Langersehntes Update

Eine Vielzahl von Indizien gaben Anlass zur berechtigten Vermutung, dass Apples Kleinster alsbald eine Frischzellenkur erhalten würde. Die lange Zeit, die seit der letzten Aktualisierung im Juni 2010 verstrichen ist, schwindende Lagerbestände und zu guter Letzt die Ankündigung, dass OS X Lion am 20. Juli startet.

Jahrgang 2011: Technische Ausstattung

Es fällt erst auf den zweiten Blick auf, aber der neue Mac mini verfügt, ebenso wie zuvor bereits die Server-Variante, nicht mehr über ein SuperDrive Laufwerk. Ähnlich dem MacBook Air hat Apple offenbar die Datenübertragung via Netzwerk oder Thunderbolt für ausreichend erachtet.

Eine der als sicher geltenden Vermutungen hat sich bewahrheitet: Auch im Mac mini setzt Apple jetzt auf Sandy Bridge Prozessoren. Core i5 und Core i7 heißen die neuen Herzen, die im Inneren der drei verfügbaren Varianten schlagen. Ebenso als gesichert galt die Übernahme von Thunderbolt – und tatsächlich spendierte Apple seinem “Kleinen” einen Hochgeschwindigkeits-Anschluss. Sonst hat sich an den Anschlüssen nichts weiter geändert: 2 Mal USB 2.0, HDMI und SDCX-Kartensteckplatz sind erhalten geblieben. Die Bluetooth-Schnittstelle hat Apple auf die Version 4.0 des Übertragungsstandards aktualisiert.

Neu ist auch die Aufteilung des Mac mini in drei, statt wie bisher zwei Modelle. Fortan gibt es eine Basisvariante mit 2,3 GHz Core i5, 500 GB Festplatte und Intel HD Graphics 3000 für 599 Euro. Dazu kommt ein stärkeres Modell mit 2,5 GHz, 4 statt 2 GB Arbeitsspeicher und einer AMD Radeon HD 6630M Grafikkarte für 799 Euro. Beide Versionen werden natürlich mit OS X Lion ausgeliefert.

Mac mini Server?

Gewiss ist die Server-Variante* nicht für den Mainstream gedacht, dennoch entfallen circa 20 Prozent aller Bestellungen eben auf dieses Modell – erstaunlich. Größter Pluspunkt war bisher der „subventionierte“ Preis, erhielt man doch eine unlimitierte Server-Version von Mac OS X 10.6 Snow Leopard, die allein im Einzelverkauf mit circa 500 Euro zu Buche schlägt. Dieser „Vorteil“ gehört mit (Mac) OS X Lion der Vergangenheit an, kann der Anwender doch für knapp 40 Euro seinem Löwen zum Serversystem updaten.

Der Preis ist gleich geblieben, nach wie vor 999 Euro. Dafür wurde der Mac mini mit Lion Server und einem 2,0 GHz Core i7 Prozessor ausgestattet. Hinzu kommen 4 GB Arbeitsspeicher und zwei 500 GB Festplatten im Inneren.

Fazit

Niemand hat auf einen komplett renovierten Mac mini hoffen dürfen und die Änderungen haben sich wie erwartet im Inneren des Geräts vollzogen; abgesehen vom Ende des SuperDrive Laufwerkes natürlich. Doch die Integration der Sandy Bridge Prozessoren Core i5 und Core i7, in Verbindung mit der Preissenkung und einer weiteren Auffächerung der Modellpalette machen den kleinen Mac einmal mehr zu einem begehrenswerten Rechner.

Vorteile

+ Schnelle Sandy Bridge Prozessoren
+ Große 500 GB Festplatte Standard
+ Drei Basismodelle zur Auswahl

Nachteile

- Kein SuperDrive Laufwerk