit künftigen Updates ausbessern. Notwendig ist dies gegenwärtig bei der Webcam des Apple Studio Displays, die alles andere als gute Ergebnisse liefert. Apple verspricht Abhilfe und wird alsbald ein Update hierfür nachreichen können.

Apples Display kann auch abstürzen

Der Nachteil? Ein solcher Monitor kann auch schon mal abstürzen und muss dann einen automatischen Neustart vollziehen, davon berichtet Macword-Redakteur Jason Snell, der bei seinem Test des Apple Studio Display eine entsprechende Fehlermeldung bekam.

Kurzum: Äquivalent zum iPhone erwarten uns demnach auch beim neuen Apple-Monitor regelmäßig Software-Updates, aber eben auch kleine Software-Bugs, die dann immer wieder ausgebessert werden müssen. Apple gewinnt so an Flexibilität bei möglichen künftigen Feature, muss aber auch mehr Zeit und Geld in den Support stecken. Letztlich ist das Apple Studio Display eine Art iPhone mit 27-Zoll-Display, wenngleich das System nicht voll zugänglich ist und andere Aufgaben übernimmt. Unklar bleibt noch ob der Monitor künftig immer zeitgleich mit den iPhones eine neues System bekommt, oder ob Apple die Versionen in Zukunft voneinander entkoppelt.