Um die Folgen der Corona-Pandemie abzufangen, erlässt die Bundesregierung 2020 in einem beispiellosen Tempo Verordnungen, Notfallhilfen und Unterstützungsmaßnahmen. Doch einige laufen bald aus – obwohl das Corona-Virus nicht besiegt ist. 2021 sollten sich Verbraucher darum auf steigende Preise einstellen.

 

Coronavirus: News und Tipps & Tricks, wie ihr die Zeit zu Hause übersteht

Facts 

Ab 1. Januar 2021 heißt es wieder 19 Prozent Mehrwertsteuer auf die meisten Güter zu zahlen. Dann wird die Senkung der Mehrwertsteuer auslaufen, in der zweiten Jahreshälfte 2020 wurden nur 16 Prozent erhoben. Damit wollte die Bundesregierung in Zeiten der Corona-Krise Verbraucher ein wenig erleichtern und durch mehr Konsum die Konjunktur stützen.

Deutsche sind zufrieden mit Mehrwertsteuer-Senkung während Corona

Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft, über die t-online berichtet, kommt die Steuersenkung bei den Verbrauchern an – preislich ebenso wie dem Gefühl nach. Und das obwohl nicht alle Geschäfte die drei Prozent Ersparnis an die Käufer weitergeben. Dafür gebe es weitgehend Verständnis, stellt die Studie fest.

Ab Januar kommen dann überall die alten Preise zurück. Auch bei Gütern des täglichen Bedarfs, auf die ein geringerer Steuersatz entfällt, gelten wieder sieben Prozent statt fünf. Nur ein Plus von zwei bzw. drei Prozent einerseits. Andererseits sollten Verbraucher überlegen, teure Einkäufe noch vor dem Jahreswechsel zu machen. Denn je höher der Preis, umso höher ist bis dahin die Ersparnis, zumindest in absoluten Zahlen.

Mehr Netto vom Brutto: 2021 fällt der Soli weg

Auf der Habenseite gibt es für die Bürger auch mehr Geld vom Staat: Für etwa 90 Prozent der Arbeitnehmer, die bisher den Solidaritätszuschlag (Soli) zahlen mussten, entfällt dieser ab Januar 2021. Es bleibt also mehr Netto vom Brutto, was sich für viele Steuerzahler bemerkbar machen wird. Kleine Steigerungen gibt es außerdem beim Mindestlohn, Hartz-IV-Satz und Kindergeld. Auch Grundfreibetrag und Kinderfreibeträge werden etwas angehoben.

So funktioniert der Steuer-Abruf mit WISO:

Steuer-Abruf mit WISO Steuer: So gehts

Entlastung für das Konto könnte auch die geplante Home-Office-Pauschale bringen. Ob sie wirkt, hängt jedoch noch an Detailfragen. Ob hingegen für den Rundfunkbeitrag tiefer in die Tasche gegriffen werden muss, steht nach den jüngsten Entwicklungen noch nicht fest.