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Radwege nicht nur für Fahrräder: Erstes Bundesland erlaubt andere Fahrzeuge

Radschnellweg mal anders: S-Pedelecs sollen auf Radwegen fahren. (© IMAGO / Arnulf Hettrich)
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Ein erstes Bundesland plant, seinen Städten die Nutzung von S-Pedelecs mit einer Geschwindigkeit von bis zu 45 km/h auf ausgewählten Radwegen zu gestatten. Darüber hinaus ist die Einführung eines neuen Verkehrsschilds vorgesehen. Allerdings gibt es bereits frühzeitig Kritik, und sogar der ADFC zeigt sich skeptisch.

NRW: S-Pedelecs auf Radwegen erlaubt

Anders als herkömmliche E-Bikes verfügen S-Pedelecs über einen starken Elektromotor, der sich erst bei 45 km/h ausschaltet. Deswegen darf diese Art von Fahrrad bislang nicht auf Radwegen unterwegs sein, stattdessen muss damit auf der Straße gefahren werden. Hinzu kommt eine Helm- und Versicherungspflicht, was sie ebenfalls von anderen E-Bikes unterscheidet, sowie ein Führerschein nach Klasse AM.

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Berichten zufolge hat das nordrhein-westfälische Verkehrsministerium jetzt den Weg frei gemacht für eine Verwendung von S-Pedelecs auf Radwegen. Städte sollen künftig selbst entscheiden, ob und in welchem Umfang die schnellen E-Bikes auf Radwegen erlaubt sind (Quelle: WDR). Vor allem breit angelegte Wege, bei denen keine Gefahr für Fußgänger besteht, sollen dafür infrage kommen. Innerhalb geschlossener Ortschaften stehen die Chancen deswegen eher schlecht.

Falls sich Städte für S-Pedelecs auf Radwegen entscheiden, muss ein weißes Zusatzschild mit der Beschriftung „S-Pedelecs frei“ darauf hinweisen. Derzeit ist ein solches Schild nur in Baden-Württemberg zugelassen, da in Tübingen ein Projekt zu S-Pedelecs läuft. Der Stadt zufolge hat man bislang gute Erfahrungen mit der Erweiterung von Radwegen für S-Pedelecs gemacht.

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S-Pedelecs frei: Erste Verbände warnen schon

Sowohl der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) als auch der Fußgängerverband FUSS sehen die Freigabe auf Radwegen skeptisch. ADFC-Pressesprecherin Stephanie Krone begrüßt zwar, dass S-Pedelecs künftig nicht mehr überall zur Nutzung von Landstraßen verpflichtet werden, meint aber auch, dass S-Pedelecs „auf keinen Fall den unmotorisierten Radverkehr verdrängen oder gefährden“ dürfen. Wolfgang Packmohr von FUSS befürchtet einen S-Pedelec-Boom. Radfahrer und Fußgänger würden einer neuen Gefahr ausgesetzt.

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