Die Regierung diskutiert heftig über ein mögliches Verbot von Auslandsreisen innerhalb der dritten Corona-Welle. Stein des Anstoßes waren Mallorca-Urlaube, bei denen die Buchungszahlen explodierten, kaum dass die Inzidenz zuletzt gesunken war.

 

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Regierung prüft Reiseverbot für Mallorca und andere Ziele

Die Bundesregierung diskutiert aktuell heftig über eine weitere Verschärfung der Anti-Corona-Maßnahmen. Auslandsreisen in beliebte Urlaubsgebiete sollen demnach vorübergehend verboten werden. Zumindest liege laut Vizeregierungssprecherin Ulrike Demmer ein entsprechender Auftrag zur Prüfung vor, „ob es nicht die Möglichkeit gibt, Reisen in beliebte Urlaubsgebiete im Ausland vorübergehend zu unterbinden“, zitiert t-online.

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Seit 14. März sind etwa Urlaube auf Mallorca – der liebsten Insel der Deutschen – demnach wegen der dort geringen Inzidenz wieder ohne anschließende Testpflicht oder Quarantäne möglich, was einen Buchungsboom ausgelöst hatte, da auch keine Reisewarnung des Auswärtigen Amts mehr besteht. Demmer fügte jedoch hinzu, dass es „große verfassungsrechtliche Hürden“ gebe, ein solches Reiseverbot zu erlassen.

Mallorca ist bereits länger Streitthema

Bereits beim Treffen der Bundeskanzlerin und der Ministerpräsidenten am Montag waren Auslandsreisen, insbesondere nach Mallorca, ein heftiges Streitthema. Entschieden wurde jedoch nur eine allgemeine Testpflicht für alle Flugpassagiere, die nach Deutschland einreisen wollen.

Eines der wichtigsten Mittel auf dem Weg zurück zur (Reise-)Normalität sind Impfungen:

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Mit dem jetzt erteilten Prüfauftrag geht die Bundesregierung darüber hinaus, auch wenn Demmer keine Details zur Prüfung nannte. Eine weltweite Reisewarnung, wie zu Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020, sei allerdings nicht geplant.

Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) übte deutliche Kritik an den Reiseplänen mancher Bürger: „Es ist nicht gut, dass jetzt in dieser Situation solche Urlaubsreisen stattfinden“, sagte der Finanzminister laut t-online am Mittwoch. Gerade bei den Beschränkungen, die in Deutschland weiterhin gelten, sei es nicht richtig, jetzt in andere Länder zu reisen.